Golf-Glossar Golfschwung und Golftechnik
Rückschwung (Aufschwung)
Der Rückschwung – auch Aufschwung, Ausholbewegung oder englisch Backswing – ist der Teil des Golfschwungs, in dem Du den Schläger vom Ansprechen bis zum höchsten Punkt führst. Er beginnt mit dem Take-Away und endet dort, wo der Abschwung einsetzt. Im Rückschwung baust Du die Spannung auf, die Du im Treffmoment an den Ball weitergibst.
Die drei Abschnitte des Rückschwungs
- Take-Away: die ersten 30 bis 50 Zentimeter. Schläger, Hände, Arme und Schultern bewegen sich gemeinsam vom Ball weg, der Schlägerkopf bleibt zunächst nah am Boden. Wie das geht, zeigt das Video Take-Away – So geht es richtig.
- Halber Rückschwung: Der Schaft steht waagerecht und zeigt etwa parallel zur Ziellinie. Die Handgelenke beginnen zu winkeln – mehr dazu im Video Das Winkeln der Handgelenke trainieren.
- Höchster Punkt: Die Schultern haben sich um etwa 90 Grad gedreht, die Hüfte um etwa die Hälfte. Der Rücken zeigt zum Ziel, der Druck liegt stärker auf dem hinteren Fuß. Hier kehrt der Schläger um.
Aus der Ansprechposition heraus sollte die Bewegung ruhig und im gleichen Tempo ablaufen – ein hastiger Rückschwung ist eine der häufigsten Ursachen für schlechte Schläge.
Wie weit solltest Du ausholen?
Als Faustregel für volle Schläge gilt: so weit, dass der Schaft am höchsten Punkt etwa waagerecht steht. Wer weniger beweglich ist, holt kürzer aus – das kostet weniger Länge als eine Ausholbewegung, die nur noch aus den Armen kommt. Entscheidend ist, dass die Drehung aus dem Oberkörper kommt.
Im kurzen Spiel bestimmt die Länge des Rückschwungs die Weite des Schlags: Beim Pitchen und Putten schwingst Du für längere Schläge weiter aus, nicht schneller.
- Die richtige Länge beim Ausholen
- Wie weit mit dem Driver ausholen?
- Die richtige Aushol-Technik beim Putten
Typische Fehler im Rückschwung
- Überschwingen: Der Schläger zeigt am höchsten Punkt weit über die Waagerechte hinaus, meist weil der linke Arm stark einknickt oder der Griff sich lockert. Siehe Überschwingen – gut oder schlecht?
- Seitliches Schieben: Die Hüfte schiebt seitlich vom Ziel weg, statt sich zu drehen (Drehen, nicht schieben!).
- Reverse Pivot: Das Gewicht wandert im Rückschwung zum Ziel statt nach hinten – im Abschwung fehlt dann die Kraft (Übung gegen den Reverse Pivot).
- Nur aus den Armen: Die Arme holen aus, der Oberkörper dreht kaum mit. Das kostet Länge und führt oft zum Slice (Wenig Länge und Slice – der Fehler liegt oft im Ausholen).
Rückschwung im Podcast
In unserem Podcast geht es in mehreren Folgen um den Weg nach oben: #6 Das Take-Away, #7 Der Weg des Schlägers nach oben, #8 Der höchste Punkt im Schwung, #179 Überschwingen und #268 Ausholen.
Wie Rückschwung, Abschwung und Durchschwung zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Golfschwung.
