Titleist

Titleist ist der meistgespielte Ball-Hersteller auf der Herren-Tour und einer der drei umsatzstärksten Golfausrüster überhaupt – bekannt für den Pro V1, für die T-Eisen-Serie und, über die Tochtermarke Scotty Cameron, für Putter. Die Muttergesellschaft Acushnet zählt neben Callaway und TaylorMade zu den grossen Drei der Branche.

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Titleist auf einen Blick

  • Marke seit: 1932 (Muttergesellschaft Acushnet Company, gegründet 1910)
  • Sitz: Fairhaven, Massachusetts (USA)
  • Unternehmensgruppe: Acushnet Holdings Company – seit 2016 börsennotiert (NYSE: GOLF), Fila Holdings weiterhin grösster Anteilseigner
  • Weitere Marken: FootJoy (Schuhe & Bekleidung), Scotty Cameron (Putter), Pinnacle (Einsteiger-Bälle), Vokey Design (Wedges, Titleist-eigene Sub-Marke)
  • Schwerpunkt: Golfbälle, Eisen, Driver/Fairwayholz/Hybrid, Wedges, Bags
  • Preisniveau: gehobenes Mittelfeld bis Premium
  • Verfügbarkeit: DE / AT / CH · titleist.de

Geschichte

Die Firmengeschichte beginnt mit einem schlecht getroffenen Putt: Gründer Phillip E. Young, Hobbygolfer und Chef der gummiverarbeitenden Acushnet Company (gegründet 1910), liess nach einem verpatzten Putt den Ball von einem befreundeten Zahnarzt röntgen – der Gummikern sass nicht mittig, der Ball lief unrund. Young begann daraufhin systematisch, gleichmässiger konstruierte Golfbälle zu entwickeln, und brachte 1935 den ersten Titleist-Ball auf den Markt. Bereits bei den US Open 1949 war der Titleist-Ball der meistgespielte des Turniers; Schläger kamen erst deutlich später ins Sortiment.

1997 übernahm Acushnet mit Scotty Cameron einen der bekanntesten Putter-Hersteller. 2011 kaufte Fila (heute Fila Holdings, Südkorea) Acushnet für rund 1,23 Mrd. US-Dollar; seit dem Börsengang 2016 an der NYSE ist Fila weiterhin grösster, aber nicht mehr alleiniger Anteilseigner.

Titleist-Sortiment & Technologien

Golfbälle

Pro V1 und Pro V1x sind die auf der Tour meistgespielten Bälle überhaupt – Pro V1 mit flacherer Flugkurve und weniger Anschlag-Spin, Pro V1x mit höherem Flug und mehr Kurzspiel-Kontrolle. Darunter staffelt sich das Sortiment nach Schwunggeschwindigkeit und Budget: AVX (weicher, niedrigerer Flug), Tour Soft (Tour-Technologie zum kleineren Preis), Velocity (Distanz) und TruFeel (weichster, günstigster Ball im Sortiment).

Driver, Fairwayholz & Hybrid

Aktuelle Generation ist die GT-Serie (GT1 fehlerverzeihend/leicht, GT2 ausgewogen, GT3 am meisten einstellbar für erfahrene Spieler:innen), Nachfolgerin der TSR- und TSi-Generationen.

Eisen

Titleists Eisen sind nach Spielertyp nummeriert, nicht nach Jahrgang: T100 (geschmiedete Tour-Eisen, Cavity-Back), T150/T200 (Players-Distance), T350 (Game-Improvement), T400 (maximale Fehlerverzeihung und Distanz).

Wedges (Vokey Design)

Bob Vokeys Wedge-Serie ist seit 2004 die meistgespielte auf der Tour. Die aktuellen Modelle SM10 und SM11 bieten randscharf gefräste Rillen und mehrere Sohlenschliffe für unterschiedliche Schwungbahnen und Schlagarten.

Putter (Scotty Cameron)

Scotty Cameron fertigt exklusiv für Titleist hochwertige, teils in Kalifornien handgefertigte Putter. Die aktuellen Reihen: Phantom (präzisionsgefräster Multi-Material-Schlägerkopf, hohe Fehlerverzeihung), Studio Style (klassische, gefräste Formen) und Super Select (Einstiegs-/Mittelklasse-Reihe).

Für wen lohnt sich Titleist?

Bei den Bällen ist Titleist für praktisch jedes Niveau eine Option – vom TruFeel für Einsteiger:innen bis zum Pro V1x für Tour-Ansprüche. Bei Schlägern und Eisen positioniert sich die Marke dagegen klar im Player-/Better-Player-Segment: T100-Eisen und die GT3-Serie richten sich an Golfer:innen mit ausbaufähiger Schwungmechanik, während T400 und GT1 auch bei niedrigerer Schwunggeschwindigkeit gut funktionieren. Preislich bewegt sich Titleist im oberen Segment, ohne die Spitze von Custom-Fitting-Boutique-Marken zu erreichen.

Titleist bei GOLFSTUN.DE

Häufige Fragen zu Titleist

Was ist der Unterschied zwischen Pro V1 und Pro V1x?
Der Pro V1 fliegt flacher und spinnt weniger beim Anschlag, der Pro V1x fliegt höher mit mehr Spin – Geschmackssache, abhängig von Schwungtempo und bevorzugter Trajektorie.

Wo werden Titleist-Bälle hergestellt?
Die Pro-V-Serie wird in Titleists eigenem Werk in New Bedford, Massachusetts (USA) produziert – ungewöhnlich in einer Branche, die meist nach Asien auslagert.

Für welches Handicap eignen sich die T-Eisen?
T100 richtet sich an sehr gute Ballkontakt-Spieler:innen, T350/T400 an mittlere bis höhere Handicaps mit Fokus auf Distanz und Fehlerverzeihung.

Muss es für ein gutes Kurzspiel der Pro V1 sein?
Nein – der AVX bietet ähnliche Kurzspiel-Eigenschaften bei weicherem Gefühl, für viele Amateure die praktikablere Wahl.

Zuletzt geprüft: September 2026 · Redaktion GOLFSTUN.DE