TaylorMade ist einer der drei umsatzstärksten Golfausrüster der Welt – bekannt für Metal-Wood-Driver (eine Bauweise, die der Hersteller 1979 selbst begründet hat), die P-Serie bei Eisen und die Spider-Putter, mit denen unter anderem Rory McIlroy spielt.
Gary Adams gründete TaylorMade 1979 mit einer einfachen Beobachtung: Mit dem Aufkommen moderner, zweiteiliger Golfbälle brachte ein Holz-Driver keinen Vorteil mehr gegenüber einem Eisenschläger. Adams entwickelte daraufhin den ersten Metal Wood – einen Driverskopf aus Metall statt Holz. Der Durchbruch gelang 1984/85, als Lee Trevino und Hubert Green mit TaylorMade-Metal-Woods die PGA Championship gewannen; die Bauweise setzte sich danach branchenweit durch.
1984 übernahm der Wintersport-Konzern Salomon das Unternehmen, 1997 ging TaylorMade mit Salomon an Adidas AG über und firmierte lange als Adidas Golf. 2017 verkaufte Adidas TaylorMade an die Investmentgesellschaft KPS Capital Partners; seit 2021 hält die südkoreanische Centroid Investment Partners die Mehrheit. Damit ist TaylorMade heute eigenständig und nicht mehr mit adidas Golf verbunden, auch wenn beide Marken aus derselben Konzerngeschichte stammen.
Aktuelle Generation ist die Qi-Serie (Qi4D als breiteste, Qi10 als noch erhältliche Vorjahresgeneration), Nachfolgerin der Stealth-Serie (2022) und der SIM-Generation (2020/21).
Die geschmiedeten P-Serie-Eisen (P7MC, P7CB, P·770, P790) richten sich an Golfer:innen mit gutem Ballkontakt, das beliebte P790 kombiniert dabei einen Hohlkörper mit SpeedFoam-Dämpfung für spürbar mehr Distanz. Die Qi Max-Eisen sind TaylorMades Game-Improvement-Reihe für maximale Fehlerverzeihung.
Das aktuelle Hi-Toe 5 setzt auf vollgeschmiedeten Kohlenstoffstahl mit aggressiv gefrästen Rillen und einer unbeschichteten RAW-Schlagfläche für maximalen Spin.
Die Spider-Reihe verteilt Gewicht weit nach außen an der Sohle für hohe Fehlertoleranz. Die Top-Linie Spider Torched ist an Rory McIlroys Major-Sieger-Putter angelehnt.
TP5/TP5x sind die Tour-Bälle mit 5-Schichten-Konstruktion, Tour Response übernimmt einen Teil dieser Technologie zum kleineren Preis, Distance+ ist der reine Distanzball im Einstiegssegment.
TaylorMade deckt eine breite Spanne ab: Qi-Serie und Qi-Max-Eisen sind explizit auf Fehlerverzeihung ausgelegt und passen für Einsteiger:innen bis Mittelhandicap, während die P-Serie (besonders P7MC/P7CB) sich an Golfer:innen mit sauberem Ballkontakt richtet. Bei Puttern führt an Spider kaum ein Weg vorbei, wenn hohe Fehlertoleranz gewünscht ist. Preislich bewegt sich TaylorMade im oberen Mittelfeld bis Premium, bei der Vorjahresgeneration gibt es spürbar Spielraum nach unten.
Gehört TaylorMade noch zu Adidas?
Nein – Adidas verkaufte TaylorMade 2017 an KPS Capital Partners, seit 2021 hält die südkoreanische Centroid Investment Partners die Mehrheit. adidas Golf (Bekleidung) ist seither ein eigenständiges Unternehmen.
Was ist der Unterschied zwischen Qi4D und Qi10?
Qi4D ist die aktuellere Generation, Qi10 die Vorjahresserie mit sehr ähnlichem Fehlerverzeihungs-Konzept – meist die günstigere Wahl bei geringem spielerischem Unterschied.
Für wen eignet sich das P790?
Für Golfer:innen mit gutem, aber nicht perfektem Ballkontakt, die einen kompakten Look mit spürbar mehr Distanz und Dämpfung als bei einem reinen Blade-Eisen wollen.
Zuletzt geprüft: September 2026 · Redaktion GOLFSTUN.DE
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