Chippen und Pitchen – die Unterschiede

Frank Adamowicz

Frank Adamowicz

Frank ist Golfer mit Leidenschaft, Buchautor, ehemaliger Nationaltrainer und der erfolgreichste Mannschaftstrainer Deutschlands.

Kaum ein Thema sorgt bei Golfern für so viel Verwirrung wie diese einfache Frage: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Chip und Pitch? Und das Erstaunliche: Selbst Spieler, die schon seit Jahren auf dem Platz stehen, stellen diese Frage immer wieder. Höchste Zeit, das ein für alle Mal klarzustellen!

Chippen – wenig Flug, viel Roll

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Beim Chip geht es nicht darum, den Ball hoch in die Luft zu befördern. Im Gegenteil: Der Ball fliegt nur kurz und rollt dann weit. Die Faustregel lautet:

  • Ein Drittel Flug,
  • zwei Drittel Roll.

Dazu nimmst Du idealerweise einen Schläger mit wenig Loft, zum Beispiel ein Eisen 8 oder 9. Die Technik ist simpel: gerade Arme beim Rückschwung, wenig Handgelenke, eine Hebelbewegung.

Der Vorteil? Deine Hände bleiben ruhig – und das reduziert die Fehlerquelle enorm. Der Chip ist deshalb die einfachste und sicherste Variante, wenn Du in der Nähe des Grüns liegst.

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Pitchen – mehr Loft, mehr Höhe

Der Pitch ist technisch anspruchsvoller. Du nimmst einen Schläger mit viel Loft – etwa ein Sand Wedge oder Lob Wedge – und musst die Handgelenke bewusst einsetzen. Beim Rückschwung entsteht ein Winkel zwischen Unterarm und Schläger, der für die nötige Höhe sorgt. Wichtig ist, dass Du diesen Winkel kontrolliert wieder auflöst – und genau da liegt die Schwierigkeit.

Viele Golfer „löffeln“ in diesem Moment – sie werfen die Hände nach vorn, um Höhe zu erzeugen. Doch das endet oft in getoppten oder zu flachen Schlägen. Vor allem aus kurzem Gras eine echte Fehlerquelle.

Weniger ist oft mehr

Ich empfehle Dir: Überall dort, wo Du chippen kannst, chippe! Der Schlag ist einfacher, kontrollierter – und vor allem unter Druck sicherer. Natürlich ist ein schöner Pitch über den Bunker reizvoll. Aber wenn er nicht nötig ist, warum das Risiko eingehen?

Ein halbdünner Chip, der sich zur Fahne rollt, ist vollkommen okay. Auch davon lebt Dein Score. Denk immer daran: Wir leben auf dem Golfplatz nicht von den Super-Schlägen, sondern von den guten Schlechten!

Typische Setups für Chip und Pitch

Hier noch einmal die Merkmale der beiden Schläge im Überblick:

Chip:

  • Schmaler Stand
  • Gewicht auf dem vorderen Fuß
  • Ball mittig bis leicht rechts
  • Wenig bis kein Handgelenkseinsatz
  • Flacher Ballflug, viel Roll

Pitch:

  • Etwas breiterer Stand
  • Mehr Loft im Schläger
  • Ball mittig oder leicht links
  • Handgelenke winkeln sich beim Rückschwung
  • Hoher Ballflug, wenig Roll

Du musst vorher wissen, was Du willst

Der größte Fehler passiert oft schon vor dem Schlag: Du stehst am Ball und weißt selbst nicht genau, ob es ein Chip oder ein Pitch werden soll. Und während Du noch überlegst, passiert etwas dazwischen. Das geht selten gut. Mach Dir vorher klar: Was ist die einfachste Variante, um den Ball ans Ziel zu bringen? Entscheide Dich bewusst – und zieh den Schlag dann durch. Je klarer Du bist, desto besser wird Dein Ergebnis.

Jetzt interessiert mich: Welcher dieser beiden Schläge liegt Dir mehr? Fühlst Du Dich mit wenig oder mit viel Handgelenk wohler? Schreib in die Kommentare – ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen!

Text: CSP

Frank Adamowicz

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Frank ist Golfer mit Leidenschaft, Buchautor, ehemaliger Nationaltrainer und der erfolgreichste Mannschaftstrainer Deutschlands.

Kommentare

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3 Kommentare
Elisabeth Hundt

Danke für das Video. Ich kann den Chip besser steuern, die Längenkontrolle gelingt mir meistens besser, gesetzt den Fall ich hole ruhig und kontrolliert aus.

Theresa Meissner

Chippen ist für mich einfacher da die Fehlerquelle wesentlich geringer als beim pitchen mit Handgelenkseinsatz ist. Mein Selbstvertrauen beim chippen ist mega stark.

Dieter M.

Der Chip ist ganz sicher einfacher, weil dieser auch von Anfang an erlernt wurde. Gut finde ich, dass unsere Trainerin den Chip & den Pitch trainieren lässt. Da liegt es dann halt auch selbst an einem diesen regelmäßiger zu üben. Bei unseren schnellen Grüns hilft der Pitch den Ball zum Liegen zu bekommen.

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