Golfclub und Golfplatz

Platzreife

Bei der Platzreife handelt es sich um einen grundlegenden Schritt, um ein fortgeschrittenes Golfspiel auf nahezu allen Plätzen betreiben zu können. Der Sinn der Platzreife liegt darin, sicherzustellen, dass Golfspieler wissen, welche Regeln auf einem Golfplatz existieren und wie diese angemessen im Golfspiel umgesetzt werden können. Darunter fallen beispielsweise Regeln zur Gefahrenreduzierung ebenso wie auch zur Grünpflege oder zur Wahrung der allgemeinen Etikette. Außerdem soll die Platzreife sicherstellen, dass ein gewisser Spielfluss gegeben ist.

Die Platzreife ist keine Platzerlaubnis

Irrtümlicherweise handelt es sich hierbei nicht um die Erlaubnis, auf einem Platz spielen zu dürfen. Ab wann ein Anfänger den Platz eines Golfplatzes bespielen darf, liegt im Ermessen des Hausrechtsinhabers (also dem Golfplatzbetreiber) und ist von Anlage zu Anlage unterschiedlich.

Somit existieren bundesweit auch Golfplätze, die ihre Spieler ohne die Platzerlaubnis spielen lassen, oder speziell für Anfänger sogenannte Probe-Anlagen zur Verfügung stellen, welche sowohl von Anfängern als auch Fortgeschrittenen bespielt werden dürfen.

Dennoch hilft eine allgemeine Platzreife (die DGV-Platzreife) auch fremden Golfclubs, bei denen der jeweilige Spieler noch nicht aktiv war, die Fähigkeiten des Spielers hinsichtlich Theorie und Praxis einzuschätzen.

Platzreife © Günter Menzl - Fotolia.com

Platzreife © Günter Menzl – Fotolia.com

Die DGV-Platzreife als Eintrittskarte

Die Platzreife gilt als Nachweis dafür, dass der Spieler die Regeln, Technik und die Etikette des Golfspiels kennt und im Rahmen der sportlichen Tätigkeit auch wahrt. Was jedoch genau beherrscht werden muss, ist abhängig vom jeweiligen Club.

Der Deutsche Golfverband hat durch die DGV-Platzreife eine einheitliche Regelung geschaffen, die auf nahezu allen Golfanlagen als „Gütesiegel“ anerkannt wird. Die Prüfung zur Platzreife umfasst hierbei alle wichtigen Regeln, die ein zügiges und erfolgreiches Golfspiel ausmachen. Alle im DGV eingetragenen Golfplätze haben sich dazu verpflichtet, bei neuen Mitgliedern die Platzreife, sofern sie durch den DGV zertifiziert ist, anzuerkennen. Hierbei wird keine anlagen- oder anbieterbezogene Unterscheidung vorgenommen.

Auf vielen Golfplätzen existieren gesonderte Kurse, bei denen die Teilnehmenden auf die DGV-Prüfung vorbereitet werden. Die Pros der Anlage fungieren hierbei als Ausbilder und bereiten die Spieler nicht nur im Bereich der Regeln vor, sondern schulen die Spieler in ihrer Technik und geben Auskunft zur nachhaltigen Spielweise auf der Golfanlage.

Die DGV-Prüfung

Die DGV-Prüfung gliedert sich in drei Bestandteile: Theorieteil, Platzbegehung und aktives Golfspiel. Die theoretische Prüfung baut inhaltlich auf dem DGV-Regelwerk zum Golfspiel auf und wird in der Regel als Multiple-Choice-Test durchgeführt. Neben dem Regelwerk können inzwischen auch Online-Medien des DGV zum Üben genutzt werden (z.B. das Regelquiz).

Der zweite Teil besteht aus der Platzbegehung. Dieser Teil ist besonders einfach, da er nur aus einer Begehung des Platzes besteht, bei welcher der Teilnehmende über die Anlage informiert wird. Darüber hinaus wird hier die Etikette nochmals geschult und Regeln direkt mit Beispiel erklärt.

Mit der Golfetikette werden sämtliche Verhaltensregeln auf dem Platz beschrieben, die neben dem Fairplay im Golfspiel auch die Sicherheit gewährleisten sollen. Hierunter fallen zum Beispiel Regeln für die Schonung des Platzes, Fore-Regeln zur Unfallverhütung oder auch das einzuhaltende Spieltempo beim Golf. Hier können auch Fragen zur Regelkunde geklärt werden wie zum Beispiel die Zählweise, sobald ein Ball im Wasserhindernis gelandet ist, oder welcher Spieler das Grün zuerst bespielen darf.

Auch für das zukünftige Golfspiel sollten die Spieler stets ein Regelwerk mit sich führen, so dass ungelöste Fragen nicht aufbauend auf Vermutungen gelöst werden.

Beim aktiven Golfspiel müssen die Prüflinge neun Löcher auf dem Platz spielen. Hierbei sollten sie eine bestimmte Schlaganzahl minimal erreichen können und die erlernten Inhalte im laufenden Spiel erfolgreich umsetzen können. Im Rahmen von Platzreifekursen wird die Prüfung häufig in der Gruppe absolviert. Jeder Club bietet auch Einzelunterricht und Einzelkurse an.


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