Golf-Glossar Golfschläger und Golfausrüstung

Sand Wedge

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ChristopheChristophe

Das Sand Wedge (kurz SW, oft mit einem „S“ auf der Sohle) ist ein Wedge mit meist 54 bis 58 Grad Loft und viel Bounce. Es ist für Schläge aus dem Bunker gebaut, eignet sich aber auch für hohe Pitches und für Chips aus dem Rough. Am häufigsten ist das 56-Grad-Wedge.

Loft und Bounce im Vergleich

Wedge Loft Bounce typischer Einsatz
Pitching Wedge etwa 44–48° wenig volle Annäherungen, flache Chips
Gap Wedge etwa 50–52° mittel Distanzen zwischen Pitching und Sand Wedge
Sand Wedge 54–58° viel, meist 10–14° Bunker, hohe Pitches, Rough
Lob Wedge 60–64° wenig bis mittel sehr hohe, kurze Schläge

Die Lofts der Hersteller unterscheiden sich; entscheidend ist, dass zwischen Deinen Wedges gleichmäßige Abstände von etwa 4 bis 6 Grad liegen.

Warum der Bounce im Bunker hilft

Der Bounce ist der Winkel zwischen der Vorderkante und dem tiefsten Punkt der Sohle. Ein Sand Wedge mit viel Bounce gleitet durch den Sand, statt sich einzugraben: Der Ball fliegt auf einem Polster aus Sand aus dem Bunker, ohne dass die Schlagfläche ihn direkt trifft.

  • Weicher, lockerer Sand: viel Bounce (12° und mehr) – das Wedge gräbt sich nicht ein.
  • Fester oder nasser Sand, harter Boden: weniger Bounce – sonst springt die Sohle ab, und der Ball wird getoppt.

So spielst Du den Bunkerschlag

  • Stell Dich etwas offen hin und öffne die Schlagfläche leicht.
  • Triff den Sand wenige Zentimeter hinter dem Ball, nicht den Ball selbst.
  • Schwing entschlossen durch – der häufigste Fehler ist das Abbremsen im Sand.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigen die Videos Der Bunkerschlag – Grundlagen und Die richtige Technik, um aus dem Grünbunker zu kommen. Für lange Schläge aus dem Fairwaybunker ist das Sand Wedge dagegen meist der falsche Schläger.

Wann Du das Sand Wedge noch nimmst

  • Hohe Pitches über einen Bunker oder auf ein schnelles Grün (Schlag über den Bunker auf das Grün).
  • Chips aus dem Rough: Der Loft bringt den Ball schnell nach oben, der Bounce verhindert, dass sich der Schläger im Gras verfängt.
  • Volle Schläge auf kurze Distanzen – je nach Spielstärke etwa 50 bis 80 Meter. Deine eigenen Weiten findest Du am besten auf der Range heraus; Richtwerte stehen im Beitrag Schlagweiten nach Golfschläger.

Woher das Sand Wedge kommt

Das moderne Sand Wedge geht auf den US-Profi Gene Sarazen zurück: Anfang der 1930er-Jahre verbreiterte er die Sohle eines Eisens, damit es im Sand nicht mehr stecken blieb – und gewann mit dem neuen Schläger 1932 die Open Championship.