Golfclub und Golfplatz

Rough

Auf Deutsch bedeutet Rough „das Raue“. Darunter versteht man diejenigen Areale auf einer Golfanlage, welche sich zwischen den einzelnen Bahnen befinden. Sie sind dazu da, um die verschiedenen Löcher klar voneinander zu trennen und um dem Golfer den Eindruck zu vermitteln, dass er sich in einer naturnahen Umgebung bewegt. Im Rough selbst findet man eine natürliche Vegetation vor, welche höchstens 2-mal im Jahr gemäht wird. Außerdem dient es als eine Art Schutzwand, um verzogene Golfbälle zu stoppen, die ansonsten andere Golfer auf benachbarten Löchern oder Leute außerhalb der Anlage treffen könnten. Das Rough ist mit seinen unzähligen Büschen, Sträuchern und vor allem Bäumen ideal dafür. Des Weiteren soll es am Golfareal eine natürliche Ruhezone für Tiere und Pflanzen darstellen.

Rough © Alex Hinds - Fotolia.com

Rough © Alex Hinds – Fotolia.com

Fakten zum Rough

Das Rough nimmt ungefähr 70% des kompletten Areals einer Golfanlage ein. Wenn man seinen Ball dort hineinschlägt, kann die folgende Suche vegetationsbedingt extrem schwer werden. Spieler haben maximal 5 Minuten Zeit, um ihren Ball wiederzufinden. Somit kann es bei dichtem Rough zu erheblichen Verzögerungen an den Löchern kommen, vor allem wenn Spieler häufiger dort hineinschlagen. Manche Golfanlagen lassen es deswegen manchmal komplett weg und errichten stattdessen Aufschüttungen als Schutzzone. Es gibt auch Roughs mit dermaßen starker Vegetation, in denen es nicht mehr möglich ist, einen Ball zu spielen. Diese speziellen Roughs werden dann als sogenannte „Hard Roughs“ bezeichnet.

Unterwegs im Rough

Landet der Ball im Rough, hat der Spieler 5 Minuten Zeit diesen wiederzufinden. Ist dies nicht möglich, wird ein Strafschlag vergeben und man muss an die Position des zuletzt gespielten Balles zurück, wobei man beim Abschlag wieder neu aufteen kann. Der Ball darf sich bei der Suche nicht bewegen und falls doch, muss er exakt an die frühere Position zurückgelegt werden, denn ansonsten drohen 2 Strafschläge. Dieselbe Regel gilt ebenso für das Ansprechen des Balles.

Durch die dichte Vegetation im Rough passieren häufig Verwechslungen zwischen eigenem Golfball und dem des Flightpartners. Deshalb ist es ratsam, die Bälle genau zu untersuchen und notfalls aufzunehmen. Natürlich muss dies vorher kundgetan und die Stelle markiert werden, ansonsten droht ein weiterer Strafschlag. Der Ball darf für die Untersuchung gereinigt werden, aber nur so viel wie nötig. Wird er nicht exakt an die markierte Stelle zurückgelegt, bekommt man 2 Strafschläge zugesprochen.

Es ist verboten die Position des Golfballs zu verbessern, auch wenn man lose hinderliche Naturstoffe wie Zweige und Äste im Rough bewegt. Sollte sich der Ball trotzdem bewegen, droht ein Strafschlag. Wird er nicht an die exakte Stelle zurückgelegt, werden wieder 2 Strafschläge zugesprochen. Es ist im Rough ebenfalls verboten, seinen Stand zu optimieren oder Platz für den Schwung zu schaffen.

Bewegliche Hemmnisse wie Flaschen, Dosen, Rechen usw. dürfen aber aus dem Weg geräumt werden. Ebenso ist es immer erlaubt, den Ball im Rough als unspielbar zu deklarieren.

Gilt ein Ball als verloren oder befindet er sich im Aus, muss derjenige Spieler den Ball mit einem Strafschlag von der Position des letzten Schlages spielen. Wenn ein Ball im Rough in seinem eigenen Einschlagloch steckt, darf man diesen im Gegensatz zum Fairway nicht aufnehmen. Er muss so gespielt werden, wie er vorgefunden wurde.

Noch ein wichtiger Punkt sind die lokalen Regeln einer Golfanlage. Es kann vorkommen, dass sich auf einem Golfplatz beispielsweise ein Biotop befindet. Dieses darf nicht betreten werden. Wurde ein Ball darin versenkt, erhält der Spieler einen Strafschlag. Anschließend muss der Ball an der nächstmöglichen Stelle am Ufer gedroppt werden.


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