Golfschläger und Golfausrüstung

Golfschläger

Der Golfschläger als Sportgerät stellt das wichtigste Utensil beim Golfen dar. Golfer unterscheiden dabei verschiedene Typen von Golfschlägern. Für jede Situation und Spielphase gibt es passende Sportgeräte, die eigens für bestimmte Abschlagpositionen entwickelt worden sind. Der Fachmann unterscheidet dabei zwischen den Arten Holz, Eisen, Wedge, Hybrid, Putter und Chipper.

Golfschläger

Golfschläger

Allgemeines zu Golfschlägern

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Ausführungen von Golfschlägern. Jene, welche über einen Schaft aus Stahl verfügen und solche, deren Schaft aus Graphit hergestellt worden ist. Beide Varianten besitzen ihre eigenen Vor- und Nachteile. Stahlschäfte zum Beispiel ermöglichen dem Spieler die Qualität seines Schlages besser einschätzen zu können. Beim Schlag entstehen Vibrationen die über den Stahlschaft an den Spieler weitergegeben werden. Mittels dieser Vibrationen kann der geübte Spieler die Qualität seines Schlages besser einschätzen und nötigenfalls entsprechende Korrekturen beim nächsten Abschlag vornehmen. So wie der eine Spieler jene starke Vibrationen schätzt, fallen sie dem anderen negativ auf. Aus diesem Grunde gibt es weitaus leichtere, weichere und damit weniger virbrationsanfällige Schäfte aus Graphit. Darüber hinaus ist es mit den leichteren Graphitschlägern möglich, eine höhere Schlaggeschwindigkeit zu erzielen und damit theoretisch weiter zu schlagen. Bezüglich der einzelnen Vor- und Nachteile ist die Golfwelt zweigeteilter Meinung und die Wahl des passenden Schlägermaterials wird maßgeblich durch individuelle Faktoren beeinflusst.

Aufbau eines Golfschlägers

Aufbau eines Golfschlägers

Holz

Driver © somkanokwan - Fotolia.com

Driver © somkanokwan – Fotolia.com

Der als Holz bezeichnete Golfschlägertyp eignet sich am besten dafür, den Golfball über möglichst weite Entfernungen hinweg zu befördern. Das Holz kommt klassischerweise vom Abschlagspunkt selbst oder auf dem Fairway zum Einsatz. Charakteristisch für das Holz ist der große, tropfenförmig geformte Abschlagskopf. Dieser erlaubt es den Schläger mit einer hohen Geschwindigkeit zu schwingen, ohne Gefahr zu laufen den Ball sonderlich falsch zu treffen. Die Spielgerätkategorie Holz teilt sich in verschiedene Formen auf. Der Driver, auch Holz 1 genannt, wird bevorzugt am Abschlagspunkt bei langläufigen Spielbahnen benutzt. Er bietet die größte Schlagfläche und damit potenziell die weiteste, erreichbare Schleuderentfernung. Die nachfolgenden Hölzer werden Fairway-Hölzer genannt und eignen sich besonders für den Abschlag vom Fairway aus. Die Fairway-Hölzern sind dafür optimiert, den unaufgeteeten Ball über eine lange und flache Flugbahn weiterzubefördern.

Eisen

Gilt es mittellange Entfernungen zu überbrücken, wird zum sogenannten Eisen gegriffen. Die in der Regel von 3 bis 9 durchnummerierten Eisen unterscheiden sich in der Schaftlänge und dem Neigungswinkel der Schlägerfläche und Schlägerköpfe. Grundsätzlich gilt, je höher die Nummer desto kleiner der Schaft und der Winkel.

Cavitback, Musleback und Blades

Cavitback, Musleback und Baldes

Die Golfschläger der Kategorie Eisen werden zunächst in zwei verschiedene Typen unterteilt. Die sogenannten „Blades“ und „Cavity Backs“. Cavity Backs sind Schlägerköpfe, die nicht vollends massiv sind, sondern über eine ausgehöhlte Rückwand verfügen. Damit sind diese weitaus einfacher in der Handhabung, da sie die Bälle nicht unbedingt exakt in der Mitte treffen müssen, um einen idealen Flug zu ermöglichen. Blades verfügen nicht über den rückwärtigen Hohlraum und eignen sich eher für fortgeschrittene und professionelle Spieler. Der Vorteil bei den Blades liegt darin, dass sie über eine höhere Abschlagsvibration verfügen und damit dem erfahrenen Spieler eine bessere Qualitätsrückmeldung zum Schlag mitteilen können.

Wedges

Die mit einem größeren Neigungswinkel und einem voluminöser geformten Schlägerkopf ausgestatteten Wedges eignen sich besonders dazu, den Golfball mittels hoher Flugbahn aus schwierigen Positionen Richtung Grün zu befördern. Wedges kommen meistens dann zum Einsatz wenn kurze Entfernungen zwischen 20 und 100 Metern überbrückt werden müssen, der Golfball aus einem Bunker oder über Hindernisse hinweg befördert werden muss.

Sand Wedge und Pitching Wedge im Vergleich

Sand Wedge und Pitching Wedge im Vergleich

Hybrid

Hybrid-Schläger stellen eine Mischung aus Eisen und Holz dar. Der Schlägerkopf ist weitaus voluminöser als bei einem Eisen ähnelt allerdings im Neigungswinkel dem Eisen. Ausgestattet mit der Schaftlänge eines Holzes und dem präziseren Schlägerkopf des Eisens gestattet der Hybrid-Schläger präzise platzierte Distanzschläge.

Chipper

Wenn der Ball kurz vor dem Grün vor einem Hindernis liegengeblieben ist, ist die Zeit des Chippers gekommen. Äußerlich erinnert der Chipper an den Putter verfügt allerdings über einen entsprechend geneigten Schlägerkopf, um den Ball über sehr kurze Entfernung und das Hindernis hinweg auf das Grün zu chippen.

Putter

Ist der Golfball dank der diversen verschiedenen Golfschläger erfolgreich auf das Grün befördert worden, kommt der Putter zum Einsatz. Dieser Schlägertyp dient ausschließlich dazu, den Ball auf dem Grün Richtung Loch anzustoßen. Im Gegensatz zu den anderen Schlägertypen ist es nicht Sinn und Zweck des Putters, den Ball vom Boden abheben zu lassen.


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2 Kommentare

  1. Hallo zusammen,

    vielen Dank für den tollen Mehrwert des Artikels. Allerdings stellt sich mir die Frage, ab wann man sich einen Hybrid-Golfschläger zulegen sollte? Wie ist Ihre Meinung zu dem Thema?

    Gerne würde ich einen Artikel zu dem Thema auf meiner Website erstellen und würde mich über eine Antwort freuen. Meine Website beschäftigt sich rund um das Thema Golf, diese finden Sie hier.

    Beste Grüße aus Düsseldorf 🙂

  2. Hallo Sandro!

    Zum Hybrid findest Du hier mehr Infos: https://golfstun.de/glossar/hybrid/

    Ich glaube nicht, dass es ein Kriterium gibt, das ausschlaggebend dafür ist, „ab wann“ Du Dir einen Hybrid-Schläger zulegen solltest. Zunächst solltest Du keine Abneigung gegen ein Hybrid haben (soll es geben). Wenn das der Fall ist, probiere es einfach aus. Spielt sich auf jeden Fall deutlich einfacher als ein langes Eisen.

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