Golf-Glossar Golfspiel und Golfregeln
Unspielbarer Ball
Liegt ein Ball in besonders schlechter Lage, kann er durch den Spieler selbst für unspielbar erklärt werden. Dies kann jederzeit durch den Spieler erfolgen und Bedarf keiner Zustimmung durch Dritte (Regel 19).
Wenn ein Spieler einen Ball für unspielbar erklärt, erhält er einen Strafschlag und muss den Ball droppen. Dies wirkt sich auf den Punktestand des Spielers aus und sollte bei der Entscheidung, den Ball für unspielbar zu erklären, berücksichtigt werden.
Wurde ein Ball für unspielbar erklärt, bekommt der Spieler einen Strafschlag und muss den Ball droppen:
- Von der letzten Stelle des Schlages (innerhalb einer Schlägerlänge, nicht näher zum Loch)
- Innerhalb von 2 Schlägerlängen, wo der Ball zur Ruhe gekommen ist - jedoch nicht näher zum Loch
- Auf der rückwärtigen Verlängerung der Loch-Ball-Linie (innerhalb einer Schlägerlänge)

Unspielbarer Ball im Bunker
Es gibt verschiedene Gründe, einen Ball im Bunker für unspielbar zu erklären. Wenn der Ball in einer besonders schwierigen Lage im Bunker liegt, zum Beispiel in einem tiefen, schwer zu spielenden Bereich, könnte es schwierig sein, den Ball ohne Strafschläge zu spielen. Es handelt sich um eine Risikobewertung: Wenn das Risiko den Ball aus dem Bunker zu spielen, höher ist als der potenzielle Nutzen, sollte der Ball für unspielbar erklärt werden.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Erklärung eines Balls für unspielbar zusätzliche Strafschläge erfordert. Der Spieler muss daher sorgfältig abwägen, ob es sich lohnt, den Ball für unspielbar zu erklären oder ob es besser ist, ihn zu spielen und das Risiko von Strafschlägen zu minimieren.
Wird der Ball im Bunker für unspielbar erklärt, erhält man zwei Strafschläge, wenn der Ball auf der Linie zurück UND außerhalb des Bunkers gedroppt wird. Innerhalb des Bunkers oder an der Stelle des letzten Schlages gibt es nur einen Strafschlag.

