GOLFSTUNDE

Der Weg zur Platzreife – Der Einstieg für Hobbygolfer

Mike
Über den Autor
Mike entdeckte 2015 das Golfen für sich und betreibt es seitdem mit Enthusiasmus und Leidenschaft.

Es gibt verschieden Wege, um zum Golfen zu kommen, sei es das Interesse an einer faszinierenden Sportart, ein Impuls im Urlaub, durch Freunde, oder einfach nur Spaß.

Vor den Spaß hat der Deutsche Golf Verband (DGV) eine kleine Hürde gesetzt: die Platzreife.

Hierfür gibt es zwei Gründe: zum einen soll der Golfer wissen, was es für Spielregeln gibt und wie diese anzuwenden sind, um sich und andere Spieler nicht zu gefährden. Zum anderen soll für einen reibungslosen Ablauf gesorgt werden, damit es nicht zu Verzögerungen kommt. Mit einer Platzreife wird dem Golfer bescheinigt, dass er eine Art Grundausbildung bekommen hat und weiß, wie man sich auf dem Platz und anderen Golfern gegenüber sportlich und respektvoll verhält. Die Platzreife bedeutet nicht, dass man (gut) Golfspielen kann!

Ein Kurs zur Erlangung der Platzreife gliedert sich in einen Theorie- und einen Praxisteil.

Der Theorieteil vermittelt dem Golfer ein Grundwissen über Regeln und Etikette, im Praxisteil erlernt man die wichtigsten Techniken, wie Griff und Golfschwung. Platzreife-Kurse unterscheiden sich je nach Golfschule/Golfclub. Es gibt Kurse mit einigen wenigen Unterrichtsstunden und Kurse über mehrere Tage und Wochen. So gibt es beispielsweise Platzreifekurse in Berlin bereits ab 119 Euro. Welcher Kurs der richtige ist, hängt natürlich auch vom eigenen Trainingsstand und den Vorkenntnissen ab.

Der Vollständigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, dass man für eine Platzreife nicht Mitglied in einem Golfclub sein muss, da diese unabhängig davon ist. Auch kennt man in vielen Ländern, wie zum Beispiel den USA, Kanada, Australien, Irland und selbst Großbritannien, das Heimatland des Golf, so etwas wie eine Platzreife nicht. Dort gilt: Wer sich nicht ordentlich benimmt, fliegt vom Platz! Andersherum kann man aber auch sagen, dass ein Platzreife-Kurs eine solide Basis darstellt, das dies nicht passiert!

Theorie: Etikette und Golfregeln

Der theoretische Teil der Platzreife umfasst hauptsächlich zwei Themen, die vermittelt werden: die allgemeinen Golfregeln und die Golfetikette.

Bei den Golfregeln, werden dem angehenden Golfer die wichtigsten Golfregeln näher gebracht: Wie wird gezählt, was passiert, wenn der Ball ins Aus geschlagen wurde oder in einer Penalty Area liegt. Was ist überhaupt eine Penalty Area und wie unterscheidet sie sich von einem Bunker? Eine solide Kenntnis der Golfregeln kann einem Spieler auch helfen, wie man die Regeln richtig anwendet und auch das Spiel vereinfachen kann.

Die Etikette vermittelt dem Golfer, wie man sich auf dem Platz, und seinen Mitspielern gegenüber sportlich und respektvoll verhält. Auch, wie man das Spiel nicht unnötig verzögert, andere Spieler nicht behindert oder gar gefährdet.

Die Theorie wird hauptsächlich mit Hilfe der offiziellen Regelbücher des DGV im Unterrichtsraum vermittelt. Andere Teile werden direkt auf dem Golfplatz oder der Driving Range anschaulich gelehrt.

Der praktische Teil der Platzreife

Da der Bewegungsablauf des Golfschwunges eine koordinative Höchstleistung und zu den komplexesten Bewegungen aller Sportarten zählt, ist es während eines Platzreife-Kurses nicht möglich, einem Anfänger zu einem perfekten Schwung zu verhelfen. Vielmehr geht es darum, die wichtigsten Grundtechniken zu vermitteln. Wie greife ich den Schläger richtig, wie verwende ich die verschiedenen Schläger. Hier heißt es dann für den Golfer: üben, üben, üben!

Tipp: Online-Kurs »Golfschwung für Anfänger«

In verschiedenen Situation wird bei Übungen mit dem Pro das Verhalten auf dem Platz demonstriert, bei denen die Regel- und Etikettekenntnisse geschult werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Spielgeschwindigkeit. Hier haben Anfänger oft am meisten Probleme, weil man sich auf gut gebuchten Golfplätzen sehr gehetzt fühlen kann, wenn die nachfolgende Gruppe »drückt«. Hier können die Leitideen von »Ready-Golf« helfen, das ja seit kurzem gespielt werden soll.

Platzreife-Prüfung

Wenn man fleißig gelernt und geübt hat, steht die Prüfung an. Alle Teile der Prüfung werden in der Regel an einem Tag durchgeführt. Meist beginnt diese mit dem schriftlichen Teil, der aus einem Multiple-Choice-Test besteht.

30 Fragen sind in 30 Minuten, auch mit Hilfe des offiziellen Regelbuchs, zu lösen. Aufgeteilt sind diese in 15 Fragen zu den allgemeinen Regeln, 12 zur Golfetikette und drei beschäftigen sich mit dem allgemeinen Golfspiel. Hat man diesen Test erfolgreich absolviert, geht es mit mit der praktischen Prüfung weiter. Wie genau diese aussieht, ist von Club zu Club unterschiedlich. Üblicherweise wird mit dem Prüfer eine 9-Loch-Runde mit einer fiktiven Vorgabe von »Handicap -54« gespielt: Es wird eine bestimmte Punktzahl vorgegeben, die erreicht werden muss. Auf der Runde wird auch geprüft, ob der Spieler die Golfregeln und die Etikette richtig anwendet.

Ist auch dies geschafft, bekommt man eine Urkunde, die einem bestätigt, dass man die Platzreife erlangt hat. Ein offizielles Handicap bekommt aber noch nicht, sondern erst einmal ein »PR« für Platzreife!

Wie geht’s weiter?

Mit der offiziellen Platzreife darf der Neu-Golfer jetzt auf den vielen Golfplätzen Golf spielen. Um auf fast allen Plätzen spielen zu können, ist eine Golfmitgliedschaft notwendig. Es gibt auch einige wenige sehr anspruchsvolle Plätze, die eine Handicap-Vorgabe haben, so dass man erst ein bestimmtes Handicap erreicht haben muss, um dort spielen zu dürfen.

Das Handicap kann durch EDS-Runden oder durch Teilnahme an Turnieren runtergespielt werden. Damit das Handicap ordentlich geführt wird, braucht es allerdings die Mitgliedschaft in einem Club. Wer dabei besonders viele unterschiedliche Plätze spielen möchte und keinen Wert auf einen Heimatclub legt, ist mit einer Mitgliedschaft bei der VcG oder einer Fernmitgliedschaft gut beraten. Die günstigste Fernmitgliedschaft Deutschlands gibt es aktuell auf fernmitglied.de für 49,90 Euro pro Jahr.

In vielen Golfclubs gibt es Anfänger-Turniere, sogenannte »Tiger-and-Rabbit-Turniere«, die speziell für Anfänger ausgelegt sind. Ein erfahrener Spieler (»Tiger«) ist zusammen in einer Gruppe mit einem oder mehreren Anfängern (»Rabbits«) und unterstützt diese Spieler ein wenig auf der Runde, um Spielerfahrung zu sammeln.

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