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Die neue Handicap-Berechung – So funktioniert das World Handicap System

Christophe
Über den Autor
Christophe hat GOLFSTUN.DE in's Leben gerufen, um anderen Golfern den Einstieg in den Golfsport zu erleichtern.

Ab der Saison 2021 wird in Deutschland das World Handicap System eingeführt. Nicht nur, dass die Berechnung der Handicaps umgestellt wird, es müssen auch alle bestehenden DGV-Handicaps in den neuen »World Handicap Index« umgerechnet werden. Dies wirft eine Menge Fragen auf.

Was ist das World Handicap System?

Das World Handicap System ist ein weltweit einheitliches Vorgabesystem zur Ermittlung der Spielstärke von Golferinnen und Golfern. Die Spielstarke wird in Form eines Handicaps (»World Handicap Index«) ausgedrückt.

Was ist der größte Unterschied zum bisherigen Handicap-System?

Der größte Unterschied ist, dass der World Handicap Index keine Ergebnisse berücksichtigt, die weiter zurück liegen als die der letzten 20 handicap-relevanten Runden. Ein wesentliches Merkmal des World Handicap Index ist es also, dass das Handicap stärker die aktuelle Form eines Spielers wiederspiegelt. Außerdem basiert der World Handicap Index ausschließlich auf den Ergebnissen der besten acht Runden, so dass eine schlechte Runde nicht zwangsläufig zu einer Verschlechterung des Handicaps führt (sofern das Handicap besser als -26,5 gewesen ist, da nur hier Verschlechterungen möglich sind).

Ab wann gilt das neue World Handicap System?

Das World Handicap System tritt in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab  2021 in Kraft.

Wieso gibt es überhaupt eine Umstellung?

Weltweit gibt/gab es sechs unterschiedliche Handicap-Systeme. In Europa galt das EGA-Handicap-System, das als Rahmen für das in Deutschland angewandte DGV-Vorgabensystem diente. Die Berechnung des Handicaps (in Deutschland die DGV-Stammvorgabe) war demnach von Land zu Land unterschiedlich und damit nicht vergleichbar.

Da die Golfregeln weltweit einheitlich sind, haben die internationalen Golfverbände beschlossen, auch die Berechnung des Handicaps global zu vereinheitlichen.

Dies ermöglicht es, das Handicap aller Golferinnen und Golfer weltweit vergleichbar zu machen und auch die Berechnung handicap-relevanter Runden im Ausland zu vereinfachen.

Was bleibt unverändert?

Folgende Punkte bleiben erhalten:

  • Es gibt weiterhin Handicaps ab -54 (Neu ist hingegen, dass dies weltweit gilt!)
  • Handicaps bis -26,5 können sich nicht verschlechtern
  • Course Ratings gibt es weitherin (CR- und Slope-Wert)
  • 9 Loch-Runden bleiben vorgabewirksam
  • Privatrunden sind nur nach vorheriger Anmeldung handicap-relevant (EDS-Runde)
  • Handicaprelevante Spielformate: Zählspiel, Stableford, Maximum Score, Par/Bogey

Was ändert sich?

Folgende Punkte verändern sich:

  • Das Handicap folgt aus einer Durchschnittsberechnung (»Average System«) anstelle einer schrittweisen Handicap-Fortschreibung (»Incremental System«).
  • Die »EGA-Vorgabe« wird durch den »World Handicap Index« ersetzt.
  • Der Begriff »vorgabewirksam« wird durch »handicap-relevant« abgelöst.
  • Es gib keine Vorgabeklassen, keine Pufferzonen sowie keine Herab- und Heraufsetzungsmultiplikanden mehr.
  • Registrierte Privatrunden (EDS) sind für alle Handicaps möglich.
  • Auch handicap-relevante 9-Loch-Runden sind für alle Handicaps vorgesehen.
  • Einzel-Zählspielturniere sind immer handicap-relevant und können nicht mehr als »nicht vorgabewirksam« ausgeschrieben werden.
  • Das Course Rating kann bei schlechtem Wetter angepasst werden.
  • Zur Handicap-Berechnung werden keine Stableford-Punkte mehr herangezogen.

Bei einer Handicap-Berechnung ohne Stableford-Punkte zählen zukünftig alle Schläge?

Vorab sollte festgehalten werden, dass es weiterhin Turniere geben darf, bei denen der Sieger mit dem Stableford-System ermittelt wird. Die Stableford-Punkte sind jedoch nicht mehr die Grundlage zur Berechnung des Handicaps.

Das heißt aber nicht, dass ein missglücktes Ergebnis einer einzelnen Bahn das Handicap übermäßig in Mitleidenschaft ziehen wird! Das World Handicap System sieht bei der Berechnung vor, dass »gestrichene« Löcher bzw. Löcher mit einem sehr hohen Score maximal mit einem »Netto-Double-Bogey« gewertet werden.

Beispiel

Ein Spieler hat ein Handicap von -36 und auf einem PAR 5 eine persönliche Vorgabe von 2 (dargestellt durch die Anzahl der Striche auf der Scorekarte). Das »persönliche PAR« bzw. das Netto-PAR des Spielers ist 7 (PAR 5 + Vorgabe 2). Sollte ein schlechterer Score als eine 9 erzielt werden (7+2 = Netto-Double-Bogey), fließt für diese Bahn dennoch nur eine 9 in die Handicap-Berechnung ein.

Das bedeutet übrigens weiterhin, dass der Ball aufgehoben und das Loch gestrichen werden kann, wenn kein Netto-Double-Bogey mehr erzielt werden kann und das Spielformat es zulässt (im Zählspiel werden bspw. Löcher immer zu Ende gespielt).

Wie berechnet sich der World Handicap Index?

Der World Handicap Index berechnet sich aus den besten acht Ergebnissen der letzten 20 handicap-relevanten Runden (wie die Berechnung bei weniger als 20 Runden erfolgt, steht weiter unten).

Da es keine inkrementelen Veränderungen mehr auf Basis von Stableford-Punkten gibt, kommt eine neue Berechnungsgröße ins Spiel: Der Score Differential (SD).

Um den Score Differential zu ermitteln, wird das gewertete Bruttoergebnis ins Verhältnis zur Platzvorgabe und Schwierigkeit des Platzes gestellt.

Das gewertete Bruttoergebnis ist die Summe der benötigten Schläge pro Loch, wobei kein Bahnergebnis schlechter als Netto-Double-Bogey gewertet wird (siehe oben).

Die Formel für den Score Differential lautet also:

([Gewertetes Bruttoergebnis] – [Course Rating]) / [Slope] x 113

score differential - Die neue Handicap-Berechung – So funktioniert das World Handicap System

Es kann vorkommen, dass ein Korrekturwert in die Berechnung einfließt (siehe weiter unten).

Beispiel

Du hast auf einem Platz mit einer Vorgabe von 72 (PAR 72) ein gewertetes Bruttoergebnis von 102 Schlägen erzielt. Das Course-Rating liegt bei 70,6 und der Slope (die Schwierigkeit des Platzes) bei 126. Beide Werte findest Du auf der Scorekarte. Der Durchschnitts-Slope liegt immer bei 113.

(102 - 70,6) / 126 x 113 ≈ 28,2

Der Score Differential für diese Runde liegt also bei 28,2.

Der World Handicap Index berechnet sich aus dem Durchschnitt der besten acht Differential Scores aus den letzten 20 handicap-relevanten Runden.

Was passiert mit meinem aktuellen Handicap?

Da die Berechnung des World Handicap Index komplett unterschiedlich zur bisherigen EGA-Vorgabe ist, gibt es keine Umrechnungsformel, sondern jedes bisherige Handicap muss neu ermittelt werden. Die Neu-Berechnung des Handicaps (World Handicap Index = WHI) ist recht kompliziert.

Wichtig

Bei Handicaps bis -26,5 wird es keine automatischen Verschlechterungen geben.

Basierend auf den Ergebnissen der letzten vier Jahren erfolgt die einmalige Neu-Berechnung. Hier werden die besten acht Ergebnisse der letzten 20 handicap-relevanten Runden aus dem Stammblatt berücksichtigt (nur Ergebnisse ab Januar 2017). Da die meisten Spieler weniger als 20 handicap-relevanten in den letzten vier Jahren gespielt haben, übernimmt das aktuelle Handicap die Funktion eines »Ankerergebnis« (das Ankerergebnis dient als fiktives Ergebnis für fehlende Runden), damit mögliche Veränderungen im Handicap nicht zu gravierend sind. Diese Reglung hat übrigens zur Folge, dass Du Dein bisheriges Handicap behältst, wenn Du in den letzten vier Jahren gar keine handicap-relevanten Runden gespielt haben solltest.

Wer genau wissen möchte, wie die einmalige Neu-Berechnung durch den DGV erfolgt, findet hier demnächst ein offizielles Video vom Deutschen Golf Verband mit Beispielen.

Wichtiger Hinweis

Solltest Du Deinen neuen World Handicap Index selbst berechnen wollen, solltest Du berücksichtigen, dass ein »gestrichenes Loch« mit einem Netto-Double-Bogey (PAR + 2 + Deine Vorgabe bei dem Loch) in den Rundenscore einfließt. Dies ist auch der Fall, wenn Dein Score an einem Loch höher als ein Netto-Double-Bogey sein sollte.

Gibt es keine Stableford-Turniere mehr?

Doch, die gibt es weiterhin und die Berechnung der Stableford-Punkte zur Ermittlung der Turnier-Sieger bzw. der Turnier-Rangliste bliebt identisch. Jedoch spielen die erzielten Stableford-Punkte für die Berechnnung des Handicaps keine Rolle mehr. Das Handicap wird wie oben beschrieben ermittelt.

Wie werden 9-Loch-Runden gewertet?

Wie bisher auch, werden bei handicap-relevanten 9-Loch-Runden die für eine 18-Loch-Runde fehlenden Löcher hochgerechnet. Dies geschieht wie folgt:

  1. Das Ergebnis der neun Löcher wird ermittelt
  2. Es werden die neun Netto-PARs kalkuliert. Dies wird für die gespielten Bahnen gemacht (also auf einem 18-Loch-Platz werden NICHT die Back Nine genommen!).
  3. Zum gespielten Ergebnis wird die Summe der kalkulierten Netto-PARs sowie ein zusätzlicher Schlag dazu addiert. Dies ist das »gewertete Brutto-Ergebnis«.
  4. Nun wird die Formel zur Berechnung des »Score Differential« angewandt (siehe weiter oben).

Beispiel

Dein gewertetes Brutto-Ergebnis (jede Bahn wird maximal mit Netto-Double-Bogey gewertet) für die ersten neun Bahnen liegt bei 51 Schlägen. Deine persönliche Vorgabe betrug 17 Schläge und die neun Löcher hatten eine Platzvorgabe von PAR 36. Dein gewertetes Brutto-Ergebnis beträgt errechnet sich wie folgt: 51+36+17+1 = 105.

Um den Einfluss auf das Handicap zu bestimmen, muss noch der Score Differntial berechnet werden (siehe oben).

Wie wird das Wetter im World Handicap System berücksichtigt?

Nicht direkt, sondern nur algorithmisch auf Basis der erwarteten Ergebnisse. Das bedeutet, dass ein Berechnungssystem analysiert, ob das gesamte Teilnehmerfeld unter oder über seinen üblichen Fähigkeiten abgeschnitten hat. Ist dies der Fall, wird Berechnung des Handicaps automatisch angepasst.

Was passiert mit abgebrochenen Runden?

Wird eine unvollständige Scorekarte abgegeben, obliegt es der Spielleitung, wie zu verfahren ist. Wurden mindestens 9-Löcher gespielt, können die Ergebnisse zur Handicap-Berechnung herangezogen werden (damit ist nicht die Turnier-Wertung gemeint!). Um »handicap-schonendes Abbrechen« bei schlechten Zwischenständen zu unterbinden, kann die Spielleitung einen »Penalty Score« vergeben.

Kann es zu bösen Überraschungen oder großen Handicap-Sprüngen kommen?

Da immer der Durchschnitt der besten acht Ergebnisse der letzten 20 Runden zur Handicap-Berechnung herangezogen wird, kann es durchaus vorkommen, dass sich Dein Handicap verschlechtert, obwohl Du es in Deiner letzten Runde eigentlich gespielt hattest. Das kann zum Beispiel dann passieren, wenn eine sehr gute Runde aus den letzten 20 Ergebnissen »geflogen« ist.

Solltest Du mindestes 20 handicap-relevante Ergebnisse in Deinem Stammblatt haben, wird für Dich ein »Low Handicap Index« ermittelt. Das ist Dein niedrigster World Handicap Index der letzten 365 Tage. Dieser Low Handicap Index dient als Puffer, falls sich Dein Handicap im Laufe des Jahres um drei oder mehr Schläge verschlechtern sollte (im Vergleich zum Low Handicap Index). In diesem Fall wird der weitere Anstieg des Handicaps um die Hälfte reduziert. Dieses Verfahren nennt sich »Soft Cap«. Außerdem kann sich innerhalb eines Jahres Dein Handicap maximal um fünf Schläge verschlechtern (auch hier dient wieder der Low Handicap Index als Referenz). Dieser Mechanismus nennt sich »Hard Cap«.

Bei außergewöhnlich guten Runden (7 Schläge besser als das Handicap), wird Dein World Handicap Index zusätzlich um einen Schlag reduziert. Bei Scores, die sogar 10 oder weniger Schläge besser als Dein Handicap sind, bekommst Du einen Bonus von -2 Schlägen auf Dein Handicap. Dieser Bonus wird für die nächsten 20 Runden berücksichtigt.

Wie wird der World Handicap Index berechnet, wenn ich Golf-Anfänger bin und weniger als 20 handicap-relevante Runden gespielt habe?

Wenn Du mit dem Golfen anfängst und erstmalig handicap-relevante Runden spielst, hängt die Anzahl der berücksichtigten besten Ergebnisse von der Anzahl der gespielten Runde ab:

Anzahl Ergebnisse im Stammblatt Berechnung des WHI / Gewertete Score Differentials Anpassung
1 - 3 Das niedrigste Ergebnis -2,0
4 Das niedrigste Ergebnis -1,0
5 Das niedrigste Ergebnis keine
6 Durchschnitt aus den besten 2 -1,0
7 - 8 Durchschnitt aus den besten 2 keine
9 - 11 Durchschnitt aus den besten 3 keine
12 - 14 Durchschnitt aus den besten 4 keine
15 - 16 Durchschnitt aus den besten 5 keine
17 - 18 Durchschnitt aus den besten 6 keine
19 Durchschnitt aus den besten 7 keine
20 Durchschnitt aus den besten 8 keine

Wie sind die Meinungen zum neuen World Handicap System?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du Deine Erfahrungen und Meinung zum neuen World Handicap System in die Kommentare schreiben würdest! 🙂

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39 Comments
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Rolf

Lieber Christophe
Besten Dank für deine ausführlichen und klaren Erläuterungen zum neuen HCP. Ein Punkt ist mir noch nicht ganz klar.
Zurzeit habe ich ein HCP von 36 und dies wird mit der Umstellung nicht schlechter.
Aber was passiert ab 2021 wenn ich schlechtere Runden spiele? Verschlechtert sich mein HCP in Zukunft (was ja eigentlich logisch wäre)?
Und was bedeutet dies dann für meine Möglichkeit auf Plätzen zu spielen, die aktuell ein HCP von 36 verlangen? Weiss man hier schon mehr?
Vielen Dank für die Antwort.
Gruss, Rolf

Lars

Ich finde es sehr gut, dass sich das HCP mehr an der tatsächlichen aktuellen Spielstärke orientiert. Problematisch find ich nur, dass man die Berechnung nicht mehr wirklich nachvollziehen kann.
Früher haben wir über CBA etc. diskutiert und jetzt kommen Dinge wie Soft Cap, Hard Cap usw. Nachvollziehbar scheint das nicht wirklich.
Egal, damit ist auf jeden Fall für ausreichend Gesprächsstoff für die nächsten Jahre gesorgt. 🙂

Tom

Ich habe zwar noch keine Erfahrung mit dem WHS, jedoch erscheint mir das System besser als das herkömmliche EGA. Es spiegelt Leistungsveränderungen einfacher und schneller wider, gerade bei niedrigen Hcps. Zudem könnte ich mir vorstellen, dass man in Turnieren weniger gestresst ist, da an einem schlechteren Tag einer Pufferzone keine Beachtung mehr geschenkt werden muss.

Herbert

Hallo, ich gehöre zu den "Golfanfängern" und betreibe seit Frühjahr 2019 diesen schönen Sport. Gerne nutze ich die Gelegenheit zu zwei Fragestellungen. Ich habe mich vor wenigen Tagen von 33,0 auf das Handicap -32,5 verbessert. In den beiden zurückliegenden Spieljahren habe ich sicherlich mehr als 20 vorgabewirksame Turniere gespielt. Wenn ich mir die besten 8 Turniere ansehe, dann habe ich auch Turniere dabei, bei denen ich mein jeweiliges Handicap mit 28-35 Stabelford Punkten verfehlt habe. Soweit ich die neue Berechnung verstehe, wird mein neues Handicap in 2021 sicherlich schlechter als 32,5 aussehen. Ist das so? Die bisher erreichten 32,5 entsprechen… Weiterlesen »

Tom Kuschel

Moin Christophe,
kann ich mein Handicap über -26,5 auf den neuen Wert hochsetzen lassen? Z.B. wenn der WHI um 3 oder 4 höher ist als mein aktuelles Handicap.
Vielen Dank im Voraus

Olaf Genth

Sehr gut, ausführlich und vor allem sachlich erklärt, vielen Dank dafür. Ich freue mich auf die Umstellung, weil ich das syst für gerechter und damit auch sinnvoller halte. Ich werde wieder etwas hochgehen, aber das passt schon - gibt es wieder mehr Potential für eine Verbesserung. Dass man jetzt nach einer Runde nicht selbst sofort rechnen kann, ob und wie man sich unterspielt hat, daran werden sich einige gewöhnen müssen, aber letztlich wirft der Computer das Ergebnis ja trotzdem spätestens zur Siegerehrung aus. Eine Sache, von der ich denke, dass viele es bisher überlesen haben, ist die Info, dass es… Weiterlesen »

Andreas Ernst

Hallo, was passiert wenn man gar keine Turniere oder EDS Runden mehr spielt?

Martin Schütt

Möglicherweise könnte diese Berechnung, die etwas undurchsichtig ist, tatsächlich dazu führen, dass die Turnierteilnehmer wesentlich entspannter an das Spiel herangehen. Vielleicht hören viele auch mit dem mitzählen und rechnen auf, was sie schlagen müssten und was passiert, wenn Situation X auftritt. Also Sportmentalcoach mit Schwerpunkt Golf begrüße ich das erst einmal sehr, denn wie viele Artikel habe ich schon auf http://www.mentaltraining-golf.de geschrieben, um den Spielern nahe zu legen, das mitzählen und taktieren im Kopf zu unterlassen und sich einzig und allein auf das spielen am entsprechenden Loch zu konzentrieren. Ich bin gespannt, wie die Golfer nach der Saison 2021 über… Weiterlesen »

Mark Niendorf

Sehr gute Beschreibung.
Ich finde es problematisch, dass man keine Einzelturniere mehr nicht Handicaprelevant spielen kann. Insbesondere für Touristisch geprägte Anlagen mit Golfgruppen wird die Umsetzung schwierig. Da in Deutschland das Handicap auch viel mit Status zu tun hat und viele Spieler/innen nicht den Vorteil sehen, das das WHI eine aktuellere Abbildung ihrer Spielstärke ist, werden die Teilnehmerzahlen bei Turnieren zurück gehen.

Schmidt

Was ist bei Clubwechseler ?
Habe Akt. Nur 4 ( inkl EDS ) Turniere in meinem Stammblatt ! Werden die Ergebnisse des alten Stammblattes ebenfalls berücksichtigt ?

Helmut Queckenstedt

Ja, die werden berücksichtigt.

Eliane Schlieper

Hallo Christoph, danke für diesen ausführlichen Text. Seit September lebe ich wieder in Portugal und hier wird das WHI seit August diesen Jahres angewandt. Ich musste meinem portugisischen Club ein sehr ausführliches Stammblatt zusenden. Dieses Stammblatt konnte nur von meinem eigenen Golfclub in Deutschland erbracht werden. Ich konnte es nicht selbst aus myGolf herausziehen. (Das fand ich sehr umständlich und der Club war auch nicht glücklich damit) Ich spiele also seit September mindestens dreimal in der Woche ein Turnier. Jedes weitere Spiel das ich spiele, trage ich als EDS Runde ein. Das funktioniert folgendermaßen: ich trage vor der Runde, auf… Weiterlesen »

Last edited 1 Monat zuvor by Eliane Schlieper
Jochen

Hallo Christophe, danke für die Erläuterungen, die ich mir teilweise auch schon mühsam zusammen gesucht habe. Grundsätzlich finde ich es gut, dass das HCP eher das durchschnittliche Spielniveau darstellt, als das mögliche Potential (so habe ich das bisherige System eher gesehen). Komisch ist natürlich, dass es nun vorkommen kann, dass ich mich eigentlich "unterspiele" (z.B. 2 Schläge besser als meine Vorgabe), aber sich mein WHI trotzdem verschlechtert, weil ein noch besseres Ergebnis von vor 3 Jahren (z.B. 4 unter Vorgabe) rausfällt. Viele Grüße, Jochen

Hauke

Hi, vielen Dank für den Artikel.

Zu den 9-Loch-Runden habe ich eine Frage:

Du schreibst: "Dein gewertetes Brutto-Ergebnis beträgt errechnet sich wie folgt: 51+36+17+1 = 105."

Wenn ich also mit einer Spielvorgabe von 11 auf unserem Platz 9 Löcher vorgabewirksam spielte und eine Par-Runde schaffte, dann wäre die Rechnung so:

36+36+11+1 = 84

Ich würde trotz einer Par-Runde über 9 Loch 84 als Brutto Ergebnis gewertet bekommen. Das wäre dann keine Verbesserung des Handicaps für mich.

Denke ich falsch, ist dort ein Fehler in Deiner Formel oder sollte man nie wieder 9 Loch spielen?

Vielen Dank und viele Grüße

Roland

Lieber Christophe,
Danke für die ausführliche und gute Erklärung.
Endlich ein einheitliches System.
Ich bin auch Mitglied in Südafrika und spiele dieses System bereits seit Jahren. Dort kommen allerdings alle gespielte Runden in die Wertung (8 aus 20) es sei den ich gebe " no return" ein. Das Handycup passt sich viel schneller der augenblicklichen Spielstärke an.
Gruß Roland

Uwe

Lieber Christophe, vuelen Dank für Deine aysführlichen Erklärungen, die sicherlich viel Licht ins Dunkel bringen. Nach meiner Ansicht wird hier ein riesen grosser Schaden angerichtet, der gerade den kleinen Clubs eine kaum noch messbare Beteiligung an Turnieren bescheren wird. Warum? Bis dato konnte man sich auf der Runde ausrechnen, wo man mit seinem HCP liegt. Vielen geht es nicht um das Gewinnen des Turniers, sondern um die HCP Verbesserung. Und da in vielen Clubs die EDS Runden ein Geschmäckle haben, soielt man in geselliger Runde Turniere. Das wird sich in 2021 ändern. Hinzu komnt, dass man momentan bei einer schlechten… Weiterlesen »

Peter Koch

Die Berechnung ist so kompliziert, dass das selbst für Programmierer fast unmöglich sein wird das in ein System zu bringen. Was soll der ganze Quatsch? Nur damit es weltweit EinheitlichEinheitliches, ist der Aufwand zu groß. Der Nutzen ist nicht erkennbar!

Joerg Staller

Hallo, vielen dank für den Artikel, jetzt hab ich das ( glaube ich ) auch komplett verstanden.
Ich hab mal spaßeshalber etwas gerechnet mit meinem Netto PAR als fiktivem Ergebnis in einer 18 Loch, front 9 und back 9 Runde auf meinem Heimatgolfplatz. Ich war sehr erstaunt, dass die Score Differentials doch sehr unterschiedlich waren. Front Nine 32,4 gegen back nine 35,8 und 18 Loch 33,3. Bin mal gespannt wie sich das alles auswirkt.
Grüße
Jörg

Philipp

Hi Christophe
Bei mir verbleibt im Moment nur die Frage der Umstellung des aktuellen Hcps für 2021: Ich habe Hcp 13,7 und nur 4 vorgabewirksame Runden gespielt (keine Zeit für Turniere ...), eine davon eine Traumrunde mit Hcp 6. Wo lande ich mit meinem Start-Hcp für 2021; wird nur diese eine beste Runde gewertet?
Beste Grüße, Philipp

Thomas

Nicht ganz. Es wird von den vier Runden nur die Beste gezählt und dann kommt noch der Ausgleich von zwei Punkten hinzu. Bei 6 über Par als beste Runde kann dann durchaus ein 4er WHI dabei rauskommen. (Score-CR)*113/Slope = 6,x , dann zwei Ausgleichsschläge ab und man ist bei -4,x

Jo Ehm

Hallo Christophe, wenn man weniger als 20 Ergebnisse in seinem Stammblatt hat, ist es dann nicht genau genommen so, dass ggf. noch ein Ausgleichswert auf das niedrigste Ergebnis draufgeschlagen wird? Und zwar bei 1-3 Ergebnissen -2, bei 4 Ergebnissen -1 sowie auch bei 6 Ergebnissen zum Durchschnitt der besten zwei -1. Wäre prima, wenn du die Tabelle oben noch entsprechen erweitern und erläutern könntest. Ansonsten: prima Zusammenfassung, habe ich selten so gut gelesen 😉

Jo Ehm

Hallo Christophe, kannst du noch ein wenig mehr zu diesem Bonus für außergewöhnlich gute Runden bezogen auf das Handicap sagen? Ich habe das bisher nirgendwo außer hier bei dir gelesen. Das wäre ja dann doch nochmal eine inkrementelle Komponente, die einen ja durchaus nach oben katapultieren kann. (Hintergrund: ich habe/hatte aktuell -20,9 und hatte mir ausgerechnet, dass ich mit WHC dann -22,6 haben werde - erwartungskonform. Nun führt mich mein Club plötzlich mit -18,2. Ich hatte tatsächlich in den letzten 20 Runden einmal 46 und einmal 48 Stableford-Punkte, also mehr als 10 Schläge besser als das damalige Handicap)

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