Länge beim Pitchen trainieren
Viele Golfer schlagen ihr Wedge nur in einer vollen Bewegung – aber wie oft brauchst Du wirklich den vollen Schlag auf dem Platz? Wahrscheinlich selten. Viel öfter musst Du den Ball 30, 40 oder 60 Meter weit schlagen – also mit halben oder dreiviertel Schwüngen. Und genau da hapert es bei vielen: Die Länge stimmt einfach nicht. Das lässt sich aber gezielt trainieren.
Die Perlenketten-Übung: So funktioniert’s
Stell Dir vor, Du möchtest auf der Driving Range eine "Perlenkette" aus Bällen legen – einer nach dem anderen, jeder kürzer als der vorherige. Das Ziel ist nicht die Richtung, sondern die Länge. Und das Beste: Diese Übung funktioniert auch wunderbar, wenn ein Bunker im Weg ist – das sorgt zusätzlich für den mentalen Trainingseffekt.
- Wähle eine Zielrichtung: Richte Dich z. B. auf eine Fahne oder ein sichtbares Ziel im Hintergrund aus.
- Starte mit einem mittellangen Pitch: Etwa 70 m, je nach Schläger und Können.
- Führe einen bewussten Probeschwung aus: Schaffe Dir ein Gefühl für die Länge, die Du gleich schlagen willst.
- Schlage den ersten Ball: Nicht zu lang, aber in Richtung Ziel.
- Jetzt wird’s spannend: Der zweite Ball soll kürzer sein als der erste – der dritte kürzer als der zweite usw.
- Wiederhole die Routine bei jedem Ball: Ausrichten, Probeschwung, Gefühl mitnehmen, schlagen.
- Stell Dir niemals vor, Du musst den Ball "hoch" spielen – der Loft Deines Schlägers sorgt ganz automatisch für die Flugbahn.
- Denke lieber: "Ich will über den Bunker und sicher aufs Grün spielen", statt "Ich muss ihn hoch schlagen".
- Vertraue Deinem Gefühl – aber gib ihm auch regelmäßig Trainingszeit, damit es sich entwickeln kann.
Diese Methode bringt gleich mehrere Vorteile mit sich:
- Du entwickelst ein besseres Gefühl für die Längenabstufungen mit Deinem Wedge.
- Du trainierst Deine mentale Stärke, wenn Hindernisse (wie z. B. Bunker) im Spiel sind.
- Du lernst, wie weit eine bestimmte Schwunglänge den Ball tatsächlich fliegen lässt.
Und das ist Gold wert auf dem Platz – denn wer beim Pitchen Längenkontrolle hat, spart Schläge und liegt deutlich näher an der Fahne.
Trainiere gezielt, nicht nur drauflos
Ein strukturiertes Pitchtraining ist auf der Driving Range jederzeit möglich – auch ohne Pitchinggrün. Wichtig ist, dass Du mit Plan trainierst, mit Routine und mit Gefühl. Die Perlenketten-Übung hilft Dir dabei enorm weiter.
Hast Du diese Übung schon mal ausprobiert? Oder hast Du eine andere Methode, um Dein Pitchen zu verbessern? Schreib es gerne in die Kommentare – ich freue mich auf Deine Erfahrungen!



