Mizuno ist der grösste japanische Hersteller von Golfausrüstung und bis heute für sein traditionelles Grain-Flow-Forging bei Eisen und Wedges bekannt – ein aufwendigeres Schmiedeverfahren, das Mizuno komplett in eigenen Manufakturen in Japan durchführt.
Die Brüder Rihachi und Rizo Mizuno gründeten 1906 in Osaka zunächst ein Einzelhandelsgeschäft für westliche Sportartikel. 1933 brachte Mizuno mit "Star Line" die ersten in Japan gefertigten Golfschläger überhaupt auf den Markt – ein früher Beleg für den Anspruch, in der Golzausrüstung eine führende Rolle zu spielen. 1961 folgte mit einer eigenen Produktionsstätte in Los Angeles der Schritt in den US-Markt; in den folgenden Jahrzehnten baute Mizuno sein Geschäft in Europa und Asien aus und gewann mit Spielern wie Nick Faldo prominente Tour-Präsenz.
Golfbälle kamen erst in den 2000er-Jahren ins Sortiment – zunächst nur in Japan, deutlich später auch international. Bis heute bleibt Mizuno als Mizuno Corporation unabhängig und an der Tokioter Börse notiert, anders als die meisten grossen Golfausrüster keinem Private-Equity- oder Konzern-Eigentümer unterstellt.
Aktuelle Generation ist der JPX ONE mit NANOALLOY™-Schlagfläche, Nachfolger der ST-G/ST-Max-Plattform (noch erhältlich) und der älteren ST-X/ST-Z-Generation.
Die JPX 925 Hot Metal-Eisen sind Mizunos Game-Improvement-Reihe, die geschmiedete Pro-Serie (Pro 245, Pro M-13/M-15) richtet sich an Golfer:innen mit gutem Ballkontakt – die Nachfolgerinnen der frühen MP-Blade- und JPX-EZ-Reihen.
Wedges (T22, T24) werden im traditionellen Grain-Flow-Forging-Verfahren in Hiroshima gefertigt – dabei wird das Metall so erhitzt und verarbeitet, dass keine Luft eingeschlossen wird, was laut Mizuno ein besseres Schlaggefühl ergibt. Die M.Craft-Putter runden das Sortiment ab.
RB 566 ist der Allrounder, RB Max auf Distanz ausgelegt, Pro S/Pro X für unterschiedliches Schlaggefühl bei besserem Ballkontakt.
Mizuno deckt eine breite Spanne ab: JPX ONE und JPX 925 Hot Metal sind auf Fehlerverzeihung ausgelegt und passen für Einsteiger:innen bis Mittelhandicap, die geschmiedete Pro-Serie und die Wedges richten sich an Golfer:innen mit sauberem, konstantem Ballkontakt. Die japanische Schmiedequalität bei Eisen und Wedges ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber den meisten Wettbewerbern.
Was ist Grain Flow Forging?
Ein traditionelles japanisches Schmiedeverfahren, bei dem Metall so erhitzt und verarbeitet wird, dass keine Luft eingeschlossen wird – laut Mizuno die Grundlage für besonders weiches, konstantes Schlaggefühl bei Eisen und Wedges.
Gehört Mizuno zu einem Golf-Konzern?
Nein – Mizuno ist ein unabhängiges, an der Tokioter Börse notiertes japanisches Sportartikelunternehmen, das neben Golf auch Baseball-, Fussball- und weitere Sportausrüstung herstellt.
Für wen eignen sich die Mizuno Pro Eisen?
Für Golfer:innen mit gutem, konstantem Ballkontakt, die geschmiedetes Schlaggefühl gegenüber maximaler Fehlerverzeihung bevorzugen.
Zuletzt geprüft: September 2026 · Redaktion GOLFSTUN.DE