Golf-Training

Aus dem Rough chippen – So gelingt Dir das »Up & Down«

· Video 8 Min. · 3 Min. Lesezeit

Viele moderne Plätze verteidigen ihre Grüns mit dichtem Rough. Jede Annäherung, die ihr Ziel verfehlt, kann eine ziemlich herausfordernde Spielsituation nach sich ziehen. Lange Eisenschläge rollen oftmals aus und liegen dann, manchmal nur wenige Zentimeter vom Vorgrün entfernt, im tiefen Gras. Ungenaue Pitches verschwinden fast in dem fetten Zeug.

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Ein gängiger Standard-Chip wird zwar in den meisten Fällen helfen, den Ball wieder auf die Puttfläche zu bringen, allerdings lässt sich die Länge dabei nur schwer kontrollieren. Da hilft es, verschiedene Schlagvarianten im Repertoire zu haben.

Aus dem Rough chippen

Im folgenden Video zeige ich, wie Du aus dem dichten Rough den Ball schnell auf dem Grün zum Liegen bringst.

Hier also beide Chip-Varianten noch einmal zusammengefasst.

Der Standard-Chip

Der Standard-Chip – Schritt für Schritt
  • Der Ball liegt in der Ansprechposition etwas mehr zum rechten Fuß.
  • Die Hände sind leicht vor dem Ball.
  • Das Gewicht ist etwas mehr auf dem vorderen Bein.
  • Gechippt wird mit einer stabilen Pendelbewegung, bei der die Hände im Treffmoment leicht vor dem Ball sind.

Dieser Chip wird im Normalfalle immer funktionieren. Die Gefahr dabei ist allerdings, dass ein gut getroffener Ball zu lange ausrollt.

Chip aus dem Rough

Deshalb hier noch einmal die wichtigen Faktoren für den hohen Chip aus dem Rough. Achte immer darauf, einen oder zwei Probeschwünge in Höhe des Balls zu machen. Nur so kannst Du ein gutes Gefühl für die Lage im Rough, für die richtige Ballposition und den nötigen Schwung bekommen.

Setup: Chip aus dem Rough

Anleitung: Chip aus dem Rough
  • Sandwedge oder Lobwedge verwenden.
  • Das Setup ähnelt dem Setup eines Bunkerschlags.
    • Leicht offener, etwas breiterer, tieferer Stand.
    • 70 – 80 Prozent des Gewichts auf das vordere Bein.
    • Ballposition mittig oder etwas weiter vorne im Stand.
  • Öffne das Schlägerblatt, bevor Du den Ball ansprichst, und greife gegebenenfalls den Schläger etwas kürzer.
  • Der Probeschwung hilft, um ein Gefühl für die Lage des Balles zu bekommen.
  • Die Chipbewegung wird nun mit ruhigen, passiven, aber festen Händen aus den Schultern heraus gespielt. Auf keinen Fall sollten die Hände aktiv flippen.

Mit Selbstbewusstsein gespielt, bringt Dir dieser Chip mehr Spin und mehr Höhe. Der Ball bleibt schnell liegen und rollt weniger aus als der Standard-Chip.

Der hohe Chip aus dem Rough ist nicht der einfachste Schlag und sollte intensiv geübt werden. Ihn jedoch als Variante zu beherrschen, wird Dir helfen, kurzgesteckte Fahnen aus dem Rough heraus präziser anzuspielen und dadurch lange Rückputts zu vermeiden.

Alle Chip-Arten lernst Du im Online-Kurs »Näher an die Fahne chippen«.