Du hast das Grün verfehlt, der Ball ist über das Ziel hinausgerollt oder liegt links daneben – und jetzt steckt er tief im dichten Rough. Eine absolute Horrorlage, oder? Genau in solchen Momenten benötigst Du eine klare Strategie, den richtigen Schläger und vor allem eines: Ruhe im Kopf.
Mentale Einstellung: Raus aus der Perfektionsfalle
Der erste Gedanke in dieser Lage sollte nicht sein: »Ich muss den Ball direkt an die Fahne spielen!« Viel wichtiger ist es, realistisch zu bleiben. Dein Ziel: Den Ball aufs Grün bringen – mehr nicht. Wenn Du dann noch zwei Putts benötigst, ist das völlig in Ordnung. Drei Schläge aus dem Rough ins Loch? Das ist ein gutes Ergebnis.
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Endlich gutes Golf spielen
Welche Schlägerwahl ist sinnvoll?
Auch wenn viele sofort zum Lob Wedge greifen würden – hier ist Vorsicht geboten. Durch den hohen Loft besteht die Gefahr, dass Du den Ball zu dünn oder gar nicht richtig triffst. Er fliegt steil nach oben, aber kaum nach vorn. Was Du benötigst, ist ein Schläger, der den Ball sicher durchs Gras aufs Grün bringt. Mein Favorit in dieser Situation: das Sand Wedge.
- Lob Wedge (58°): Für diese Lage zu riskant – hoher Loft, wenig Kontrolle.
- Gap Wedge (50°): Zu flach – der Ball würde zu weit rollen.
- Sand Wedge (54°): Der perfekte Mittelweg für kontrollierte, hohe Schläge mit weniger Roll.
So findest Du die richtige Ballposition
Ein häufiger Fehler ist die falsche Ballposition. Viele Golfer legen den Ball zu weit nach vorn – das führt dazu, dass Du zu früh ins Gras schlägst. Stattdessen solltest Du Probeschwünge auf Höhe des Balls machen und genau beobachten, wo Du das Gras zuerst triffst.
"Je schlechter die Lage, umso weiter nach rechts (für Rechtshänder) gehört der Ball."
Lege den Ball also mehr zum hinteren Fuß, greife den Schläger etwas kürzer (zwei Fingerbreit) und halte die Oberarme dicht am Körper. So hast Du mehr Kontrolle, triffst den Ball direkter und vermeidest wilde Ausreißer.
- Wähle den richtigen Schläger: Sand Wedge statt Lob Wedge für mehr Sicherheit und Kontrolle.
- Ballposition testen: Mache Probeschwünge und finde heraus, wo Du das Gras triffst. Positioniere den Ball entsprechend weiter rechts.
- Vertraue Deiner Technik: Lieber zu lang als zu kurz. Hauptsache der Ball ist sicher auf dem Grün – der Rest ist Formsache.
Auch wenn es sich zunächst ungewohnt anfühlt – mit diesen Tipps wirst Du selbst aus den unangenehmsten Lagen im Rough zuverlässig herauskommen. Der Schlüssel liegt im klaren Plan, dem passenden Setup und ein wenig Training auf der Range.
Hast Du schon einmal eine dieser Techniken ausprobiert? Oder hast Du eigene Strategien für tiefe Lagen im Gras? Schreib’s gerne in die Kommentare – ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen!
Text: CSP

