Warum Du keine Angst vor dem Lob Wedge haben musst
Viele Golfer schrecken davor zurück, ein Lob Wedge zu benutzen. Zu riskant, zu schwierig, zu fehleranfällig – so lauten oft die Vorurteile. Doch stimmt das wirklich? Ich sage ganz klar: Nein. Und ich möchte Dir erklären, warum Du Dein Lob Wedge viel öfter einsetzen solltest – und wie es Dir helfen kann, schwierige Schläge souverän zu meistern.
Wozu ein Lob Wedge?
Ein Lob Wedge ist ein Wedge mit besonders viel Loft – in der Regel zwischen 58° und 60°. Ich selbst spiele ein 58°-Lob-Wedge und verwende es regelmäßig für Annäherungen über Hindernisse wie Bunker oder bei kurzen, hohen Schlägen auf enge Fahnenpositionen.
Wichtig: Ich benutze es nur dann, wenn die Lage des Balls gut ist, ich Vertrauen in meinen Schwung habe und die Situation es zulässt.
Typische Situation: Ball liegt gut – Fahne hinter dem Bunker
Ein Beispiel: Der Ball liegt perfekt, etwa 20 Meter von der Fahne entfernt. Dazwischen: Ein tiefer Bunker (ca. 1,5 bis 2 Meter vor Dir), und die Fahne steht nur 5–6 Meter dahinter. Viele Golfer greifen jetzt zum Pitching Wedge, chippen den Ball über den Bunker und hoffen, dass er ausrollt.
Das Problem: Der Ball hat kaum Höhe, wenig Spin und rollt meist zu weit. Das ist verschenktes Potenzial.
Die Lösung: Nimm das Lob Wedge – selbst mit mittlerem oder höherem Handicap. Du kannst das, wenn Du ein paar Dinge beachtest.
Wichtige Setup-Tipps für Dein Lob Wedge
Damit Dein Schlag mit dem Lob Wedge gelingt, brauchst Du kein großes Risiko einzugehen. Du musst einfach die Technik verstehen und sauber ausführen.
- Ballposition: mittig oder leicht rechts (für Rechtshänder)
- Schlägerstellung: neutral – nicht öffnen
- Griff: Griffende zeigt zum Bauchnabel, nicht nach vorn oder hinten kippen
- Haltung: locker, kein Klammergriff – der Schläger soll frei schwingen können
- Bewegung: Weiche Schwungbewegung aus Schultern und Armen
Ein guter Tipp: Klemme Dir etwas Stoff vom Poloshirt unter den rechten Arm. So bekommst Du ein kompaktes Gefühl für die Bewegung und vermeidest zu viel Einsatz der Hände.
Der Loft (also der Neigungswinkel der Schlagfläche) sorgt automatisch dafür, dass der Ball schnell steigt und weich landet. Du brauchst also nicht versuchen, unter den Ball zu kommen. Das machen viele falsch und toppen oder unterschlagen ihn dadurch.
Zusätzlich hilft Dir der Bounce – das ist der Winkel zwischen der vorderen und hinteren Kante der Schlägersohle – dabei, dass der Schläger sauber durch Gras oder Sand rutscht, statt sich einzugraben.
Vergleich: Pitching Wedge vs. Lob Wedge
Viele Spieler glauben, mit dem Pitching Wedge auf Nummer sicher zu gehen. Doch gerade bei kurzen Distanzen über ein Hindernis hinaus ist das oft die schlechtere Wahl.
Ich habe beide Varianten demonstriert:
- Mit dem Pitching Wedge: Der Ball rollt zu weit – etwa 10 bis 12 Meter an der Fahne vorbei.
- Mit dem Lob Wedge: Weicher Flug, kurzer Roll – und im besten Fall fällt er sogar ins Loch.
Nutze Dein Lob Wedge, wenn:
- der Ball gut liegt (z. B. leicht erhöht auf Gras)
- Du keine nassen oder harten Untergründe hast
- Du Vertrauen in die Bewegung hast
- Du die Technik vorher geübt hast
Gerade im Bunker oder bei kurzen Chips über Hindernisse kann das Lob Wedge Wunder wirken – wenn Du die Technik sauber umsetzt.
Mein Fazit: Das Lob Wedge gehört in Dein Bag!
Viele Golfer unterschätzen das Lob Wedge oder lassen es ganz zu Hause. Ich empfehle Dir: Hab keine Angst davor. Lerne den Umgang damit, trainiere die Technik regelmäßig und Du wirst merken, wie wertvoll dieser Schläger ist.
Wenn mich jemand fragt, welche Schläger in keiner Golftasche fehlen dürfen, sage ich: Driver, Putter – und vier Wedges:
- Pitching Wedge (ca. 42–44°)
- 50° Gap Wedge
- 54° Sand Wedge
- 58° Lob Wedge
Geh raus, übe den Schlag auf der Range, und hab Spaß dabei!
Wenn Du unsicher bist oder es mal mit mir zusammen ausprobieren möchtest – komm gerne vorbei. Ich habe alle möglichen Varianten von Lob Wedges da, und wir testen gemeinsam, was zu Dir passt.
Hast Du schon ein Lob Wedge? Nutzt Du es regelmäßig? Schreib es gerne unten in die Kommentare!



