Warum sich Dein Kopf im Golfschwung bewegen darf – und sollte

Marcus Bruns

Marcus Bruns

Marcus ist PGA Professional und Golflehrer im Golfclub Syke. Er ist Buchautor, Podcaster und Gastautor in diversen Magazinen.

Hast Du auch schon gehört, dass Dein Kopf beim Golfschwung »über dem Ball bleiben« muss? Diese Vorstellung hält sich hartnäckig, führt aber oft zu Rückenschmerzen, falschen Bewegungen und schlechteren Ballkontakten. Erfahre, warum Du Deinen Kopf im Golfschwung bewegen darfst – ja, sogar bewegen solltest – und wie Dir das hilft, freier und effektiver zu schwingen.

Die häufige Fehlannahme: Kopf starr über dem Ball

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Viele Golfer glauben, ihr Kopf müsse während des Schwungs starr über dem Ball bleiben. Das Ergebnis? Du erzeugst unnötige Spannung im unteren Rücken, Deine Bewegungsfreiheit wird eingeschränkt, und Deine Schläge leiden darunter. Es ist keine Überraschung, dass diese falsche Technik langfristig zu Rückenschmerzen oder Frustration führen kann.

Wenn Du Dir Profis wie Henrik Stenson anschaust, wirst Du sehen, dass deren Köpfe während des Schwungs dynamisch mitgehen. Sie bewegen sich leicht nach rechts oder links, je nach Schwungphase. Diese Bewegungsfreiheit ermöglicht bessere Rotationen und führt zu saubereren Ballkontakten.

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Warum die Kopfbewegung wichtig ist

Unser Körper ist keine starre Einheit. Deine Wirbelsäule sorgt für Stabilität, aber sie ermöglicht auch Bewegung. Wenn Du Deinen Kopf bewegst, unterstützt das eine natürliche Rotation von Schultern und Hüfte. Das hilft Dir, mehr Druck auf den Ball zu bringen und gleichzeitig Deinen Rücken zu entlasten.

Was passiert bei einer falschen Kopfhaltung?
  • Eingeschränkte Rotation: Deine Schultern können sich nicht weit genug drehen, wodurch Dein Schwung an Dynamik verliert.
  • Rückenschmerzen: Die Spannung im unteren Rückenbereich steigt.
  • Steile Schwungbahn: Ein starrer Kopf führt oft dazu, dass der Schläger von oben auf den Ball trifft, anstatt in einer Aufwärtsbewegung.

So bewegst Du Deinen Kopf richtig

Folge diesen einfachen Schritten, um Deinen Kopf im Golfschwung korrekt einzusetzen:

  1. Nutze Sticks als Orientierungshilfe: Lege einen Stick zwischen Deine Füße, um sicherzustellen, dass Dein Ball in der richtigen Position liegt.
  2. Schläger an die Schultern legen: Stelle Dich in Deine Ansprechposition, halte den Kopf über dem Ball und drehe Dich so weit, wie es geht. Du wirst merken, wie eingeschränkt Deine Bewegung ist.
  3. Kopf mitnehmen: Lass Deinen Kopf leicht mit der Schulterrotation mitgehen. Deine linke Schulter (bei Rechtshändern) sollte hinter den Ball wandern, während Dein Kopf etwas nach rechts folgt.
  4. Balance finden: Achte darauf, nicht zu stark nach rechts oder links zu kippen. Der Druck sollte gleichmäßig auf Deinem rechten Fuß liegen.

Bei längeren Schlägen, wie dem Driver, ist die Kopfbewegung noch entscheidender. Da der Ball weiter vorne in Deinem Stand liegt, sollte Dein Kopf automatisch weiter rechts sein, wenn Du Dich aufdrehst. Diese Bewegung schafft Platz für Deine Arme im Abschwung und erleichtert es Dir, den Ball im Aufwärtsweg zu treffen.

Übung für die Bewegung des Kopfs

Um die richtige Kopfbewegung zu üben, probiere diesen Drill:

  • Schwinge langsam und verfolge mit Deinen Augen den Schläger während des Ausholens und Durchschwungs.
  • Achte darauf, dass Du stabil bleibst und Dein Gleichgewicht hältst.
  • Gewöhne Dich an die Bewegung, indem Du zunächst kleinere Schwünge mit aufgeteetem Ball machst.

Dieser Drill wird Dir helfen, die Freiheit im Schwung zu spüren und Deinen Kopf ganz natürlich mitzunehmen.

Die Vorteile der richtigen Kopfbewegung

Mit der richtigen Kopfbewegung profistierst Du von:

  • Mehr Rotationsfreiheit: Du erreichst eine bessere Ausholposition.
  • Weniger Rückenschmerzen: Dein Körper bleibt entspannt und natürlich.
  • Sauberere Ballkontakte: Deine Schwungbahn wird flüssiger und präziser.
  • Mehr Power: Mit mehr Platz für Deine Arme und Hände kannst Du mehr Energie auf den Ball übertragen.

Der Mythos vom "starren Kopf über dem Ball" gehört der Vergangenheit an. Indem Du Deinen Kopf im Schwung bewegst, schaffst Du die Grundlage für bessere Ballkontakte, längere Schläge und eine schmerzfreie Bewegung. Probiere die Übungen aus, gewöhne Dich an die Freiheit im Schwung, und genieße die Verbesserung Deines Spiels auf dem Platz.

Jetzt liegt es an Dir: Nimm Deinen Schläger und teste die Bewegungen selbst. Du wirst den Unterschied sofort spüren!

Text: CSP

Marcus Bruns

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Marcus ist PGA Professional und Golflehrer im Golfclub Syke. Er ist Buchautor, Podcaster und Gastautor in diversen Magazinen.

Kommentare

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2 Kommentare
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Wolfgang

Direkt morgen auf der Range testen

Marcus Bruns

Super. Schreib gerne mal wie es war
Viele Grüße

Marcus

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