Golf-Glossar Golfspiel und Golfregeln
Scratch-Golfer
Ein Scratch-Golfer hat ein Handicap von 0: Er spielt einen Platz im Schnitt so gut, wie es das Course Rating vorsieht – auf einem durchschnittlichen Platz also etwa Par. Der Name kommt aus dem Englischen: „from scratch“ heißt „ohne Vorsprung“, gemeint war die Startlinie, die früher bei Wettläufen in den Boden gekratzt wurde.
Was ein Scratch-Golfer können muss
Für die Bewertung von Golfplätzen ist der Scratch-Golfer genau beschrieben:
- Männer: Abschlag rund 230 Meter (250 Yards); ein etwa 430 Meter (470 Yards) langes Loch erreicht er mit zwei Schlägen.
- Frauen: Abschlag rund 190 Meter (210 Yards); ein etwa 365 Meter (400 Yards) langes Loch erreicht sie mit zwei Schlägen.
Das Course Rating eines Abschlags ist das Ergebnis, das ein solcher Spieler dort unter normalen Bedingungen erwarten kann. Deshalb verrät es, wie schwer ein Platz für sehr gute Golfer ist.
Scratch-Golfer und Bogey-Golfer
Sein Gegenstück ist der Bogey-Golfer mit einem Handicap um 20 (Frauen: um 24). Er schlägt rund 180 Meter (200 Yards) weit ab und erreicht ein etwa 340 Meter (370 Yards) langes Loch mit zwei Schlägen; bei den Frauen sind es rund 135 und 255 Meter (150 und 280 Yards). Sein erwartetes Ergebnis heißt Bogey Rating.
Aus dem Abstand zwischen Bogey Rating und Course Rating ergibt sich der Slope: Je größer der Abstand, desto stärker fordert der Platz Golfer mit höherem Handicap, und desto höher ist der Slope.
Course Rating 72,0, Bogey Rating 93,0: Der Bogey-Golfer braucht 21 Schläge mehr als der Scratch-Golfer. Für Männer gilt Slope = 5,381 × (Bogey Rating − Course Rating) = 5,381 × 21 = 113 – genau der Durchschnittswert.
Plus-Handicap: besser als Scratch
Wer im Schnitt unter dem Course Rating spielt, hat ein Plus-Handicap, etwa +2,0. Im Wettspiel bekommt er keine Vorgabeschläge, sondern gibt welche ab: Seine Spielvorgabe ist negativ, er rechnet sie zu seinem Bruttoergebnis hinzu – auf den Löchern mit der höchsten Lochvorgabe (18, 17 …), also den leichtesten.
Scratch-Golfer und Profis
Viele Scratch-Golfer sind starke Amateure, Clubmeister oder angehende Profis. Profis selbst führen kein Handicap mehr – sie spielen ohne Vorgabe.