Beratung nach Hole in One
Frage an Torben:
Auf der Seite des GC Leipzig ist Folgendes zu lesen:
Extremes Beispiel: Der Spieler, der an einem Par 3
als erster abschlägt, spielt ein Hole-in-One. Bevor
sein Gegner abschlagen kann, erteilt der Spieler ihm
Belehrung (z. B. „Bei dem Gegenwind brauchst Du
mindestens ein Eisen mehr.“) Der Gegner braucht in
dem Fall nicht mehr abzuschlagen, denn aufgrund
der Äußerung des ersten Spielers ist das Loch geteilt,
da er nur einen Schlag zurücklag"
Ich halte das für falsch, da
1. Spieler B (im Zählspiel) ja auch noch die Chance auf
ein Ass oder ein Birdie hatte um wegen B’s Strafe zu
gewinnen.
2. Spieler A (im Lochspiel) die Grundstrafe für Beratung
erhält und damit das Loch verloren hat, bevor B abschlägt.
Wie siehst Du es?
6 Antworten
- CSCordiali Saluti
Ich korrigiere meine Betrachtung, da es sich in
dem Beispiel offensichtlich um ein Lochspiel
handelt:B liegt noch keinen Schlag zurück, er hat ja noch
gar keinen gemacht. Also kann er nicht "zurück-
liegen", demzufolge auch nicht teilen.Ergo zählt nur mein Argument 2:
A hat durch die Grundstrafe für Beratung (früher:
Belehrung) - im Lochspiel = Lochverlust -, das
Loch verloren. B braucht nicht mehr abschlagen,
er hat das Loch gewonnen.
Torben WissuwaGolf-RefereeDa hier von Gegnern gesprochen wird, kann es sich nur um Lochsüpiel handeln und die Beratung ist erfolgt, während zumindest noch ein Spieler das Loch spielt (für Spieler A ist es mit dem Ass beendet). Das heißt, Spieler B gewinnt das Loch, da A sich die Grundstrafe (Lochverlust) zuzieht, B muss also nicht mehr schlagen, wohl aber auf die Strafe hinweisen und zum nächsten Abschlag gehen. Nicht so einfach gegen ein Hole in One zu gewinnen...
Schönes Spiel!
Torben - golf-rules.com
Torben WissuwaGolf-RefereeWas hier noch anzumerken ist: Die Regeln, die der GCL hier zitiert sind die von von 2019.
- CSCordiali Saluti
Hat sich bezüglich der beschriebenen Sache etwas geändert ?
- CSCordiali Saluti
Torben:
„Das heißt, Spieler B gewinnt das Loch, da A sich die
Grundstrafe (Lochverlust) zuzieht, B muss also nicht
mehr schlagen“Also diese Antwort ist für mich unbefriedigend, das
hatte ich selbst ja auch schon geschrieben und genau
deshalb gefragt.Denn ...
Torben: „für Spieler A ist es mit dem Ass beendet“
... das kann nicht sein. Ja, Spieler A hat zwar ein Ass
geschlagen, aber Spieler B könnte ebenfalls ein Ass
schlagen, dann wäre das Loch geteilt und erst danach
für beide „beendet“ und somit geteilt. (Ja, ich kenne
den Regel-Wortlaut)Die Frage ist in diesem Fall nämlich:
Kann A, trotz eingelochtem Ball, an diesem (!) Loch
überhaupt noch eine Grundstrafe erhalten ? Die Regeln
(auf deutsch) sind da nicht wirklich eindeutig.Unter 6.5 heißt es:
Ein Spieler hat ein Loch beendet, wenn der Spieler ein-
locht oder (!) ... sich der Spieler sich die Grundstrafe
(Lochverlust) zuzieht. "Oder" ??? ... was nu ?Die Grundstrafe hat sich A ja erst nach dem Einlochen
zugezogen. Gilt sie also noch für dieses Loch oder erst
für das nächste ?
Und was, wenn dieses Par 3 das letzte Loch (die 18) war ?Aber vielleicht verrenne ich mich ja ... ;-)
PS:
Lieber Torben, Regeln lesen kann ich auch. Meine Frage
entstand aus den oben genannten Betrachtungen. Und da
meine Beziehungen zum DGV/DvG ... ähm ... seit über 20
Jahren „gestört“ sind, will ich nicht direkt fragen.
Torben WissuwaGolf-RefereeHallo Cordiali Saluti,
da das Loch noch nicht von beiden Spielern beendet ist kann A es noch verlieren, 10.2a stellt das ganze klar ("wenn beide Spieler sich zwischen zwei Löchern befinden"). Von daher fällt die Grundstrafe noch an diesem Loch an.
Melde Dich gern einmal per DM an [email protected] - wir können darüber gern telefonieren.
Schönes Spiel!
Torben - golf-rules.com
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