Chippen: Die Technik richtig trainieren
Kaum ein Schlag sorgt auf dem Golfplatz für so viele Frustmomente wie der Chip. Fett getroffen, getoppt oder viel zu weit rechts weggegangen – Du kennst das sicher. Dabei ist der Chip einer der wichtigsten Schläge überhaupt. Er ist nicht nur die Basis für Dein kurzes Spiel, sondern auch ein Fundament für Deinen gesamten Golfschwung. Wenn Du hier sauber arbeitest, wirst Du automatisch auch in anderen Bereichen konstanter.
Warum so viele Golfer Probleme beim Chippen haben
Die meisten Spieler denken beim Chip automatisch: »Der Ball muss hoch.« Das führt zu falschen Bewegungen – viel Hüftrotation, flaches Ausholen und ein Körper, der nach hinten kippt. Das Ergebnis: fette Bälle, getoppte Schläge oder Bälle, die weit nach rechts weglaufen. Dabei gilt eine einfache Wahrheit: Ein Ball muss nach vorn, nicht nach oben gespielt werden. Höhe entsteht durch den Loft des Schlägers und den richtigen Ballkontakt – nicht durch ein »Unter-den-Ball-Kommen«.
- Ballposition: leicht rechts von der Mitte
- Gewicht: ca. 5 % mehr auf dem vorderen Bein
- Kompakte Haltung: Oberarme nah am Brustkorb
Schon allein dadurch sorgst Du für mehr Kontrolle und eine bessere Treffqualität.
Der wichtigste Übungstipp: Chippen auf den Zehenspitzen
Wenn Du trotzdem noch Probleme mit fetten oder dünnen Chips hast, probiere folgende Übung:
- Stell Deinen hinteren Fuß (als Rechtshänder den rechten) leicht zurück und nur auf die Zehenspitzen.
- Halte Dein Gewicht bewusst auf dem vorderen Fuß.
- Mache Probeschwünge und achte darauf, dass der tiefste Punkt Deiner Bewegung links vom Ball liegt.
- Spiele dann den Ball – Du wirst merken, dass der Kontakt sauberer wird und der Ball kontrollierter fliegt.
Warum funktioniert das? Weil Du durch die Haltung auf den Zehenspitzen automatisch vermeidest, nach hinten zu kippen. Du bleibst stabil über dem Ball und triffst ihn konstanter.
So kannst Du jederzeit trainieren
Das Beste: Diese Übung ist simpel und kostet Dich nichts. Du brauchst nur ein paar Bälle, Deinen Schläger und im Training vielleicht ein Tee als Orientierung. Auf dem Platz kannst Du die gleiche Technik anwenden, indem Du Dich einfach auf die Zehenspitzen stellst. Erlaubt und effektiv!
Wenn Du Dein Training wirklich verbessern willst, geh nicht nur auf die Driving Range, sondern regelmäßig auch aufs Chippinggrün. Mit dieser einfachen Übung wirst Du schnell merken, dass Deine Chips sicherer, kontrollierter und erfolgreicher werden. Weniger Fehlschläge, bessere Längenkontrolle und mehr Spaß am Spiel – und genau darum geht es doch.
Also: Ab aufs Pitching- oder Chippinggrün, probiere die Zehenspitzen-Übung aus! Schreibe gerne in die Kommentare: Wo hapert es bei Dir am meisten beim Chippen – Technik, Ballkontakt oder Richtung?



