Der Lob – die 4 wichtigsten Annäherungsschläge (Teil 4 von 4)

Stefan Quirmbach

Stefan Quirmbach

Stefan Quirmbach spielt seit über 50 Jahren Golf, ist PGA Masterprofessional und PGA Health Pro. Er leitet die Golfschule im GolfResort Hardenberg.

Die Fahne steckt direkt hinter dem Bunker, kaum Auslauf zum Loch, der Ball halb im Rough. Ein Chip würde zu weit ausrollen, ein Pitch bekommt wegen des Grases zu wenig Spin. Genau hier brauchst Du den Lob – den einzigen Annäherungsschlag, bei dem Du dem Ball bewusst mehr Höhe gibst, als der Schläger von sich aus liefern würde.

Die 4 wichtigsten Annäherungsschläge
  1. Der Puttchip
  2. Der Chip
  3. Der_Pitch
  4. Der Lob

Anzeige (Mitglieder sehen diesen Beitrag ohne Werbung)

PXG 0311XF Gen5 Driver

8036c9587c3112e8f409b7d99db70589a7e097a0 300 - Der Lob – die 4 wichtigsten Annäherungsschläge (Teil 4 von 4)
53% Rabatt:
269,99 EUR
inkl. Mwst zzgl. Versand bei ALL4GOLF

Details

Kjus Apex Flip Jacket Daunen

539e727d0ace7d2c679b8a1836c17be057489cab 300 - Der Lob – die 4 wichtigsten Annäherungsschläge (Teil 4 von 4)
50% Rabatt:
349,00 EUR
inkl. Mwst zzgl. Versand bei Golf House

Details

Sportalm Thermo Jacke hellblau

e2aee2ab05c681a7c380a6e13c206d687582fac1 300 - Der Lob – die 4 wichtigsten Annäherungsschläge (Teil 4 von 4)
60% Rabatt:
159,95 EUR
inkl. Mwst zzgl. Versand bei Golf House

Details

Was der Lob wirklich ist

Der Lob ist eine Hochspieltechnik. Er stoppt nicht primär über Spin, sondern durch die steile Flugkurve und den hohen Landewinkel. Verglichen mit Chip und Pitch hat der Lob am wenigsten Spin – besonders aus dem Rough, weil Gras die Reibung wegnimmt. Darum setzt Du ihn nur ein, wenn Höhe Pflicht ist (z.B. über Bunker) und kaum Auslauf zur Fahne bleibt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wann ein Lob – und womit beginnen?

Typische Lage: Der Ball liegt gut oder im höheren Gras nahe am Grün, ein Hindernis steht davor, und es gibt wenig Landefläche. Starte leicht, indem Du zuerst aus guter, fester Lage übst; fortgeschritten spielst Du den Schlag auch vom harten Boden. Die Distanz ist kurz bis mittellang, etwa 10 bis 25 Meter, und je mehr Loft Du einsetzt, desto mehr Schwungtempo brauchst Du.

Als Wedge eignen sich 56° bis 60°, saubere Rillen sind Pflicht. Ein griffiger Ball hilft, ersetzt aber keine Technik – im Rough zählt die erzeugte Höhe mehr als der Spin.

Der Basis-Lob
  1. Schlägerfläche öffnen: Stell Dein Wedge offen an (nach rechts gedreht), um Loft zu erhöhen.
  2. Dann tiefer greifen: Griff etwas tiefer fassen und den Schläger flacher anlegen – das bringt zusätzlich Höhe und hilft, die Zielrichtung zu neutralisieren.
  3. Stand: Sehr breit stehen. Du stabilisierst den Körper und vermeidest Vorwärtsbewegung.
  4. Ballposition: Etwas links von der Mitte.
  5. Körperarbeit: Im Gegensatz zu Chip und Pitch bleibt der Körper ruhig; die Hände/Arme arbeiten aktiv.
  6. Ausholen mit Volumen: Du benötigst Tempo, denn die stark geöffnete Schlagfläche „frisst“ Länge.
  7. Umschlagpunkt treffen: Der tiefste Punkt des Schwungs liegt genau am Ball. Kein „unter den Ball kommen“ – das produziert Tops.
  8. Hände aktiv: Du umschlägst den Schläger am Ball, lässt die Schlagfläche offen arbeiten und nimmst den Körper nicht nach vorne (sonst nimmst Du Loft raus).
  9. Finish: Locker ausschwingen. Der Ball startet sehr hoch und fällt steil nach unten – mit wenig Ausrollen.

Dosierung lernen
  • Höhe = Tempo: Mehr Loft benötigt mehr Schwung. Taste Dich in 5-Meter-Schritten heran.
  • Konstant üben: Gleiche Ausgangslage wählen, 5 bis 10 Bälle pro Distanz, dann Lage variieren (Fairway, First-Cut, Semi-Rough).

Typische Fehler – und die schnelle Lösung
  • Getoppt: Umschlagpunkt zu früh. Lösung: Tiefsten Punkt auf Ballhöhe fühlen (Linie am Boden/Teemarker) und am Ball „umschlagen“.
  • Zu flach/zu weit: Körper schiebt nach vorne, Loft geht verloren. Lösung: Breit stehen, ruhiger Unterkörper, Hände arbeiten, Kopf ruhig.
  • Zu kurz: Zu wenig Tempo bei stark geöffnetem Schläger. Lösung: Ausholvolumen vergrößern, Rhythmus beibehalten.

Der Lob ist die letzte Option: Zuerst prüfst Du Chip, dann Pitch. Geht beides nicht, wählst Du den Lob. Er ist spektakulär – aber anspruchsvoll. Übe ihn viel, wende ihn auf dem Platz gezielt an.

Dein Mini-Plan fürs nächste Training

  1. 5 Bälle aus guter Lage mit gleichbleibendem Setup (offen + tief) auf 10, 15, 20 m.
  2. Umschlagpunkt-Drill: Linie am Boden; Schläger streift die Linie auf Ballhöhe.
  3. Variiere die Lage: erst kurz geschoren, dann leichtes Rough. Beobachte Höhe und Auslauf.

Auf welcher Bahn Deines Heimatplatzes willst Du den Basis-Lob als Nächstes testen – und welches Hindernis willst Du damit sicher überfliegen?

Text: CSP

Stefan Quirmbach

Stefan Quirmbach

Stefan Quirmbach spielt seit über 50 Jahren Golf, ist PGA Masterprofessional und PGA Health Pro. Er leitet die Golfschule im GolfResort Hardenberg.

Kommentare

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
3 Kommentare
Manuela

Tolles Video, toll erklärt, vielen Dank. Leider fühlt sich mein Mann diskriminiert, weil die Begriffe sich nur auf Rechtshänder beziehen... Ist es denn wirklich so schwer, vorderer Fuß zu sagen? Oder zum Ziel? Oder hinterer Fuß?