Golfschwung-Technik

Geschwindigkeit beim Ausholen

· Video 9 Min. · 3 Min. Lesezeit · 6 Kommentare

Du hast das Gefühl, dass Dein Schwung zu hektisch ist? Oder Du fragst Dich, ob ein schnelleres Ausholen Dir mehr Länge bringt? Diese Gedanken hast Du nicht allein – viele Golfer glauben, dass ein schneller Rückschwung automatisch mehr Power erzeugt. Doch genau das Gegenteil ist oft der Fall: Ein ruhigeres, rhythmischeres Ausholen kann Deine Schläge konstanter, länger und präziser machen.

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Langsames Ausholen für mehr Kontrolle

Vielleicht glaubst auch Du, dass Du schnell ausholen musst, um Tempo aufzubauen. Doch das führt oft zu einem angespannten, unkontrollierten Schwung, bei dem Dein Körper blockiert und der Schläger nicht frei durch den Ball schwingen kann.

Stattdessen solltest Du versuchen, langsamer auszuholen – nicht schwerfällig, sondern kontrollierter und rhythmischer. Dadurch erreichst Du:

  • eine bessere Koordination zwischen Armen und Körper
  • mehr Körperrotation beim Ausholen
  • eine bessere Gewichtsverlagerung auf Deine rechte Seite
  • eine effizientere Beschleunigung im Abschwung
Ein perfektes Vorbild: Ernie Els
Wenn Du Dir den Schwung von Ernie Els ansiehst, verstehst Du sofort, worum es geht. Sein Ausholen ist ruhig, fast elegant – der Abschwung dagegen explosiv. Merk Dir einfach seinen Namen:
  • „Er-” beim Ausholen
  • „-nie” beim Abschwung

Diese einfache Vorstellung hilft Dir, den Rhythmus Deines Schwungs besser zu spüren und sauberer zu treffen.

Was passiert bei einem schnellen, unrhythmischen Ausholen?

Wenn Du zu schnell ausholst, passiert oft Folgendes:

  • Dein Griff wird zu fest – Dein ganzer Körper baut Spannung auf
  • Dein Oberkörper bleibt eng, der Schwungradius wird kleiner
  • Du verlierst die Balance im Treffmoment
  • Du kommst nicht sauber durch den Ball

Das Ergebnis: unkontrollierte Schläge, weniger Weite und kein klarer Treffmoment.

So trainierst Du Deinen rhythmischen Schwung
  1. Stell Dich locker hin – ohne Körperspannung, mit einem entspannten Griff.
  2. Sprich in Gedanken während des Schwungs den Namen „Ernie Els“.
  3. Hole bewusst ruhiger aus, mit Gefühl für den Schläger.
  4. Nutze die Ausholbewegung, um Deinen Körper aufzudrehen und Dein Gewicht auf die rechte Seite zu verlagern.
  5. Beschleunige erst im Abschwung – dynamisch, aber nicht hektisch.

Was Du dadurch erreichst

Mit einem rhythmischeren Schwung wirst Du:

  • mehr Schlägerkopfgeschwindigkeit erzeugen
  • den Ball sauberer treffen
  • Dein Gewicht besser auf den linken Fuß verlagern
  • mehr Länge mit weniger Kraftaufwand erzielen

Stell Dir vor, Du wirfst einen Ball. Du würdest nie ruckartig den Arm nach hinten reißen, sondern ihn locker und kontrolliert ausholen, um dann kräftig zu werfen. Genauso funktioniert auch ein guter Golfschwung.

Auch Tennisspieler holen langsam aus, um dann im Schlag Tempo aufzubauen. Dieses Prinzip kannst Du direkt auf Dein Golfspiel übertragen.

Rhythmus bringt mehr als rohe Kraft

Ein ruhigeres Ausholen gibt Dir mehr Gefühl, Kontrolle und Konstanz. Du wirst merken, wie Dein Körper besser durch den Ball schwingt, Du mehr Weite erzielst und gleichzeitig lockerer spielst.

Wie sieht Dein Schwungrhythmus im Moment aus? Holst Du eher schnell aus oder arbeitest Du schon bewusst an einem ruhigeren Ablauf? Schreib es mir gerne in die Kommentare – ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen!