Weniger Dreiputts durch bessere Chips
Nach der Runde wirst Du gefragt, wie es gelaufen ist. Und oft kommt sofort die Antwort: »Ich habe schlecht geputtet – immer drei Putts!« Aber hast Du wirklich schlecht geputtet? Oder hast Du Dich vielleicht einfach in schlechte Putt-Situationen gebracht?
Die Ursache liegt oft davor
Klar, drei Putts sind frustrierend. Aber entscheidend ist die Frage: Warum kam es dazu? Wenn Du Dich ständig mit einem Pitch aus 20 Metern aufs Grün retten musst, ist der erste Putt natürlich schwer. Dann liegt’s weniger am Putten als an der Annäherung.
Gerade bei langen Putts, nach einem zu kurzen oder unpräzisen Pitch, ist ein Zweiputt schon schwer. Und genau deshalb lohnt sich der Blick zurück: Wie bist Du überhaupt auf dem Grün gelandet?
Der einfache Weg: Chip statt Pitch
Ich bin ein Fan des Chippens. Warum? Weil der Chip eine einfache, wiederholbare Bewegung ist. Du benötigst weniger Technik, weniger Risiko – und kannst den Ball oft viel näher ans Loch bringen.
In vielen Situationen ist der Pitch gar nicht nötig. Wenn Du keinen Bunker oder kein Hindernis überwinden musst, reicht oft ein flacher Chip mit einem Eisen 8 oder 9. Der Ball fliegt nur leicht an und rollt dann zur Fahne. Wenig Handgelenke, wenig Fehlerpotenzial.
So vermeidest Du drei Putts
Wenn Dein erster Putt nach der Annäherung nur noch wenige Meter hat, steigt Deine Chance auf einen Zweiputt – oder sogar auf einen Single-Putt.
- Annäherung möglichst nah ans Loch
- Chippen statt Pitchen, wenn möglich
- Weniger Risiko, mehr Kontrolle
Das ist kein Zirkus, bei dem es schön aussehen muss. Es geht um effizientes Spiel – und darum, Schläge zu sparen.
Wie trainierst Du das am besten?
Einfach 50 Bälle auf einen Haufen legen und immer denselben Chip spielen? Kann man machen – bringt aber wenig für die Praxis auf dem Platz. Besser ist:
- Such Dir eine Stelle ums Grün.
- Spiel einen Ball von dort mit einem Chip zur Fahne.
- Mach danach die nötigen Putts, bis der Ball im Loch ist.
So entsteht ein kleines Up-and-Down-Spiel – und genau so läuft’s später auch auf dem Platz. Du kannst daraus sogar eine Challenge machen: neun verschiedene Chip-Situationen, immer bis ins Loch spielen.
Mach daraus Dein eigenes Spiel
Ziel: Eine Annäherung plus zwei Putts = drei Schläge pro Loch. Das wären bei neun „Trainingslöchern“ insgesamt 27 Schläge – Dein Trainings-PAR. Und jetzt schau, wie weit Du herunterkommst!
Vielleicht schaffst Du 24? Super! Vielleicht sind’s 35? Dann schau Dir genau an: Waren es eher schlechte Chips oder schlechte Putts? So wird Dein Training nicht nur effizienter, sondern auch spannender – und bringt Dich Deinem Ziel, weniger Drei-Putts zu machen, garantiert näher. Hast Du das Chip-Trainingsspiel schon ausprobiert? Wie viele Schläge hast Du benötigt für neun Annäherungen mit jeweils bis zu zwei Putts? Schreib es in die Kommentare – ich bin gespannt!



