Der Flaschen-Trick für eine bessere Schwungbahn
Du schlägst Ball um Ball auf der Driving Range – und immer wieder dieselbe Kurve. Mal fliegt der Ball mit einem heftigen Slice nach rechts, mal zieht er gerade nach links weg. Frustrierend, oder?
Die gute Nachricht: Du brauchst kein teures Trainingsgerät, um Deine Schwungbahn zu verbessern. Eine simple Wasserflasche reicht völlig aus. Sogar Profis nutzen diesen Trick. Ich zeige Dir, wie das funktioniert.
Das Problem: Von außen oder von innen?
Es gibt zwei typische Schwungbahn-Fehler, die Deinen Ballflug ruinieren. Beide haben unterschiedliche Ursachen und führen zu ganz verschiedenen Flugkurven.
Kommst Du von außen an den Ball, ist Dein Schläger in der Bewegung zum Ball weiter vom Körper entfernt als Deine Hände. Die typischen Folgen:
- Ein Slice (starke Links-Rechts-Kurve)
- Ein Pull (Ball geht gerade nach links)
- Oft kombiniert mit einem fetten Ballkontakt
Kommst Du dagegen zu sehr von innen, schwingst Du von hinten heraus zu weit nach außen. Daraus entstehen Schläge gerade nach rechts oder ein extremer Hook, also eine starke Rechts-Links-Kurve. Genau das ist übrigens mein eigenes Problem gewesen.
Übung 1: Flasche gegen die Schwungbahn von außen
Diese Übung ist Gold wert, wenn Du regelmäßig slicest oder den Ball nach links wegziehst. Du brauchst nur eine Plastikflasche mit etwas Wasser, damit sie nicht umfällt.
Lege die Flasche etwa eine Ballbreite rechts neben Deinen Ball. Nutze am besten ein Tee, dann kannst Du Dich voll auf die Schwungbahn konzentrieren.
- Setze am Ball an und hole ganz normal aus
- Senke Deine Hände und Arme gerade nach unten (etwa 5 bis 10 cm)
- Ziehe die Hände dabei NICHT zum Körper
- Schwinge dann zum Ball, ohne die Flasche zu berühren
Wenn Du es richtig machst, gleitet Deine Schlägerspitze knapp an der Flasche vorbei. Triffst Du die Flasche, weißt Du sofort: Du bist wieder von außen gekommen. Ein besseres Feedback gibt es kaum.
Achte zusätzlich auf Deinen rechten Oberarm. Er sollte eng am Brustkorb bleiben. Bei der Bewegung von außen ist er dagegen weit vom Körper entfernt.
Übung 2: Flasche gegen die Schwungbahn von innen
Schlägst Du den Ball oft gerade nach rechts oder mit einem starken Hook, ist diese Variante für Dich gemacht. Diesmal stellst Du die Flasche aufrecht hin – nicht hinlegen!
Positioniere sie eine Fußlänge zu Dir hin und eine Fußlänge nach hinten vom Tee aus. Kommst Du jetzt zu stark von innen, knallst Du voll in die Flasche. Klares Feedback, garantiert.
Pass auf, dass Du niemanden behinderst. Auf der Matte funktioniert die Übung genauso gut – aber dann bitte immer mit Tee schlagen.
Hole jetzt aus und schwinge gefühlt vor der Flasche zum Ball. Du merkst sofort: Du kippst nicht mehr nach rechts, sondern bewegst Deinen Körper aktiv nach links durch.
Übertreiben ist erlaubt – sogar erwünscht
Am Anfang werden Deine Bälle vielleicht zu weit nach links fliegen. Das ist absolut richtig so! Wenn Du etwas korrigieren willst, musst Du zuerst übertreiben. Nur so spürst Du den Unterschied zur alten Bewegung.
Nach 20 bis 30 Bällen mit Flasche kannst Du sie wegnehmen. Versuche dann, das Gefühl beizubehalten, als würde sie noch dort stehen. Dein Ballflug wird automatisch neutraler. Kommt doch wieder ein schlechter Ball, stell die Flasche einfach zurück.
Setze Dir Checkpunkte
Lass Dir bei dieser Übung Zeit. Verlasse Dich nicht nur auf das Gefühl, sondern arbeite mit klaren Kontrollpunkten:
- Senken der Hände nach dem Ausholen
- Position des rechten Oberarms am Brustkorb
- Bewegung des Körpers nach links beim Durchschwung
Über diese bewussten Checkpunkte trainierst Du Deine Schwungbahn nachhaltig. Dein Ballflug wird es Dir danken.
Welcher Schwungbahn-Fehler steckt bei Dir dahinter – kommst Du eher von außen oder von innen an den Ball? Schreib es mir in die Kommentare, ich beantworte alle Fragen!



