16 Todsünden auf dem Grün - und wie Du sie vermeidest
Du möchtest nicht zu den 13 schlimmsten Flight-Partnern gehören, die es beim Golf gibt? Dann solltest Du folgende 16 Verhaltensmuster lieber nicht an den Tag legen.

1. Du entfernst nicht Deine Pitchmarke!
Du musst eine Pitchmarke reparieren, sobald Du das Grün betrittst. Wenn Du eine Pitchmarke entdeckst, die nicht von Dir stammt, entferne sie auch.
Oder hast Du beim Platzreife-Kurs nicht aufgepasst?
2. Du stehst auf der Puttlinie!
So mancher Golfer explodiert schneller als eine Bodenmine, wenn Du seine Puttlinie betrittst. Tritt auch nicht auf Deine eigene Puttlinie.
Mach es einfach nicht.
3. Du bearbeitest Deine Puttlinie!
Spiele nicht den Greenkeeper und teste das Grün nicht, indem Du die Oberfläche aufraust oder einen Ball rollen lässt. Dafür handelst Du Dir zwei Strafschläge ein (Regel 13.1e)!
Auch Tau oder Reif dürfen nicht entfernt werden. Ebenfalls zwei Strafschläge.
Was hingegen erlaubt ist: Schäden auf dem Grün darfst Du seit 2019 ausbessern – Pitchmarken ebenso wie alte Spike-Spuren und Schuhabdrücke (Regel 13.1c). Ebenso lose hinderliche Naturstoffe. Dazu zählen auf dem Grün auch Sand und loses Erdreich.
4. Du bedienst nicht die Fahne!
Wenn Dein Ball auf dem Grün näher am Loch liegt als alle anderen, dann bediene die Fahne. Oder hast Du etwas Besseres vor, während die anderen putten?
Anmerkung: Seit 2019 hat der Regelgott entschieden, dass dies keine Todsünde mehr ist. Und seit Corona sogar im Gegenteil!
5. Du wirfst die Fahne!
Leg' die Fahne auf das Grün, wenn Du sie bedienst! Der Rasen möchte nicht von Dir malträtiert werden. Ach ja: Und bitte lege sie nicht in die Puttlinie Deines Mitspielers ... und nein, auch nicht direkt hinter das Loch.
6. Du testest das Grün!
Du darfst das Grün anfassen, Du darfst Deinen Ball markieren und Du darfst ihn säubern. Belasse es dabei! Die Oberfläche aufrauen oder aufkratzen zählt als Prüfen des Grüns. Das ist verboten.
Und einen Ball probeweise über das Grün rollen zu lassen, hast Du hoffentlich erst gar nicht in Erwägung gezogen ...
7. Du drängelst Dich vor!
Halte die Reihenfolge ein. Es spielt derjenige, der am weitesten vom Loch entfernt ist. Mach aber auch keine Wissenschaft daraus.
Sollte Dein Putt knapp danebengehen, frage Deinen Mitspieler, ob Du beenden darfst. Wenn er es nicht schon von alleine anbieten sollte.
Merke Dir vor allem eines: Gedulde Dich mit Deinem Putt, bis der Ball des Mitspielers zur Ruhe gekommen ist.
Anmerkung: Seit 2019 ist "Vordrängeln" erlaubt (»Ready Golf«)! Ohne freundliches Nachfragen gibt es aber bestimmt dennoch böse Blicke.
8. Du nimmst Hilfe in Anspruch!
Wenn Du puttest, darf niemand hinter Deinem Ball stehen. Das gibt zwei Strafschläge. Und Tipps darfst Du erst recht nicht entgegennehmen.
Ach ja … wenn es regnet und Du kein Wasser verträgst, dann halte Deinen Regenschirm bitte selbst.
9. Du triffst einen anderen Golfball!
Sobald Du vom Grün spielst und einen anderen Golfball triffst, wirst Du mit zwei Extra-Schlägen "belohnt". Also: Liegt ein anderer Ball in der Nähe Deiner Puttlinie, bitte Deinen Mitspieler, seinen Ball zu markieren.
Und denke daran: Ein Putt kann auch mal zu lang gespielt werden ...
10. Du nutzt Deinen Putter als Stütze!
Bist Du von Deiner Runde wirklich schon so geschwächt, dass Du Dich auf Deinem Putter abstützen musst? Dann schone Deine spärlichen Kräfte lieber mit einem Trolley oder einem Golf-Cart. Das Grün wird es Dir danken.
11. Du wirfst Schatten!
Bei Sonnenschein ist das nicht weiter verwunderlich. Dass Dein Schatten magisch vom Ball Deines Mitspielers oder seiner Puttlinie angezogen wird, hingegen schon.
Stell’ Dich so hin, dass Dein Schatten niemanden behindert und alle sind glücklich.
12. Du markierst nicht!
Du lässt Dich beim Markieren gerne bitten? Das schaffst Du sicher auch so ... Wenn Dein Ball in der Nähe der Puttlinie Deines Mitspielers liegt, dann markiere ihn einfach.
Das geht schneller, als wenn Dich Dein Mitspieler jedes Mal fragen muss und aus Verärgerung seinen Putt verzieht.
13. Du stellst Deine Tasche auf dem Grün ab!
Nicht wirklich, oder?
14. Du bist zu faul, Deine Füße zu heben!
Spike-Spuren darfst Du seit 2019 zwar ausbessern – besser ist, gar keine zu hinterlassen. Heb’ beim Gehen Deine Füße, dann bleibt das Grün auch in einem guten Zustand und Du siehst nicht wie ein Zombie aus, der über den Platz schlurft.
15. Du steckst die Fahne nicht zurück!
Wenn Du schon eingelocht hast, dann unterbrich kurz Deine Jubelarien und nimm die Fahne in die Hand. Nach dem letzten Putt steckst Du sie wieder in das Loch.
Das ist nicht nur höflich, sondern beschleunigt auch das Spiel.
16. Du löffelst den Ball mit dem Putter aus dem Loch!
Wenn Du Dich nicht bücken möchtest, dann kauf Dir einen Putter-Aufsatz zum Ballaufheben. Ansonsten beschädigst Du den Lochrand.
Eigentlich gar nicht so schwierig, oder? Schreib in den Kommentaren, bei welcher »Todsünde« Du Dich zusammenreißen musst, um nicht die Nerven zu verlieren.

