Putt

Kurze Putts sicher lochen

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Der Ball liegt 1,5 Meter vom Loch. Eigentlich kein Drama. Aber der Putter dreht sich im Treffmoment minimal, der Ball rollt knapp links am Loch vorbei – und schon steht da eine Drei auf der Scorekarte, wo eine Zwei hätte stehen sollen. Kurze Putts sind keine Frage der Kraft. Sie sind eine Frage der Präzision.

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Genau deshalb funktioniert die Technik beim kurzen Putt anders als beim langen. Wer das versteht, wird deutlich mehr kurze Putts einlochen.

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Warum kurze Putts so anders sind

Beim langen Putt ist Dosierung das Hauptthema. Du willst den Ball nah ans Loch bringen, also kommt es vor allem auf gleichmäßigen Energietransfer an.

Beim kurzen Putt unter zwei Metern ist das komplett anders. Die Länge bekommst Du dort fast immer hin. Stattdessen entscheidet einzig die Startrichtung, ob der Ball einrollt oder nicht. Denn schon eine Abweichung von zwei bis drei Grad am Putterkopf reicht, um den Ball am Loch vorbeizuschicken. Das entspricht auf einer Uhr gerade einmal der Hälfte einer Minute. Ein winziger Fehler mit großer Wirkung.

Deshalb lautet die einzige technische Anforderung beim kurzen Putt: Der Ball muss exakt in die gewünschte Startrichtung rollen – egal ob gerader Putt oder mit Break nach rechts oder links.

Der häufigste Fehler bei kurzen Putts

Die meisten Fehlschläge gehen bei Rechtshändern links am Loch vorbei. Der Grund ist schnell erklärt: Die rechte Hand übernimmt im Treffmoment die Kontrolle und dreht den Putterkopf nach links. Der Ball startet also in die falsche Richtung – obwohl die Ausrichtung davor noch gestimmt hat.

Das passiert besonders dann, wenn der Griff zu locker sitzt oder die linke Hand keine führende Rolle übernimmt. Die rechte Hand »hilft« dann unbewusst, und genau das stört den Putt.

So baust Du Dich für kurze Putts auf

Der Aufbau unterscheidet sich in vier Punkten vom normalen Putt:

  • Den Putter etwas kürzer greifen, um weniger Hebel zu haben
  • Den Putter leicht auf die Spitze stellen, damit er gerader pendelt
  • Den Ball weiterhin vorne im Stand positionieren
  • Die Hände weiter nach außen drehen – dadurch bleibt der Unterarm stabiler und verdreht sich weniger

Wenn Du die Hände nach außen drehst, siehst Du mehr vom Griff. Das ist das richtige Bild. Anatomisch bringt diese Haltung deutlich mehr Stabilität ins Handgelenk.

Die linke Hand führt – immer

Das ist der entscheidende Grundsatz beim kurzen Putt: Die linke Hand ist die dominante Hand. Sie greift fest, sie führt die Bewegung, sie bleibt nach dem Treffen stabil. Die rechte Hand liegt nur daneben und darf nichts aktiv tun.

Die »Hit – Hold – Look«-Methode
  1. Hit: Kurze Pendelbewegung aus der Schulter – nur mit der linken Hand
  2. Hold: Nach dem Treffen in der Position bleiben, linke Hand fest halten
  3. Look: Erst dann nachschauen, wohin der Ball rollt

Wichtig: Nicht unterbrechen, nicht nachsteuern. Nur pendeln und halten.

»Hit – Hold – Look« klingt simpel, aber es verändert Deine kurzen Putts grundlegend. Das Stehenbleiben nach dem Treffen ist dabei besonders wichtig. Sobald Du den Kopf zu früh drehst oder die linke Hand nachgibt, öffnet sich das Tor für den verdrehten Putterkopf wieder.

So übst Du die Technik

Der beste Weg, das Gefühl zu entwickeln, ist das Üben nur mit der linken Hand. Leg die rechte Hand zunächst komplett weg. Bau Dich auf, pendel den Putter aus der Schulter und bleib nach dem Treffen stehen. Dabei ist es nicht schlimm, wenn der Ball anfangs vorbeirollt. Entscheidend ist, dass Du spürst, wie der Arm ruhig und ohne Unterbrechung durchpendelt.

Sobald sich das stabil anfühlt, kannst Du die rechte Hand wieder dazunehmen – aber nur als passiven Begleiter. Sie liegt an, sie hilft nicht.

Typische Fehler beim kurzen Putt
  • Die rechte Hand übernimmt im Treffmoment
  • Der Kopf dreht sich zu früh (kein »Hold«)
  • Der Griff sitzt zu lang – dadurch zu viel Hebelwirkung
  • Die Hände drehen nicht nach außen – der Unterarm bleibt instabil

Kurze Putts als echte Stärke

Wer den langen Putt gut ans Loch bringt und den kurzen Putt sicher einlocht, spielt nie mehr drei Putts auf einem Loch. Das klingt nach einer kleinen Sache, macht auf 18 Loch aber einen enormen Unterschied im Ergebnis.

Die Technik für kurze Putts ist erlernbar. Es braucht kein Talent, nur das richtige Verständnis und etwas Übung mit der linken Hand.

Wie gehst Du aktuell mit kurzen Putts um – vertraust Du ihnen oder kosten sie Dich regelmäßig Nerven? Schreib mir Deine Erfahrungen in die Kommentare, gerne auch mit einem Bild Deiner Putterhaltung – ich beantworte alle Fragen!