Golfschläger und Golfausrüstung

Driver

Der Driver ist derjenige Schläger, mit dem beim Golfsport die höchste Weite erzielt werden kann. Er wird meistens vom Tee aus eingesetzt, um den Ball schon beim ersten Schlag so weit wie möglich an die Fahne bzw. an das Loch zu bringen – es sei denn, es handelt sich um eine kurze Golfbahn wie beispielsweise ein Par 3-Loch. Der Driver wird auch als Holz 1 bezeichnet und zählt zu den Holzschlägern, obwohl sein Schlägerkopf eigentlich aus Metall besteht. Dies geht auf eine Zeit zurück, in welcher dieser Schläger tatsächlich noch aus Holz angefertigt wurde. Hölzer aus Metall gibt es eigentlich erst seit den Achtzigern.

Aufbau und Eigenschaften des Drivers

Driver © somkanokwan - Fotolia.com

Driver © somkanokwan – Fotolia.com

Der Driver besitzt wie alle Hölzer eine sehr große Schlagfläche. Dies führt dazu, dass man den Ball beim Abschlag leichter treffen kann – was natürlich wichtig ist. Erstens ist der Driver der längste aller Golfschläger und hat eine durchschnittliche Schaftlänge von 45 Zoll, also rund 1,14 Meter. Zweitens entstehen beim Abschlag hohe Schwunggeschwindigkeiten und somit sind die Chancen auch am größten, den Ball durch einen ungenauen Schlag zu verziehen – deshalb die große Fläche. Durch den geringen Neigungswinkel bzw. Loft von 6 bis 15 Grad ist es möglich, diese großen Schlagweiten zu erreichen. Wie gesagt, mit dem Driver werden die längsten Schläge im Golfsport erzielt und ein gelungener Abschlag mit diesem Holz kann schon an die 210 bis 260 Meter erreichen (230 bis 290 Yards). Der Vorteil beim Driver ist auch, dass die Flugkurve des Balles relativ schnell ansteigt, da das große Volumen des Kopfes den Schwerpunkt nach unten sowie hinten verlagert. Deswegen werden die heutigen Driver mit einer Kunststoffkrone hergestellt, damit sich der Hauptanteil des Gewichts in der Bodenplatte befindet. Der Kopf selber wiegt im Schnitt 200 bis 210 Gramm.

Beispiele für Driver-Köpfe

Nike Driver

Nike Driver

Ping Driver

Ping Driver

Taylormade Driver

TaylorMade Driver


 

Früher wurden Driver aus Persimmon Holz hergestellt und erst seit den 80ern neue Modelle aus Metall angefertigt, die sogenannten „Metal-Woods“. In der heutigen Zeit wird für die Erzeugung Titan verwendet, ein sehr leichtes Metall. Dies ermöglicht die Herstellung großer und breiter, aber auch extrem leichter Köpfe. Allerdings beträgt der Wert für das maximale Volumen 460 cm³ und darf nicht überschritten werden. Dieser Grenzwert wurde eingeführt, um dem Streben nach immer größeren und leichteren Modellen entgegen zu wirken.

Der Driver im Golfspiel

Wegen der enormen Weite wird der Driver fast ausschließlich nur beim Abschlag verwendet. Eine Ausnahme bilden nur sehr gute Spieler, welche den Schläger ab und an auch am Fairway einsetzen. Der Grund liegt darin, dass die Flugkurve beim Driver relativ flach ist, da der Ball unterhalb des idealen Treffpunkts (dem sogenannten „Sweet Spot“) berührt wird.

Titleist Driver mit Gewichten

Titleist Driver mit Gewichten

Eine sehr alte Technik erlaubt es, die Eigenschaften des Drivers durch zusätzliche Gewichte an den jeweiligen Spieler anzupassen. Einige Golfschlägerhersteller haben gerade erst wieder zu dieser Methode gefunden und bieten auch solche Driver am Markt an.

Eine Zunahme des Gewichts am Schaft wirkt sich auf den Treffmoment des Schlägerkopfes aus, was wiederum den „Slice“ verkleinert. Unter „Slice“ versteht man den Drall, den ein Golfball im Flug bekommen kann und der zu unkontrollierbaren Richtungsänderungen führt – ein ungeliebter und sehr gefürchteter Effekt bei Golfspielern. Der Drall des Balles kann aber mehrere Ursachen haben und es ist nicht garantiert, dass diese Technik dem Spieler hilft. Man muss den Schläger auch mehrere Tage oder sogar Wochen testen, um herauszufinden, ob die Gewichte einen positiven Einfluss haben. Einerseits gibt es Driver mit einem stählernen Schaft, andererseits ist es aber doch eher so, dass ein Großteil der Profis Schäfte aus Grafit verwendet.

Golfschwung mit dem Driver

Golfschwung mit dem Driver


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