Wahrscheinlichkeit für ein Hole-in-one
Ein Hole-in-one bezeichnet das Kunststück, den Ball direkt vom Abschlag mit nur einem Schlag ins Loch zu befördern.

Die Bräuche nach einem Hole-in-one sind unterschiedlich. Bei Amateuren ist es üblich, dass derjenige, dem das Hole-in-one gelungen ist, seine Mitspieler im Clubhaus auf einen Drink einlädt. In Schottland hingegen ist es Sitte, dass die Spieler bei ihrer nächsten Golfrunde im Schottenrock antreten.
In vielen Clubhäusern gibt es Hole-in-one-Tafeln, auf denen die Spieler, denen das Kunststück gelungen ist, für die Ewigkeit mit Datum und Namen festgehalten werden.
Profi-Spieler können sich bei einem Hole-in-one sogar noch glücklicher schätzen: In der Regel winken bei Turnieren dem ersten Spieler, der ein Hole-in-one erzielt, eine teure Markenuhr oder ein Sportwagen als Preis.
Anzahl der Abschläge, die Profis und Amateure im Durchschnitt brauchen, um bei einem Par-3-Loch ein Hole-in-one zu schlagen:
- Amateure: 10.150
- Profis: 2.500
0,009% aller Abschläge auf Par-3-Löchern sind Hole-in-ones
Die Wahrscheinlichkeit, dass das Kunststück eines Hole-in-ones gelingt, ist allerdings nicht sonderlich hoch. Der Deutsche Golfverband (DGV) hat 2007 Statistiken veröffentlicht. Diese belegen, dass in diesem Jahr insgesamt 473 Hole-in-ones in Wettspielen gespielt worden sind. Diese gelangen alle ausschließlich auf Par-3-Löchern. Die Erfolgsquote bei insgesamt 4,8 Millionen Versuchen liegt also bei 0,009% - oder anders ausgedrückt: Jeder 10.150. Abschlag auf einem Par-3-Loch war ein Hole-in-one.
Auf ähnliche Werte kommt die amerikanische „National Hole in One Association“ (siehe Quelle). Die Auswertung von Golfdaten aus über 30 Jahren hat ergeben, dass jeder 12.500. Abschlag direkt im Loch landet.

So sieht das Ergebnis eines Hole-in-ones von oben aus
Profis lochen jeden 2.500. Abschlag direkt ein
Dass Profi-Golfer deutlich treffsicherer als Amateure sind, ist hinlänglich bekannt. Auch bei der Hole-in-one-Erfolgsquote wird der Unterschied deutlich: Die National Hole in One Association hat ermittelt, dass jeder 2.500. Abschlag durch einen Pro von einem Par-3-Loch in ein Hole-in-one mündet. Das entspricht einer Hole-in-one-Quote von 0,04%.
Bei einem PGA-Turnier starten in der Regel 144 Spieler, die sich im Durchschnitt in einer Runde an vier Par-3-Löchern probieren. Die Chance, ein Hole-in-one an einem Turniertag zu sehen, liegt demnach bei über 20%. Im Laufe eines viertägigen Turnieres kann man also relativ sicher (>60%) mit einem Hole-in-one rechnen. Beachtlich...