Nearest to the Pin

Nearest to the Pin gehört zu einem der beliebten Sonderpreise, die in einem Golfturnier vom Veranstalter ausgeschrieben werden können. Auf einem von der Turnierleitung festgelegten Par 3 Loch gewinnt derjenige Spieler, dessen Ball nach dem ersten Schlag (Abschlag) auf dem Grün mit der geringsten Entfernung zur Fahne zur Ruhe kommt. Es zählt meist die Distanz von der Mitte des Balls bis zum Rand des Loches. Ein Spieler, der ein hole in one schafft, also mit dem ersten Schlag einlocht, gewinnt den Sonderpreis auf jeden Fall, da dann die Distanz zum Loch mit 0 cm angegeben wird.

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Nearest to the Pin © Joerg Habermeier - Fotolia.com

Was ist in der Turnierpraxis zu beachten?

Es klingt recht einfach, dass der Spieler, dessen Ball am nächsten zur Fahne liegt, den Sonderpreis gewinnt, hat aber in der Turnierpraxis schon viele Probleme aufgeworfen. Zunächst muss beachtet werden, dass der ausgelobte Sonderpreis Nearest to the Pin nicht zum Wettspiel gehört und die Handhabung im Regelwerk des Golfsports nicht zu finden ist. Es existiert keine einheitliche Durchführungsregel wie der Sonderpreis ermittelt werden soll.

Fun Fact: Vor einigen Jahren mussten Entfernungsmessgeräte in den Platzregeln explizit erlaubt werden. Somit war das Messen der Entfernung vor dem Putt unter Umständen ein Regelverstoß. Inzwischen sind Entfernungsmessgeräte gestattet (Regel 4.3), können jedoch in den Platzregeln explizit verboten werden.

Im praktischen Spielbetrieb wird das für den Sonderpreis vorgesehene Par 3 Loch von allen Spielern beendet. Falls ein Ball für den Sonderpreis infrage kommen könnte, wird er vor dem Einlochen markiert und die Distanzmessung erst nach dem Einlochen mittels Maßband, das die Turnierleitung zu diesem Zweck in der Nähe des Grüns bereit gelegt hat, vorgenommen. Der Name des Spielers und die Distanz werden auf einem Schild notiert, das in der Nähe des Grüns gut sichtbar in den Boden gesteckt wird. Jeder Spieler kann dann selbst abschätzen, ob sein Ball evtl. näher zur Fahne liegt als der, der bereits auf dem Schild notiert ist. Die ebenfalls übliche Praxis, Name und Distanz auf einem überdimensionalen Marker zu notieren und auf dem Grün zu platzieren, hat den Nachteil, dass dadurch Bälle potenziell stärker behindert werden können, als das bei dem neben dem Grün gesteckten Schild der Fall ist.

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Christophe hat GOLFSTUN.DE in's Leben gerufen, um anderen Golfern den Einstieg in den Golfsport zu erleichtern.
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2 Kommentare
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Jens Reimann

Ich sehe das anders. In welcher Regel steht das ? Sofern Entfernungsmesser zugelassen sind darf man vor dem Putten messen. Man kann ja auch mit Laser oder mit den Füßen messen, wenn man weiß, wie groß der Fuß ist.

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