Der richtige Schaft für mehr Länge mit dem Driver (Teil 1 von 4)

Marcus Bruns

Marcus Bruns

Marcus ist PGA Professional und Golflehrer im Golfclub Syke. Er ist Buchautor, Podcaster und Gastautor in diversen Magazinen.

Der Ball fliegt ab, landet aber kaum 150 Meter weit – obwohl Du Dir sicher warst, dass Du locker 200 Meter schaffst. Keine Höhe, keine Weite. Frustrierend, oder?

Das Problem liegt oft nicht an Deiner Technik oder Deinem Schwung. Stattdessen ist es etwas viel Grundlegenderes: der falsche Schaft in Deinem Driver. Genau dieser Ausrüstungsfehler kostet Dich Meter – und ich erkläre Dir, warum.

Warum viele Golfer sich überschätzen

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Ich erlebe es immer wieder: Männer erzählen stolz von ihren 200 oder 220 Meter langen Drives. Dann sehe ich sie auf der Range oder bei Camps – und die Realität sieht anders aus. Die Bälle kommen oft nicht mal über 150 Meter hinaus.

Das hat mehrere Gründe. Einer der wichtigsten: der falsche Schläger. Und genau hier fängt das Problem an. Viele Golfer kaufen sich einen Driver, ohne ein Fitting zu machen. Dabei ist jeder Spieler anders – deshalb hängen bei mir in der Golfschule Dutzende verschiedene Köpfe und Schäfte an der Wand.

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Worauf es beim Driver-Fitting ankommt

Bei einem Fitting schaue ich mir immer mehrere Faktoren genau an:

  • Schlägerkopfgeschwindigkeit
  • Ballgeschwindigkeit
  • Abflugwinkel
  • Spin des Balles

Der Spin ist dabei besonders wichtig. Er zeigt Dir, wie viel Rückwärtsdrall Dein Ball hat. Idealerweise liegt der Spin beim Driver zwischen 2.000 und 3.000 Umdrehungen.

Ein zu hoher Spin kann zwei Ursachen haben: Entweder kommt der Schläger im falschen Winkel an den Ball – oder der Schaft ist viel zu hart für Dich.

Probleme durch einen zu harten Schaft:

Ein zu steifer Schaft fühlt sich unten wie ein Brett an. Dadurch kann die Schlagfläche nicht mehr richtig arbeiten. Die Folgen:

  • Der Ball fliegt zu weit nach rechts
  • Du verlierst massiv an Länge
  • Schmerzen in Ellenbogen und Schultern können auftreten

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Der Unterschied zwischen Stiff und Light-Flex

Mein eigener Driver hat einen Stiff-Schaft mit 65 Gramm Gewicht. Das passt zu mir, weil ich eine Schlägerkopfgeschwindigkeit von über 100 Meilen pro Stunde habe. Für schnelle Schwünge gibt es sogar Extra-Stiff-Schäfte, die noch fester sind.

Doch: Ein harter Schaft ist nicht automatisch besser! Viel wichtiger ist, dass der Schaft zu Dir passt.

Für Spieler mit weniger Geschwindigkeit eignet sich oft ein Light-Flex-Schaft (früher Seniorflex genannt). Diese Schäfte wiegen nur etwa 40 Gramm und haben einen entscheidenden Vorteil: Sie erzeugen einen Peitscheneffekt.

Dabei überholt der Schlägerkopf unten die Hände. Du merkst den Kopf dadurch viel mehr in der Bewegung. Dieser Effekt bringt Dir zusätzliche Länge – selbst wenn Du nicht besonders schnell schwingst.

Interessante Tatsache:

Selbst Longdrive-Profis wie Robin Horvath, der Hungarian Hulk, spielen manchmal mit sehr weichen Schäften – sogar mit Damenschäften. Der Grund: Der Peitscheneffekt bringt ihnen noch mehr Länge und hilft beim Rhythmus.

Warum ein Fitting so wichtig ist

Bevor Du Dir einen neuen Driver kaufst, solltest Du unbedingt ein Fitting machen. Nur so findest Du heraus, welcher Schaft wirklich zu Deinem Schwung passt.

Ein gutes Fitting zeigt Dir außerdem, welcher Schlägerkopf am besten zu Dir passt. Denn auch hier gibt es große Unterschiede – je nachdem, wie Dein Schwung aussieht und welche Ballflugkurve Du bevorzugst.

Es gibt nichts Wichtigeres für Dein Spiel, als einen vernünftigen Drive zu schlagen. Ein Ball, der auf dem Fairway liegt und auch noch etwas Länge hat, erleichtert Dir das gesamte Spiel in Richtung Grün enorm.

Das richtige Vorgehen beim Schlägerkauf

Lass Dich nicht von Marketing-Versprechen blenden. Der neueste Driver bringt Dir nichts, wenn der Schaft nicht zu Dir passt. Geh stattdessen zu einem Clubfitter oder Golflehrer, der Fittings anbietet.

Dort kannst Du verschiedene Kombinationen aus Köpfen und Schäften ausprobieren. Mit moderner Technik siehst Du sofort, welche Kombination Dir die besten Werte liefert – und damit auch die meiste Länge.

Wie weit schlägst Du Deine Drives aktuell? Und hast Du schon mal ein Fitting gemacht? Schreib mir Deine Erfahrungen in die Kommentare – ich beantworte alle Fragen!

Text: CSP

Marcus Bruns

Marcus Bruns

Marcus ist PGA Professional und Golflehrer im Golfclub Syke. Er ist Buchautor, Podcaster und Gastautor in diversen Magazinen.

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Dieter Sandriesser

Ich möchte dem sehr guten Podcast keinesfalls nahetreten, aber eine kleine Korrektur anmerken: Die Bezeichnung „Leitflex“ ist eine eingedeutschte nicht korrekte Form. Richtig lautet der Begriff „Light Flex“. "Leit" hat auch auch eine andere Bedeutung. Ebenso wird der Aufdruck auf Golfschäften häufig missverstanden. Eine Kennzeichnung wie „40“ bedeutet nicht, dass der Schaft 40 Gramm wiegt. Diese Zahl ist vielmehr eine Modell- oder Gewichtsklasse, deren tatsächliches Schaftgewicht je nach Hersteller variieren kann. Beispiel: Ein Schaft mit der Kennzeichnung „40“ hat bei Fujikura ein reales Gewicht von 48,5 Gramm. Ein Damenschaft mit der Kennzeichnung „35“ wiegt tatsächlich 46,5 Gramm. Die aufgedruckte Zahl… Weiterlesen »

Marcus Bruns

Hallo Dieter,
vielen dank für Dein Feedback und die Anmerkungen zu den Schäften. Mir ist durchaus bewusst, dass es eine ganze Menge an Schäften gibt und das auch nicht immer das drin ist was drauf steht.
Danke Dir und dank auch das Du unseren Podcast hörst.
Viele Grüße
Marcus

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