Wann Du den Driver in der Tasche lässt

Sebastian

Sebastian

Sebastian Schäfer ist Masterprofessional der PGA of Germany und arbeitet als Golflehrer und Fitter in Gross Kienitz.

Der erste Abschlag des Tages. Enger Fairway, Wald links und rechts, und Du greifst automatisch zum Driver. Irgendwie fühlt es sich falsch an, ihn stehen zu lassen. Dabei kann genau diese Entscheidung Deine Runde retten.

Es gibt Situationen, in denen ein Eisen die deutlich klügere Wahl ist. Nicht weil der Driver ein schlechter Schläger ist – sondern weil er einfach nicht zu jeder Situation passt.

Enge Löcher mit wenig Spielraum

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Stell Dir ein Loch vor, das auf beiden Seiten von Rough oder Wald begrenzt wird. Der Driver ist lang, fliegt flach und landet mit viel Rollanteil. Dadurch ist die Fehlertoleranz sehr gering.

Ein Eisen, ein Hybrid oder ein Fairway-Holz liefert Dir in solchen Momenten klare Vorteile:

  • Mehr Kontrolle über Richtung und Ballflugbahn
  • Weniger Rollanteil nach der Landung
  • Der Ball bleibt eher im Spiel

Das Ziel ist nicht maximale Distanz – sondern den Ball sicher aufs Fairway zu bringen. Von dort kannst Du entspannt weiterspielen.

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Das schlimmste Szenario auf dem Platz

Es gibt einen Albtraum, den Du auf jeden Fall vermeiden willst: Du schlägst ab, der Ball landet im tiefen Rough oder fliegt ins Out-of-bounds – und Du findest ihn nicht wieder.

Was passiert dann? Du bekommst einen Strafschlag. Außerdem spielst Du Deinen nächsten Schlag vom Abschlag neu. Das bedeutet: Schlag eins war umsonst, Du hast null Meter gemacht und stehst trotzdem schlechter da als vorher. Dieses Worst-Case-Szenario lässt sich mit einem kontrollierten Eisenschlag meistens komplett vermeiden.

Par-3 mit dem Driver?

Ein weiterer Fall, der oft übersehen wird: Par-3-Löcher, bei denen Du theoretisch mit dem Driver das Grün erreichen könntest. Theoretisch.

Der Driver fliegt flach und hat wenig Loft. Das bedeutet, der Ball landet mit hoher Geschwindigkeit und rollt weit. Deshalb ist es extrem schwierig, den Ball auf dem Grün zu stoppen – selbst wenn die Distanz passt. Ein Eisen mit mehr Loft landet weicher und bleibt näher an der Auftreffstelle liegen. Wenn ein Bogey für Dich ein gutes Ergebnis ist, reicht ein solider Eisenschlag völlig aus.

Wenn Du Dich mit dem Driver unwohl fühlst

Manchmal stimmt das Gefühl einfach nicht. Vielleicht hast Du die ersten Löcher mit dem Driver nicht gut getroffen, oder Du spielst ein Turnier und bist nervös. In solchen Momenten lohnt es sich, ehrlich mit Dir zu sein.

Typische Fehler, die Deine Runde kosten
  • Trotz schlechtem Gefühl weiter mit dem Driver spielen
  • Schläge ins Out-of-bounds riskieren, weil man »Distanz braucht«
  • Den ersten Schlag verschwenden und dann noch einen Strafschlag kassieren

Lieber den Driver in der Tasche lassen und die Runde mit einem ruhigen Eisenschlag stabilisieren.

So spielst Du das Eisen vom Abschlag richtig

Wenn Du Dich für ein Eisen entscheidest, gibt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Sie machen den Unterschied zwischen einem soliden Abschlag und einem verschenkten Schlag.

Eisen vom Abschlag – so geht's
  1. Benutze ein Tee und stelle den Ball sehr niedrig auf – nur wenige Millimeter über der Grasnarbe
  2. Der Ball soll kaum höher liegen als beim Schlag vom Boden
  3. Schwing nicht härter als nötig – das Ziel ist Kontrolle, nicht maximale Distanz
  4. Denk daran: Du nimmst das Eisen, um sicher ins Spiel zu kommen, nicht um den längsten Abschlag zu haben

Ein zu hohes Tee führt dazu, dass Du den Ball oben auf der Schlagfläche triffst. Dadurch verlierst Du deutlich an Länge und der Treffmoment ist unkontrollierbar.

Der Schlüssel ist einfach: Ein guter Eisenschlag aufs Fairway ist immer besser als ein Driver ins Rough, den Du vielleicht nicht mal wiederfindest.

Strategie schlägt Ego

Golf ist kein Weitwurfwettbewerb. Die klügsten Entscheidungen auf dem Platz haben oft wenig mit dem längsten Schläger im Bag zu tun. Wer den Driver bewusst stehen lässt, zeigt damit keine Schwäche – sondern denkt strategisch.

In welcher Situation hast Du schon mal bereut, zum Driver gegriffen zu haben? Oder hast Du eine Runde erlebt, in der Du bewusst aufs Eisen gesetzt hast und damit besser gefahren bist? Schreib es mir in die Kommentare – ich beantworte alle Fragen!

Text: CSP

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Sebastian Schäfer ist Masterprofessional der PGA of Germany und arbeitet als Golflehrer und Fitter in Gross Kienitz.

Kommentare

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2 Kommentare
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W.Kuhn

Driver oder Eisen

Sehr schlechte Tonqualität

K.Bürki

Praktisch nichts verstanden, schlechter Ton

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