Welche Hand führt im Golfschwung?

Frank Adamowicz

Frank Adamowicz

Frank ist Golfer mit Leidenschaft, Buchautor, ehemaliger Nationaltrainer und der erfolgreichste Mannschaftstrainer Deutschlands.

Eine Frage, die mir im Unterricht immer wieder gestellt wird: „Welche Hand soll eigentlich führen – die linke oder die rechte?“ Und ja, das ist eine absolut berechtigte Frage, denn viele Golfer spüren im Schwung, dass etwas nicht harmonisch läuft – wissen aber nicht, woran es liegt.

Bei Rechtshändern dominiert meist die rechte Hand

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Die meisten Golfer sind Rechtshänder. Bedeutet: Deine rechte Hand ist im Alltag viel aktiver, stärker – sie „macht“ einfach mehr. Die linke Hand dagegen ist oft schwächer, weniger trainiert und übernimmt seltener eine führende Rolle. Beim Golf aber greift die linke Hand oben – und soll angeblich „ziehen“. Das hast Du bestimmt schon gehört. Klingt gut, aber funktioniert das bei Dir wirklich? Wahrscheinlich eher nicht, wenn Du noch nie gezielt etwas für Deine linke Seite getan hast.

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Teste Deine linke Hand – und trainiere sie

Mach mal den Test: Nimm den Schläger nur in die linke Hand, die rechte legst Du auf den Rücken. Dann versuchst Du, mit dieser einen Hand auszuholen und durchzuschwingen – erst mal ohne Ball, später vielleicht mit Ball. Viele merken dabei schnell: Die Kraft reicht kaum aus, der Schläger fühlt sich schwer an, der Schwung ist mühsam. Aber genau hier liegt der Schlüssel: Du musst die linke Hand erziehen. Sie braucht Training – nicht jeden Tag, aber regelmäßig.

So übst Du es richtig
  1. Nimm ein kurzes oder mittleres Eisen und einen Ball auf Tee.
  2. Schlag fünf Bälle nur mit der linken Hand.
  3. Dann fünf Bälle nur mit der rechten Hand – zum Vergleich.
  4. Danach wieder ein paar ganz normale Schwünge mit beiden Händen.

Wichtig: Es geht nicht darum, besonders weit zu schlagen. Es geht nur darum, mit der schwachen Hand überhaupt einen Ball zu treffen – und so nach und nach das Gefühl und die Kraft aufzubauen.

Das Ziel ist nicht, eine der beiden Hände zu „dominieren“. Es geht um Zusammenarbeit. Die Rechte wird am Ende immer stärker sein – das ist normal. Aber die linke soll nicht untergehen, sondern den Schwung mittragen. Achte beim Durchschwung darauf, dass der linke Arm gerade bleibt und die rechte Hand nicht zu früh „zuschlägt“. Die Bewegung soll flüssig und gemeinsam passieren. Nur so entsteht ein durchgängiger, sauberer Schwung.

Welcher Griff hilft Dir dabei?

Auch Dein Griff spielt eine wichtige Rolle: Der klassische Overlap-Griff oder das Interlocking (Finger ineinander verschränken) sorgen dafür, dass die Hände als Einheit arbeiten. Manche Spieler schwören auf das eine, andere auf das andere. Probiere aus, was Dir liegt – und bleib dann dabei. Wenn Du Deine linke Hand gezielt trainierst, wird sich Dein gesamter Schwung verbessern. Du wirst merken, wie viel stabiler und gleichmäßiger Du den Schläger führst – und das ganz ohne Kraft.

Hast Du diese Übung schon mal ausprobiert? Wie hat sich das für Dich angefühlt – mit links, mit rechts, im Vergleich? Schreib mir Deine Erfahrung in die Kommentare – ich bin gespannt, was Du herausgefunden hast!

Text: CSP

Frank Adamowicz

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Frank ist Golfer mit Leidenschaft, Buchautor, ehemaliger Nationaltrainer und der erfolgreichste Mannschaftstrainer Deutschlands.

Kommentare

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Dr. Detlef Stronk

Guter Tipp!
Die Biomechanik hat uns gezeigt, dass 1/3 der Menschen linksseitig dominant, 1/3 rechtsseitig und 1/3 centriert sind. Daher auch die unterschiedlichen Schwungstile.
Ich habe übrigens als Rechtshänder meine linke Hand so gut „erzogen“, dass ich jetzt manchmal sogar mit der linken Hand auf die rechte klatsche - nicht mit rechts auf links wie früher…

Frank Adamowicz

Das freut mich zu hören . LG

Katrin

Lieber Frank, das werde ich testen. Danke schön

Frank Adamowicz

Sehr gerne . Viel Spaß

Reinhard

Lieber Frank, danke für die, wie immer super erklärte, Übung. Ich habe die linke Hand bisher noch nie trainiert.

Frank Adamowicz

Vielen Dank ja es gibt Themen die immer wichtig sind aber selten erwähnt werden . LG

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