Tipps für die Runde / Blog

Turnier? So bereitest Du Dich auf die Runde vor

Wie sieht Deine Routine aus, bevor Du auf die Runde startest: Hetzt Du aus dem Auto direkt zum Abschlag oder spielst Du Dich ein? Wenn Du mit der ersten Variante keine guten Erfahrungen gemacht hast, solltest Du Dir Gedanken machen, wie Deine Vorbereitung aussehen könnte. Wichtig ist nämlich, dass Du eine gleichbleibende Routine entwickelst und (erst Recht nicht vor einem Turnier) anfängst zu überlegen, was Du machen könntest.

Durch gleichbleibende Abläufe vor Golfrunden wirst Du mehr Sicherheit erhalten und mit mehr Selbstvertrauen den ersten Schlag beschreiten. Vor einem Turnier völlig gestresst (vielleicht sogar noch zu spät) ankommen, dann auf der Range Bälle kloppen und vielleicht sogar noch an der Technik feilen … Genau das, ist völlig falsch!

Eine Routine hilft nicht nur Selbstsicherheit zu gewinnen, sondern auch Deinem Körper tust Du damit etwas Gutes. Nichts ist schlimmer, als nicht aufgewärmt einen Drive zu schlagen. In jungen Jahren wird Dein Körper dieser Belastung vielleicht noch gut standhalten. In höherem Alter und erst Recht bei Vorbelastungen, sind Rückenprobleme als Folge nicht selten.

Mit diesem Plan zeige und erkläre ich Dir meinem Ablauf vor einem Turnier und/oder einer Golfrunde. Nutze das als Anregung, Deine Vorbereitung zu verändern!

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Keine Experimente vor dem Turnier!

Es ist wichtig, dass Du einen konstanten und gleichbleibende Plan hast, den Du immer wieder benutzt. Vor einem Turnier sollte Dir klar sein, dass Du nichts an Deinem Schwung verändern solltest. Zum Beispiel, wenn Dein heutiger Schlag immer nach links geht, dann nimm es in Kauf und versuche, Dich mit diesem Schlag zurechtzufinden. Du solltest auf keinen Fall Deinen Schwung ändern und versuchen, diese Kurve zu vermeiden. Denn das führt meist dazu, dass Du Dich viel zu sehr mit Deiner Technik beschäftigst, kein Gefühl mehr hast und somit unsicher wirst.

Der Sinn und Zweck des Warmschlagens ist, dass Du Deinen Körper auf die kommende Belastung vorbereitest und ein Gefühl für Deine heutige Form und Deinen Schwung erhältst.

Pre-Round- und Warm-Up-Routine

Sei mindestens 1,5 Stunden früher am Golfplatz als Deine eigentliche Abschlagszeit ist. Achte darauf, dass Du Stress vermeidest. Erscheine ausgeschlafen und mit vollem Magen. Wenn Du Deine Scorekarte usw. abgeholt hast, solltest Du noch ungefähr 1 Stunde und 15 Minuten übrighaben. Für Dein Warm-up solltest Du 45 bis 60 Minuten einplanen.

Starte mit einer 5-Minütigen Motivation mithilfe von Musik oder einem Video. Mir persönlich hilft das extrem, da ich mich dadurch „stark“ fühle und hoch motiviert bin. (Du kannst ein solches Video natürlich auch zuhause anschauen, bevor Du losfährst.)

Danach:

Das macht insgesamt 50 Minuten

Lange Schläge

Technik-Training ist jetzt Fehl am Platz!

Beim Aufwärmen im Bereich „lange Schläge“ sollst Du ein Gefühl für Deine derzeitige Form erhalten. Hier gilt: Lerne Deine heutigen Schläge kennen. Wenn Dein Schlag ein Fade ist, nimm es in Kauf und versuche bitte NICHT diesen zu eliminieren. Das führt dazu, dass Technik-Gedanken im Deinem Kopf kreisen und Du Dich nicht mehr auf Dein Gefühl konzentrierst. Selbstverständlich kannst Du Dir einen gewissen Schwerpuukte setzten (wie »Handgelenke mehr winkeln«), übertreiben solltest Du es jedoch nicht. Mehr als ein Gedanke lässt sich in einem Golfschwung meist eh nur sehr schwer umsetzen …

Hier eine Anregung für die vollen Schwünge:

  • Sand Wedge: Fünf Bälle
  • Pitching Wedge: Fünf Bälle
  • Eisen 8: Fünf Bälle
  • Eisen 6: Fünf Bälle
  • Hybrid / Eisen 4: Fünf Bälle
  • Holz 3: Vier Bälle
  • Driver: Vier Bälle
  • Zurück zu Eisen 6 oder 7: Drei Bälle

Simuliere nun das erste Loch (z. B. Driver, dann 5 Eisen und dann SW).

Kurze Schläge

Benutze für das kurze Spiel keine Range-Bälle!

Bei den kurzen Schlägen ist es wichtig, dass Du ein Gefühl für die Grüns erhältst. Benutze bitte die Bälle, die Du auch im nachfolgenden Turnier spielst und keine Range Bälle (Range Bälle weisen ein anderes Verhalten auf dem Grün auf, da sie meist härter und vor allem älter/abgenutzter sind).

  • Chips mit dem Pitching Wedge vom Vorgrün: Zwei Bälle
  • Chips mit dem Eisen 8 vom Vorgrün: Zwei Bälle
  • Sand Wedge / Pitching Wedge vom Fairway (10 bis 15 Meter): Vier Bälle
  • Sand / Pitching / Gap Wedge aus dem Rough (10 bis 15 Meter): Sechs Bälle
  • Sand und Lob Wedge über den Bunker (variable Länge): jeweils zwei Bälle
  • Sand und Lob Wedge aus dem Bunker (variable Länge): Vier bis acht Bälle

Putten

Bekomm ein Gefühl für die Grüns

Beim Aufwärmen auf dem Putting-Grün ist es ebenfalls wichtig, dass Du ein Gefühl für die Grüns erhältst. Hier lernst Du die Grüns kennen und verschaffst Dir Gefühl. Versuche die Übungen mit Deiner Pre-Shot-Routine durchzuführen, da so Deine Konzentration höher ist.

  • Vier Putts aus einem Meter (ums Loch, nicht gleiche Stelle)
  • Vier Putts aus zwei Metern (ums Loch, nicht gleiche Stelle)

Stecke ein Tee in den Boden und benutze dieses als Ziel. Versuche, das Tee zu treffen:

  • Drei Putts aus einem Meter Entfernung (ums Tee, nicht gleiche Stelle)
  • Drei Putts aus zwei Metern Entfernung (ums Tee, nicht gleiche Stelle)

Nun wieder das normale Loch als Ziel:

  • Zwei Putts aus 1,5 Meter
  • Zwei Putts aus 2,5 Meter
  • Zwei Putts aus 3,5 Meter

Break Putts:

  • Drei Putts aus einem Meter
  • Drei Putts aus 2 bis 4 Meter

Lange Putts:

  • Drei Putts 5 bis 7 Meter
  • Drei Putts 8 bis 10 Meter

Übung mit Grünkante: Spiele die Grünkante so an, dass der Ball an der Kante liegen bleibt:

  • Zwei Putts aus 3 Meter
  • Zwei Putts aus 6 Meter

Zusammenfassung

Ein Aufwärmprogramm vor einem Turnier dient dazu, dass Du Dir für jeden Bereich ein Gefühl verschaffst. Hier liegt der Fokus im Bereich »Gefühl« und nicht in der Technik!

Das hier gezeigte Programm hat folgenden Zeitaufwand:

  • 5 Minuten: Aufwärmen
  • 20 Minuten: langes Spiel, 36 Schläge (+/- 3 bis 4 Schläge der Loch Simulation)
  • 10 Minuten kurzes, Spiel 22 Schläge (+/- 2 Schläge)
  • 15 Minuten putten, 36 Putts

In Summe sind das 50 Minuten und etwa 94 Schläge.

Wichtig ist, dass Du nicht Deine komplette Energie beim Aufwärmen verlierst. Dieser Plan hat für mich sehr gut funktioniert, dient jedoch nur zur Orientierung für Dein Warm-Up. Suche Dir das heraus, was Dir gefällt und passe den Plan für Dich an. Probiere einfach aus, wie viele Bälle Du mit jedem Schläger spielen möchtest, damit Du ein gutes Gefühl entwickelst.

Ich wünsche Dir viel Spaß damit!

Luca

Luca

Luca Sommer betreibt das Golf-Blog Practiceyourgolfgame, eine Seite mit Übungen mit dem Motto: „Trainiere effektiv und mit System“.

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