Fade & Draw – Die Unterschiede
Es gibt kaum etwas Schöneres: Ein Golfball, der genau dort landet, wohin Du gezielt hast. Die Rede ist von einem Fade bzw. einem Draw. Ein Fade startet etwas links und dreht sich mit einer leichten Rechtskurve ins Ziel. Der Draw ist das Gegenstück. Doch wie lassen sich diese beiden Flugkurven bewusst spielen?
Ein Fade oder Draw ist nichts für Anfänger
Damit Du ganz bewusst einen Fade oder Draw spielen kannst, brauchst Du eine etwas höhere Schlägerkopfgeschwindigkeit sowie eine fortgeschrittene Golfschwungtechnik. Also keine Aufgabe für Anfänger…
Die Technik für Draw und Fade
Die folgenden Beschreibungen sind für Rechtshänder formuliert.
- Den Schläger musst Du etwas stärker greifen.
- Deine Körperlinie zeigt rechts am Ziel vorbei.
- Deine Schlagfläche zeigt Richtung Ziel.
- Verändere die Ballposition so, dass Dein Ball einen Tick weiter hinten im Stand liegt.
- Achte darauf, dass Deine Schwungbahn von innen nach außen verläuft – mach am besten vorher einen langsamen Probeschwung.
Beim Fade machst Du genau das Gegenteil.
- Du greifst den Schläger neutral bzw. leicht schwächer
- Deine Körperlinie zeigt links am Ziel vorbei.
- Deine Schlagfläche zeigt Richtung Ziel.
- Verändere die Ballposition so, dass Dein Ball etwa eine Ballbreite weiter vorne im Stand liegt.
- Deine Schwungbahn verläuft (leicht) von außen nach innen.
- Achte darauf, richtig durchzuschwingen. Der Rhythmus ist wichtig.
Wenn Du beide Flugkurven beherrschst, wirst Du flexibler auf dem Platz und kannst beispielsweise Bahnen mit einem Dogleg taktisch spielen. Beide Flugkurven erfordern viel Training. Ich empfehle den Einsatz von Tour-Sticks auf der Driving Range. Damit fällt die Visualisierung leichter und Du kannst Deine Ausrichtung besser kontrollieren.
Bedenke jedoch bitte, dass es sehr viel Übung (und auch Talent) braucht, um bewusst einen Draw oder einen Fade zu schlagen. Wenn Du also schon mit »geraden« Schlägen Schwierigkeiten hast, solltest Du Dich erst mal darauf fokussieren.



