Der Ball liegt kurz vor dem Grün, die Fahne ist nur wenige Meter entfernt – und jetzt stellt sich die große Frage: Wie kommst Du elegant und kontrolliert zur Fahne? Putten ist zu riskant, Pitchen zu aufwendig. Genau hier kommt der Chip ins Spiel – der wohl wichtigste Schlag im kurzen Spiel.
Warum Chippen so wichtig ist
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In etwa sechs bis sieben von zehn Annäherungssituationen ist der Chip die beste Wahl. Er ist vielseitig, sicher und lässt sich präzise kontrollieren. Voraussetzung: Du beherrschst ihn technisch sauber. Nur dann kannst Du zuverlässig einschätzen, wann Chippen die beste Lösung ist – und wann nicht.
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Was genau ist ein Chip?
Beim Chip fliegt der Ball kurz und rollt dann aus. Er wird nicht mit zusätzlichem Spin versehen, sondern bekommt lediglich den natürlichen Spin, den der Loft des Schlägers vorgibt. Dabei gilt: Mehr Geschwindigkeit erzeugt meist auch mehr Rückwärtsdrall – das kann je nach Situation nützlich oder hinderlich sein.
Endlich gutes Golf spielen
Der richtige Zeitpunkt zum Chippen
Ein typisches Beispiel: Du bist 10–12 Meter von der Fahne entfernt, der Ball liegt rund vier Meter vor dem Grün, es geht leicht bergauf. Fürs Putten ist die Strecke zu lang, ein Putt-Chip wäre auch zu unsicher. In so einer Lage ist der klassische Chip genau richtig.
- Schlägerhaltung: Fast normal, aber etwa einen Inch kürzer greifen.
- Griff: Der normale Golfgriff – Deine Hände sollen weich und lebendig, aber nicht schlapp sein.
- Stand: Sehr schmal – maximal eine Fußbreite zwischen den Füßen, auch bei großer Körpergröße.
- Ballposition: Leicht links von der Mitte.
- Besonderheit: Das linke Bein ist etwas zurückgestellt, die Hüfte leicht geöffnet – das erleichtert die Körperrotation.
- Haltung: Stolzer, aufrechter Oberkörper und weiche Knie – nicht in sich zusammensacken.
- Stell Dich parallel zum Ziel auf: Schulter-, Arm- und Augenlinie.
- Der Schläger bleibt während des Schwungs stets vor Deinem Körper.
- Nutze Deinen Rumpf, nicht Deine Hände, um den Schläger durch den Ball zu bewegen.
- Die Schlägersohle soll über den Boden gleiten, nicht hineinstoßen.
- Nach dem Schlag bleibt der Schläger vor den Händen, nicht dahinter.
- Die rechte Hand ist unten, der linke Arm bildet mit dem Schläger eine Linie.
- Ball zu weit rechts im Stand.
- Hände zu weit vorne, Gewicht zu stark auf dem linken Bein.
- Schläger wird zu flach durchgeschwungen – führt zu Fett oder Socket.
- Kopf zu lange unten halten – stoppt die Körperbewegung.
Dein Check für den perfekten Chip
Mach ein bis zwei Probeschwünge, überprüfe die Endposition und achte darauf, dass Du mit Rumpfrotation arbeitest. So vermeidest Du unnötige Fehler und bekommst ein besseres Gefühl für Rhythmus und Länge.
Ob 25, 30 oder sogar 50 Meter: Mit der gleichen Bewegung, nur etwas größer ausgeführt, kannst Du den Chip auch auf längere Distanzen anwenden. Entscheidend bleibt immer: Der Rumpf führt, die Hände bleiben passiv.
Jetzt bist Du dran: Wie sieht Dein Chip bisher aus? Welche Schwierigkeiten hast Du dabei? Schreib es in die Kommentare – ich bin gespannt auf Dein Feedback!
Text: CSP


welcher Schläger ist hier angebracht?
Ich spiele diesen Schlag sehr häufig mit dem Pitching Wedge, aber man kann mit jedem Schläger chippen!
Wieder ein großartiges Video. Zum erstenmal find ich hier eine überzeugende Erklärung, warum der linke Fuß etwas zurück genommen wird. Ich erinnere mich noch genau, wie der renommierte Trainer Oliver Heuler in einem Video fragte, warum das eigentlich sein soll.
Stefan ich habe allerdings eine Frage: in allen anderen Chip Videos die ich kenne wird empfohlen, das Gewicht beim Setup zu 55-60% auf den linken Fuß zu verlagern und das beizubehalten, damit der Schlag eine Idee von oben kommt.
Was meinst du?
Hallo Detlef, danke sehr für dein Feedback.
Bei Standard Chip empfehle ich das nicht, weil mir lieber ist, das der Spieler durch das frühzeitige Abstoßen im Treffmoment das Gewicht leicht links hat. Bei kurzen Chips sollte das Gewicht vorne sein.
Lg
Stefan