Die richtige Ausrichtung und das richtige Zielen beim Putten ist für viele meiner Schüler gar nicht so einfach. Wie Du die Konstanz Deiner Putts mit einer guten Ausrichtung und mehr Sicherheit beim Zielen verbessern kannst, erkläre ich Dir im folgenden Video aus meinem Puttkurs »Nie wieder Dreiputts«.
Richtig Zielen und Ausrichten
Körper ausrichten
Dein Ball soll in Richtung Ziel rollen? Dann ist es ganz wichtig, dass Du Deinen Körper parallel zur Ziellinie ausrichtet. Achte darauf, dass Deine Füße, Deine Hüften und auch Deine Schultern entsprechend – also parallel zur Ziellinie – ausgerichtet sind. Ist Dein Körper verdreht, weil beispielsweise Deine Schultern in eine andere Richtung zeigen, wird das einen negativen Einfluss auf Deine Schwungbahn haben. Schwingt Dein Putter nicht entlang der Ziellinie, sind gerade startende Putts eher ein Zufallsprodukt.
Beim Training kannst Du Deine Ausrichtung am besten mit einem Partner überprüfen. Ansonsten kannst Du auch eine CD oder einen Puttspiegel auf den Boden legen und kontrollieren, ob Deine Schultern gerade ausgerichtet und nicht verdreht sind.
Hier die Checkpunkte für eine gute Ausrichtung:
- Dein linkes Auge ist über dem Ball
- Fußspitzen sind parallel zur Ziellinie
- Hüften zeigen parallel zur Ziellinie
- Schultern zeigen parallel zur Ziellinie
Richtig zielen
Wenn Du bisher keine Linie auf Deinen Ball gezogen hast, rate ich Dir dringend dazu, damit anzufangen! Am besten geht das mit einer Ballschablone. Mit einer Linie auf dem Ball ist das Zielen um ein Vielfaches einfacher: Du kannst nicht nur Dein Ziel überprüfen, sondern hast eine große Orientierungshilfe beim Ausrichten und gewinnst mehr Sicherheit beim Putt selbst.
Also: Zeichne vor der Runde einen Strich auf den Ball. Wenn Dein Ball auf dem Grün liegt, markierst Du ihn (Münze oder Ballmarker hinter den Ball legen), nimmst ihn auf und reinigst ihn, denn ein schmutziger Ball wird eiern. Nun hockst Du Dich hinter den Ballmarker, legst den Ball auf die ursprüngliche Stelle und richtest die Linie Richtung Ziel aus. Das Ziel ist selbstverständlich nicht immer Mitte-Loch, berechne Breaks mit ein.
Wenn Du ein paar Schritte zurück gehst, kannst Du den Schaft Deines Putters über die Balllinie halten, um zu überprüfen, ob Du ihn richtig ausgerichtet hast (schließe hierfür ein Auge). Solange Dein Ballmarker noch auf dem Boden liegst, kannst Du Deinen Ball noch drehen und damit Dein Ziel korrigieren.
Diese Vorgehensweise hat einen großen Vorteil: Wenn Du an den Ball gehst, um Deinen Putt auszuführen, weißt Du, dass die Linie auf dem Ball Richtung Ziel zeigt. Das gibt Sicherheit! Wie oft passiert es sonst, dass Du am Ball stehst und auf einmal Zweifel bekommst? Mit Zweifeln wirst Du wahrscheinlich unterbewusst Ausgleichsbewegungen machen und nicht gerade schwingen. Das ist tödlich für die Konstanz!
Hier die Checkpunkte für das Zielen:
- Ball mit einem Ballmarker oder einer Münze markieren
- Ball aufnehmen und reinigen
- In die Hocke gehen, den Ball zurücklegen und die Linie auf dem Ball Richtung Ziel ausrichten
- Ein paar Schritte zurück und ggf. mit dem Schaft des Putters kontrollieren
- Ausrichtung des Balles korrigieren und ggf. nochmals kontrollieren, wenn nötig
- Selbstbewusst an den Ball gehen
- Schlägerkopf des Putters entlang der Balllinie ausrichten
- Körper parallel zur Schlagfläche ausrichten (siehe oben)
Wenn Du Deinen Körper richtig ausrichtet (achte vor allem auf die Schultern!) und eine Hilfslinie auf Deinem Ball zum Zielen nutzt, wirst Du viel konstanter putten. Probiere es aus!