Beim Golf hat der Putt oft den größten Einfluss auf Deine Scorekarte. Doch während viele Golfer viel Zeit damit verbringen, ihren Drive oder ihre Eisen zu perfektionieren, wird das Putten oft vernachlässigt. Ein entscheidender Faktor für einen erfolgreichen Putt ist die Aushol-Technik. Ohne die richtige Ausholbewegung fehlt Dir die Kontrolle über die Länge und Richtung des Putts – und das führt schnell zu unnötigen Drei-Putts.
Warum die Ausholbewegung beim Putten so wichtig ist
Die Ausholbewegung beim Putten bestimmt maßgeblich, wie weit der Ball rollt. Viele Golfer holen entweder zu wenig oder zu viel aus und verlieren dadurch die Kontrolle. Dabei gilt: Je gleichmäßiger und kontrollierter Du ausholst, desto besser kannst Du die Distanz dosieren und Deinen Putt genau platzieren. Besonders auf langsamen Grüns, die wir in Deutschland oft vorfinden, ist eine ausreichende Ausholbewegung entscheidend, um dem Ball genug Schwung zu geben.
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Die 50/50-Regel: Ausholen und Durchschwingen im Gleichgewicht
Ein häufiger Fehler beim Putten ist, dass die Ausholbewegung nicht zum Durchschwung passt. Manche Spieler holen sehr kurz aus und schieben den Ball dann mit einem langen Durchschwung nach vorn, während andere zu weit ausholen und den Ball abrupt stoppen. Beide Ansätze führen zu unkontrollierten Putts.
Die 50/50-Regel bietet hier eine einfache Lösung: Du solltest etwa 50 % des Schwungs für das Ausholen und 50 % für den Durchschwung verwenden. Das sorgt für eine gleichmäßige, fließende Bewegung und hilft Dir, die Kontrolle über Länge und Richtung zu behalten. Dein Schwung fühlt sich dabei ruhig und geführt an – das gibt Dir die Sicherheit, den Ball gleichmäßig zu rollen.
Beim Putten ist es wichtig, den Putter auf einer geraden Linie zurückzuführen. Ein gerader Rückschwung sorgt dafür, dass der Putterkopf sauber und kontrolliert an den Ball kommt. Wenn Du den Putter stattdessen »rund« zurückholst, also nach innen führst, wird es schwieriger, den Ball auf der gewünschten Linie zu halten.
Hier hilft der Ansatz »gerade zurück, gerade durch«: Achte darauf, dass Dein Putter sich entlang einer geraden Linie bewegt – sowohl beim Ausholen als auch beim Durchschwung. Dieser geradlinige Schwung ist besonders bei kurzen Putts hilfreich, bei denen es auf maximale Präzision ankommt. Je mehr Du diese Technik übst, desto konstanter werden Deine Putts.
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Die richtige Aushol-Länge für verschiedene Distanzen
Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Aushol-Technik ist die Anpassung an die Putt-Distanz. Bei langen Putts benötigst Du einen größeren Rückschwung, um dem Ball genug Schwung mitzugeben. Bei kurzen Putts genügt eine kleinere Ausholbewegung. Hier hilft Dir die 50/50-Regel ebenfalls: Der Schwung bleibt gleichmäßig, aber die Länge des Rückschwungs passt sich der Distanz an.
Übe das gezielt, indem Du Dir visuelle Marker auf dem Grün setzt. Du kannst dafür kleine Tees in den Boden stecken, die Dir zeigen, wie weit Du für einen 5-Meter-Putt, einen 10-Meter-Putt oder einen kürzeren Putt ausholen musst. So entwickelst Du ein besseres Gefühl für die richtige Länge der Ausholbewegung.
Ein häufiges Problem beim Putten ist, dass Golfer beim Ausholen stocken oder die Bewegung abrupt stoppen. Das führt dazu, dass der Ball entweder zu viel oder zu wenig Geschwindigkeit bekommt. Dein Schwung sollte fließend sein, ohne Pausen oder abrupte Bewegungen. Achte darauf, dass die Ausholbewegung und der Durchschwung gleichmäßig ineinander übergehen. Das erzeugt einen konstanten Roll des Balls und verbessert Deine Längenkontrolle.
Eine einfache und effektive Übung, um Deine Ausholbewegung zu verbessern, ist die Drei-Tee-Methode. Stecke ein Tee an die Stelle, an der Dein Ball liegt, ein zweites Tee markiert die Länge des Rückschwungs, und ein drittes Tee zeigt die Länge des Durchschwungs. So kannst Du sehen, ob Dein Ausholen und Durchschwingen gleichmäßig sind und der Schwung fließend verläuft.
Diese visuelle Hilfe gibt Dir ein klares Feedback, ob Du die 50/50-Regel einhältst und sorgt dafür, dass Deine Ausholbewegung in jeder Situation stimmt.
Aushol-Technik als Schlüssel zum Erfolg
Die richtige Ausholbewegung beim Putten ist entscheidend für eine gute Längenkontrolle und Präzision. Mit der 50/50-Regel, einem geraden Rückschwung und der Anpassung der Aushol-Länge an die Putt-Distanz bringst Du Dein Putten auf ein neues Niveau. Übe diese Techniken regelmäßig und achte darauf, dass Deine Bewegungen fließend und gleichmäßig bleiben – so wirst Du bald sicherere und konstantere Putts machen.
Teste diese Ansätze beim nächsten Training und erlebe, wie Du Dein Putten durch eine verbesserte Ausholtechnik verbesserst und mehr Sicherheit und Selbstvertrauen gewinnst. Mehr Tipps findest Du in meinem Buch »Golf mental«.
Text: CSP

