Die 7 größten Vorurteile über Golf

Edyta
Über den Autor
Edyta ist in Schweden geboren, wohnt in Dänemark, spielt seit ihrem sechsten Lebensjahr Golf und arbeitet als Fitness-Trainerin.

Golf und seine Anhänger haben seit Jahren mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Das Spiel sei nur für reiche Leute, Golf sei kein Sport und auf dem Platz wird nur über das Business gesprochen. Vorurteile haben aber meist eins gemeinsam: Sie stimmen nicht und wurden irgendwann aus Unwissenheit von jemandem in die Welt gesetzt und von anderen übernommen. Mittlerweile erlebt der Golfsport eine wahre Imagepolitur, denn immer mehr (auch jüngere) Sportler entdecken, wie wohltuend Golf ist und wie sehr dieser Sport zur Entschleunigung beitragen kann.

Zugegeben, vielleicht traf das ein oder andere Klischee zum Golfsport noch vor einigen Jahren zu, mittlerweile hat sich das Bild hier deutlich gewandelt. Statt ausschließlich reife Sportler, sind beispielsweise immer mehr jüngere Spieler auf dem Platz zu finden, denn Golf bietet optimale Entspannungsmöglichkeiten: umgeben von Grün, ein Platz mit einer enormen Weite, Ruhe – optimale Voraussetzungen, um vom stressigen und hektischen Alltag abzuschalten.

Vorurteil Nr. 1: Golf ist der „Reichen“-Sport

Wer Golf spielen möchte, braucht dafür eine Mitgliedschaft in einem Golfclub. Zweifelsohne kostet das Gebühren, aber das ist auch bei anderen Sportarten und Clubs normal. Dass Golf längst nicht mehr oder Sport der Schönen und Reichen ist, zeigen ganz besondere Angebote. Es gibt beispielsweise spezielle Schnupperkurse für Einsteiger oder sogar eine Golf-Fernmitgliedschaften für Studenten. Auch ohne viel Geld kann jeder seine Golfkünste ausprobieren und sich mit Spaß bei der Sache verbessern.

abschlag technik - Die 7 größten Vorurteile über Golf

Golf erfordert viel koordinatorisches Geschick, gerade beim Abschlag.

Vorurteil Nr. 2: Golf-Ausstattung ist sehr preisintensiv

Zum Golf gehört die richtige Ausrüstung, denn ohne Schläger und die Bälle würde beispielsweise gar kein Spiel möglich sein. Ein Trolley ist ebenfalls wichtiger Bestandteil, denn in ihm sind alle Golf-Utensilien verstaut. Mittlerweile gibt es sogar umweltbewusste Elektrotrolleys, die das Ziehen und Schieben über den Platz erleichtern.
Spieler, die Gefallen am Golfsport finden und regelmäßig aktiv sind, kaufen meist ihre Ausrüstung, um sich ihre Eisen optimal auswählen zu können. Es geht aber auch anders, denn Ausrüstung lässt sich auch leihen. Wer beispielsweise einen Schnupperkurs belegt, bekommt die Ausrüstung gegen eine geringe Gebühr gestellt und kann sogar häufig verschiedene Eisen, Handschuhe und Bälle ausprobieren.

Vorurteil Nr. 3: Als Sport zählt Golf nicht

Ein weiteres Klischee, mit dem Golfspieler häufig zu kämpfen haben: Sie üben doch gar keinen Sport aus. Noch immer gibt es die surreale Vorstellung, dass Golf irgendetwas zwischen „auf dem Platz stehen“ und „Small Talk halten“ ist. Allerdings weit gefehlt, denn beim Golfspiel sind vor allem Koordinate tiefe Fähigkeiten gefragt. Der Abschlag ist besonders aufwendig und beansprucht den Körper enorm.
Innerhalb weniger Sekunden werden im Körper über 100 Muskeln beansprucht und auch das Laufpensum bei einer Runde ist nicht zu unterschätzen. Viele Golfer verzichten auf den Transport im Golf-Cart und genießen den Spaziergang über das Grün. Auch dabei werden ordentlich Kalorien verbraucht. Ein weiteres Indiz, dass Golf sehr wohl ein Sport ist, zeigt das Regelwerk des Deutscher Golf Verbands, vor allem zu dem Handicap-System. Wer auf den Golfplätzen spielberechtigt sein möchte, muss die Platzreife erlangen und sich mit dem Regelwerk auskennen.

Vorurteil Nr. 4: Golf ist modisch angestaubt und nur etwas für Pullunder-Träger

Beim Golfsport geht es auch um Mode und klare, einheitliche Vorschriften. Zwar hat sich der Stil auf den Golfplätzen in den letzten Jahren etwas gewandelt, einige Teile des Dresscodes sind aber nach wie vor vorhanden: die Kragenpflicht beispielsweise (nicht nur als Turnier-Outfit). Auf nationalen und internationalen Golfplätzen besteht oftmals die Pflicht, ein Oberteil mit einem Kragen zu tragen. Deshalb sind vor allem Polo-Shirts wie Hemden auf dem Grün zu finden. Weitere Dresscode-Vorgaben: lange Hosen, kurze Shorts (aber nur, wenn sie bis zum Knie reichen).

Wer sich für das Hemd entscheidet, steckt es laut Golf-Dresscode immer in die Hose. Beim Tragen von Basecaps oder Mützen ist es gern gesehen, wenn der Schirm nach vorn und nicht etwa im Freestyle-Modus nach hinten oder zur Seite getragen wird. Die meisten Golfer achten zusätzlich auf Kleidungsqualität, denn schließlich werden die Stücke während einer Runde stark beansprucht. Golfer sind nicht nur Wind und Wetter ausgesetzt, sondern schwitzen und brauchen Bewegungsfreiheit. Deshalb sollte sich die Kleidung gut auf der Haut anfühlen und die Schwungtechniken ohne Einschränkungen ermöglichen.

Vorurteil Nr. 5: Auf dem Golfplatz werden nur Geschäfte gemacht

Auf dem Golfplatz finden zweifelsohne Treffen mit verschiedenen Leuten statt, denn die Runde wird von mehreren Personen gespielt. Kommunikation gehört auf dem Grün genauso dazu, wenngleich es vor allem um private Belange geht. Doch während einer 18-Loch-Runde gibt es viel Zeit, um sich über alles Mögliche auszutauschen. Golfspieler sind während solch einer Runde viele Stunden auf dem Platz unterwegs, sodass es ohne Kommunikation recht einsam werden würde.

platzreife golf - Die 7 größten Vorurteile über Golf

Golf ist nicht nur gesellig, sondern auch olympisch

Vorurteil Nr. 6: Golf spielen ist zum Gähnen

Ein weitverbreitetes Vorurteil: Golf ist langweilig. Natürlich können die Runden auf dem Platz äußerst langwierig und teilweise einsam sein, allerdings ist der Sport selbst alles andere als langweilig. In der Abschlagssituation konzentrieren sich die Spieler, um den Ball möglichst genau zu platzieren.
Von Monotonie ist keine Spur, denn nach dem Abschlag geht es weiter, zum nächsten Schlag, zu einer neuen Situation. Auch die Golfplätze selbst sind unterschiedlich gestaltet, sodass sich die Spieler immer wieder an neue Gegebenheiten anpassen müssen. Wer statt Ruhe viel Lärm und Bewegung braucht, für den er ist der Golfsport mit Sicherheit nicht die richtige Wahl. Wer hingegen Konditionstraining, Koordination und frische Luft miteinander kombinieren möchte, der könnte Gefallen am Golfsport finden.

Vorurteil Nr. 7: Golf wird nur von Älteren gespielt

Der Blick auf die Mitgliederstatistik des Deutschen Golf Verband zeigt, dass tatsächlich über ein Drittel der aktiven Golfer über 60 Jahre sind. Allerdings nimmt der Anteil der jüngeren Spieler jährlich zu. Der Vorteil beim Golf besteht darin, dass der Sport auch von reiferen Spielern ausgeübt werden kann, und Jüngere haben damit wie bei kaum einer anderen Sportart die Möglichkeit, von dem Wissen der erfahrenen Spieler zu profitieren.

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