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GOLFSTUNDE

Die drei Geheimnisse langer Drives

Oliver Heuler
Über den Autor
Oliver ist seit über 30 Jahren Golflehrer, Autor von zahlreichen Büchern und ehemaliger Nationaltrainer.

Schlage einen Draw, schlage parametrisch und erlerne das Schaufelquetschen.

1. Draw

Ein Draw ist ein Schlag, bei dem der Ball rechts von Deiner Ausrichtung startet und nach links ins Ziel zurückdreht. Dazu muss Dein Driver von innen nach außen durch den Ball schwingen und die Schlagfläche muss in Relation zu dieser Bahn ein bis zwei Grad geschlossen stehen. Im Verhältnis zum Ziel ist die Schlagfläche dann leicht offen.

Der Vorteil einer Innen-außen-Bahn besteht darin, dass sich tiefste Punkt des Schwungbogens nach rechts verlagert. Hierdurch trifft der Schläger den Ball in der Aufwärtsbewegung und das reduziert den Rückwärtsdrall. Wenig Rückwärtsdrall ist bei Drives wünschenswert, weil der Ball weiter fliegt und länger ausrollt.

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2. Parametrisches Schlagen

Willst Du Deine Drivelänge weiter steigern, bietet sich das parametrische Schlagen an. Bei einer Pendelbewegung kannst Du den Ausschlag der Schwingung erhöhen, wenn Du die Aufhängung des Pendels im Abschwung nach oben ziehst. Das macht man zum Beispiel, wenn man auf einer Schaukel sitzt oder steht: An den Umkehrpunkten macht man sich klein, damit man sich zum Scheitelpunkt hin größer machen kann, was den gleichen Effekt hat wie das Ziehen am Pendel. Die Physiker nennen das parametrisches Anregen von Schwingungen. Du kannst die Wirkung dieses Anregens überprüfen, wenn Du einen Golfschläger am Griff mit Daumen und Zeigefinger hältst und in Schwingungen versetzt. Ziehst Du die Finger nahe des Scheitelpunktes nach oben, schlägt der Schläger viel stärker aus.

Beim Golf bedeutet dies, dass Du Dich möglichst spät zum Treffmoment hin größer machen musst. Du siehst diese Bewegung bei den Longdrive-Wettbewerben: Diese Spieler richten sich mitunter so stark auf, dass sie im Treffmoment die Bodenhaftung verlieren. Auf der Damentour ist das ebenfalls verbreitet. Fast alle Proetten haben im Treffmoment beide Fersen in der Luft.

Drive Treffmoment

Im Treffmoment streckt sich der Körper

Das Hochziehen des pendelnden Golfschlägers bringt umso mehr, je näher es am Scheitelpunkt stattfindet. Nach dem Treffmoment hilft es beim Golf natürlich nichts mehr. Also gilt es, sich möglichst spät, möglichst schnell zu strecken. Das Strecken fällt außerdem umso leichter, je kleiner man davor ist. So macht man es auch, wenn man hochspringt: Man geht zuerst in die Knie. Beim Golf kann man die Fußgelenke, Knie, Hüften und die Wirbelsäule nutzen. Am besten beginnst Du schon, Dich in der zweiten Hälfte des Ausholens etwas kleiner zu machen. Dann machst Du Dich im ersten Teil des Abschwungs noch etwas kleiner, um Dich im letzten Drittel explosiv zu strecken.
Das muss natürlich mit der Bewegung der Arme koordiniert werden: Die darfst Du jetzt nicht mehr anziehen, sonst kommt der Driverkopf nicht mehr tief genug am Ball an. Zu Anfang des Abschwungs wird also alles gebeugt und gegen Ende alles gestreckt.

3. Schaufelquetschen

Um den Rückwärtsdrall weiter zu reduzieren, kannst Du noch etwas tun: Du lehnst Deinen Oberkörper im Abschwung zurück, bringst die Hände aber trotzdem über den Ball. Das Zurücklehnen nennt sich Schaufeln, was meist dazu führt, dass die Hände auch hinter den Ball kommen. Dann fliegt Dein Ball nur höher, hat aber viel Rückwärtsdrall. Deshalb muss Du gefühlt quetschen. Von Quetschen spricht man eigentlich, wenn die Hände weit vor den Ball kommen. Hier reicht es, wenn die Hände über den Ball kommen. Das ist aber nicht einfach, wenn sich der Körper zurücklehnt. Der Trick ist das Beugen der Handgelenke im Abschwung. Das kannst Du am besten bei kurzen Pitches üben: Hole nur halb und mit wenig Handgelenkwinkel aus und beuge die Handgelenke im ersten Teil des Abschwungs. Wenn dir das beim Pitchen regelmäßig gelingt, kannst Du es auch mit dem Driver versuchen.

Schaufelquetschen

Der Winkel der Handgelenke verkleinert sich im ersten Teil des Abschwungs

Je nachdem wie hoch Dein Ball jetzt fliegt, muss eventuell der Loft Deines Drivers angepasst werden. Dazu musst Du jedoch den Rückwärtsdrall und den Abflugwinkel Deines Balles messen. Es gibt für jede Schlägerkopfgeschwindigkeit eine optimale Kombination von Startwinkel und Rückwärtsdrall. Golflehrer und Schlägerfitter haben hierfür Geräte wie Trackman, Foresight oder Flightscope. Die zeigen dir auch, welche Geschwindigkeit Dein Ball hat. Wenn Du Deine Draws parametrisch und mit Schaufelquetschen schlägst, kannst Du noch härter zuschlagen. Dazu brauchst Du allerdings Kraft und wenn Du die steigern willst, führt an Krafttraining kein Weg vorbei. Der schnellste Weg zu mehr Kraft ist das Langhanteltraining: Übungen wie Kniebeugen, Kreuzheben, Kraftdrücken, Bankdrücken, Langhantel-Rudern und Klimmzüge machen Dich kräftiger und gleichzeitig schneller.

Oliver Heuler

Oliver Heuler

Oliver ist seit über 30 Jahren Golflehrer, Autor von zahlreichen Büchern und ehemaliger Nationaltrainer.

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Bernd
Gast
Bernd

Herr Heuler ist meines Erachtens viel zu theoretisch.
Einfacher ist doch; schlag von innen nach außen und schwing durch. Punkt.
Der Physiker nennt das parametrische Schlagen, (Was sagt der Golfer dazu?)
die Wirkung dieses Anregens??? usw. usw.
Da macht das Golfen doch keinen Spaß mehr.

Stefan
Gast
Stefan

Also, ich finde das keineswegs zu theoretisch - sondern einfach gut vermitteltes Wissen. Allein den Schwung von innen nach aussen zu machen und ihn zu beenden reicht ja nicht...

Ich finde gut erklärtes Wissen sinnvoller, einfach weil ich dann verstehe, was da physikalisch passiert. Das Buch hol ich mir AUF JEDEN FALL! Oliver hat auch ne Art zu schreiben, die mir gut gefällt. Und die paar ungewöhnlichen Worte wie parametrisches Schlagen u.ä. zeugen einfach von seinem Wissen.

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