So schlägst Du richtig mit dem Driver – weiter, höher, gerader (Teil 2 von 4)

Stefan Quirmbach
Über den Autor
Stefan Quirmbach spielt seit über 50 Jahren Golf, ist PGA Masterprofessional und PGA Health Pro. Er leitet die Golfschule im GolfResort Hardenberg.

Der Driver ist für viele Golfer Fluch und Segen zugleich. Einerseits ist er das Werkzeug für die längsten Schläge im Bag. Andererseits sorgt er auch oft für Frust, wenn der Ball zu hoch, zu niedrig, oder einfach irgendwo im Aus landet.

In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Du den Driver richtig anwendest – mit einem Schwung, der den Ball nach oben beschleunigt und ihm die Länge gibt, die er verdient.

Mythos: »Ich hab zu hoch aufgeteet«

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Viele Golfer glauben, wenn der Ball zu hoch fliegt, liegt es an einem zu hohen Tee. Also teen sie den Ball niedriger auf – und verlieren dadurch wertvolle Meter. Warum? Weil der Eintreffwinkel nicht mehr stimmt.

Ein Driver-Schlag sollte nicht wie ein Eisen von oben auf den Ball treffen. Sondern im Idealfall leicht von unten nach oben. Denn:

  • Von oben nach unten: erzeugt Rückwärtsdrall, aber kostet Länge – wie beim Pitch.
  • Neutral: Loft und Rückwärtsdrall wirken ausgewogen.
  • Von unten nach oben: bringt einen höheren Ballstart mit weniger Spin – und mehr Weite!
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Wie hoch ist richtig?

Ein guter Richtwert: Der Ball sollte so aufgeteet sein, dass die Hälfte über der Driverkrone liegt. Du kannst auch höher aufteen – aber nicht beliebig: Die Regeln erlauben maximal 10,16 cm (4 Inch) Teehöhe. Alles darüber kostet Strafschläge.

Longdrive-Weltmeister Martin Borgmeier spielt z. B. mit einem Driver von nur 2° Loft, aber durch ein extrem hohes Tee und einen perfekten Aufwärtstreffer katapultiert er den Ball 40 bis 50 Meter hoch – mit minimalem Spin. Das bringt Weite.

Ein korrekter Aufbau ist der Schlüssel zum erfolgreichen Driver-Schlag. Schritt für Schritt sieht das so aus:

Setup beim Driver
  1. Breiter Stand: Stell Dich etwa eine Fußbreite breiter als sonst – das bringt den Körperschwerpunkt automatisch etwas nach rechts und tiefer.
  2. Rechtsneigung: Kipp leicht nach rechts, ohne das Gewicht zu verlagern. Das sorgt für den gewünschten Aufwärtstreffer.
  3. Schaftposition: Der Griff sollte zum Bauchnabel zeigen, nicht nach vorn.
  4. Ballposition: Richte den Schläger etwa 10 cm rechts vom Ball aus. So kommst Du automatisch im Aufwärtsschwung an den Ball.

Jetzt geht es darum, das Ganze in Bewegung zu bringen. Achte dabei auf Folgendes:

  • Probeschwung: Streife leicht den Boden – das hilft beim Timing.
  • Lockere Hände & Beine: Spannung killt Weite!
  • Große Rotation: Drehe Dich voll auf, die linke Ferse darf ruhig abheben.
  • Finish: Zieh durch den Ball nach oben – in Richtung Himmel, nicht in Richtung Ziel.

Wenn Du sauber triffst, bleibt das Tee oft sogar stehen oder fliegt nach oben raus. Das ist ein gutes Zeichen!

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Übung macht den Driver-Meister

Du willst den Aufwärtstreffer automatisieren? Hier ist ein effektiver Drill:

  1. Stell ein zweites Tee oder eine Ballschachtel ca. 30 cm vor Deinen Ball.
  2. Führe Deinen Schwung so aus, dass Du nur den Ball triffst – und das zweite Objekt nicht berührst.

Wenn Du es schaffst, darüber hinweg zu schwingen, bist Du im Aufwärtstreffer. Triffst Du beide, war der Eintreffwinkel noch zu steil.

Viele Golfer erleben beim ersten Mal, wenn sie bewusst nach oben schlagen, einen echten Aha-Moment. Der Ball steigt höher, fliegt weiter – und rollt nach dem Aufkommen sogar noch ordentlich aus. Weniger Spin bedeutet mehr Roll. Und genau das bringt Dir Länge.

Nutze die Regeln aus, tee den Ball höher auf (innerhalb des Erlaubten) und lerne, in der Aufwärtsbewegung durchzuschwingen. Es fühlt sich anfangs vielleicht ungewohnt an – aber es lohnt sich.

Wie schlägst Du Deinen Drive aktuell? Eher flach – oder traust Du Dich schon ans hohe Tee? Teile Deine Erfahrungen mit mir in den Kommentaren!

Text: CSP

Stefan Quirmbach

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Stefan Quirmbach spielt seit über 50 Jahren Golf, ist PGA Masterprofessional und PGA Health Pro. Er leitet die Golfschule im GolfResort Hardenberg.

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