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Transportschlag mit Eisen, Holz und Hybrid

Christian Heuberger
Über den Autor
Christian ist Certified Golf Teaching Professional und unterrichtet in Graz und Umgebung. Zudem bietet er Urlaubs- und Intensivtrainings an.

Stelle Dir vor, Dir ist ein passabler Drive auf einem Par 4 gelungen. Du stehst jetzt vor der Frage, ob Du den nächsten Schlag, den sogenannten Transportschlag, mit dem Eisen, Fairwayholz oder dem Hybriden spielen solltest. Der Transportschlag wird so genannt, weil er den Ball möglichst nahe zum Grün oder sogar auf das Grün transportieren soll. Die Entscheidung, welcher Schläger die besten Erfolgsaussichten verspricht, hängt von der unmittelbaren Lage des Balles auf dem Fairway, im Semi-Rough, im Rough oder gar in einem Hindernis ab.

Außer der Lage das Balls spielt es eine Rolle, ob Du den Ball in eine möglichst kurze Distanz zum Grün spielen möchtest oder ob Du eine gute Chance siehst, mit dem Transportschlag den Ball direkt auf das Grün zu spielen. Für welchen Schläger Du Dich auch immer entscheidest: Eisen, Holz oder Hybrid (Rescue) … nimm Dir die erforderliche Zeit für Deine Entscheidung! Das Gleiche gilt für die Ausführung des Transportschlags. Jegliche Hektik auf dem Fairway ist fehl am Platz und kann Deinen Transportschlag beeinträchtigen.

Eisen, Holz oder Hybrid – welcher Schläger ist besser geeignet?

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Die Balllage – ein wichtiges Kriterium für die Wahl des Schlägers

Fairways befinden sich je nach Golfanlage in sehr unterschiedlichem Pflegezustand. Die Beschaffenheit des Fairways nimmt Einfluss auf die Balllage nach einem Drive. Der Golfball hat nach der Landung noch so viel Energie, dass er eine Strecke weit rollt. Auf seiner Rollstrecke wird er von der Grasnarbe und von Unebenheiten weiter abgebremst bis er zur Ruhe kommt. Der mit abnehmender Energie rollende Ball hat aufgrund seines Gewichtes die unangenehme Eigenschaft, zum Schluss häufig in einer kleinen Kuhle liegen zu bleiben, weil dort gerade ein kleines Grasbüschel auf dem Fairway fehlt oder weil ein Spieler seine Pitchmarke nicht fachgerecht ausgebessert hat. Das passiert auf einem sehr gepflegten Fairway weitaus seltener. Der Ball kommt im Idealfall auf der Grasnarbe liegend zur Ruhe.

Entscheidend ist, dass sich der Schwerpunkt des Balles im ersteren Fall unterhalb der Grasnarbe befinden kann, während die Lage des Balls im letzteren Fall für den Transportschlag deutlich günstiger ist und mehr Optionen bezüglich Schlägerwahl bietet.

Balllagen mit tiefem Schwerpunkt lassen sich am besten mit einem Eisen 7 (oder kürzer) spielen – oder mit dem Hybriden. Für Bälle, die mit ihrem Schwerpunkt oberhalb der Grasnarbe liegen, bieten sich für lange Distanzen grundsätzlich Fairwayhölzer an. Geeignet sind aber auch Eisen und Hybride, wenn es nicht nur um Distanz, sondern auch um eine hohe Schlagpräzision geht. Zum Beispiel, wenn Du Du direkt das Grün anspielen möchtest. Der Griff zum Hybriden (Rescue) sollte für dich ein Muss sein, wenn das Risiko besteht, dass etwas mehr Gras zwischen Ball und Schlagfläche kommen könnte. Mit dem Rescue besteht sogar die Chance, dass Dir ein guter Schlag aus dem Rough ohne nennenswerten Distanzverlust gelingt.

Distanz zur Fahne – ein wichtiges Kriterium für die richtige Schlägerwahl

Neben der Lage des Balles entscheiden weitere Kriterien über die Wahl des „richtigen“ Schlägertyps. Wenn Du mit Deinem Transportschlag eine möglichst große Distanz überwinden möchtest, ohne das Grün erreichen zu können, solltest Du zum Holz 3 oder 5 greifen, sofern die unmittelbare Balllage nicht gegen den Einsatz des Fairwayholzes spricht. Die Flugbahn des Balles ist flacher als beim Schlag mit einem Eisen oder einem Hybriden, so dass der Ball nach der Landung noch eine längere Strecke rollt, was bei einem gut gepflegten Fairway durchaus von Vorteil ist.

Liegt die Entfernung zum Grün innerhalb Deiner individuellen Schlagdistanz, so dass Du das Grün direkt angreifen kannst, sollten die Hölzer besser im Bag bleiben. Du benötigst jetzt einen Schläger, der dem Ball eine hohe Flugbahn mit einem steilen Auftreffwinkel bei der Landung beschert. Der steile Auftreffwinkel sorgt dafür, dass die Rollstrecke des Balls möglichst kurz ist oder gänzlich ausbleibt. Grundsätzlich solltest Du jetzt zu einem der kürzeren Eisen greifen (etwa ab Eisen 7 oder 8).

Falls die Entfernung zur Fahne etwa 100 Metern oder weniger beträgt, kommt auch ein Wedge (z.B. Pitching Wedge oder Gap Wedge) infrage. Falls Du Dir nicht ganz sicher bist, mit der geforderten Präzision den Eisenschlag auszuführen, greifst Du einfach zum Hybriden oder Rescue. Mit dem einfacher zu spielenden Hybriden folgt der Ball einer Flugkurve, die dem Schlag mit dem Eisen vergleichbar ist. Das ermöglicht präzise Annäherungen auf das Grün.

Der Transportschlag mit dem Fairwayholz

Um eine möglichst große Länge mit Deinem Transportschlag zu erzielen, greifst Du normalerweise zu einem Deiner Fairwayhölzer (etwa dem Holz 3 oder 5). Die Fairwayhölzer werden schon seit Jahrzehnten nicht mehr aus Holz gefertigt, sondern ähneln im Aufbau einem Driver mit kleinem Kopf. Die hohe Schlagweite, die Du mit dem Holz erzielen kannst, ist unter anderem auf den Trampolin-Effekt und auf die beachtliche Rollstrecke des Balles nach der Landung zurückzuführen. Der Trampolin-Effekt kommt bei Hölzern zustande, weil sich die Schlagfläche beim Fairwayholz im Moment des Ballkontaktes ein wenig nach innen biegt und sofort wieder in die ursprüngliche Position zurückfedert. Das verpasst dem Ball zusätzliche Energie. Die Rollstrecke des Balles hat mit seinem gegenüber einem Schlag mit dem Eisen flacheren Auftreffwinkel zu tun. Der flachere Landewinkel verursacht die vergleichsweise lange Rollstrecke des Balls.

Du solltest allerdings beachten, das Holz nur bei einer günstigen Balllage zu verwenden und nicht für Schläge, die Deinen Ball direkt in die Nähe der Fahne transportieren soll.

Der Transportschlag mit dem Eisen oder Hybriden

Wenn Dein Ball in sicherer Schlagdistanz zur Fahne (zumindest aber zum Grün) liegt, ist ein Eisen oder ein Hybrid oder Rescue der Schläger der Wahl. Selbst wenn die gute Balllage auf dem Fairway auch zu einem Schlag mit dem Holz inspirieren könnte. Ich rate in diesem Fall, zu einem Eisen oder Hybriden zu greifen, weil die Rollstrecke des Balls nach der Landung auf einem schnellen Grün unkalkulierbar ist. Ein mit dem Eisen geschlagener Ball kommt in der Regel nahe des Landepunktes zur Ruhe.

Spieler mit niedrigem Handicap entscheiden sich deshalb fast immer für ein Eisen, um den Ball vom Fairway aus möglichst nahe an die Fahne zu schlagen. Spieler mit hohem Handicap sollten überlegen, ob sie sich nicht besser für ein Hybrid entscheiden. Der Schlag mit dem Hybrid ist für Spieler mit wenig Spielpraxis sicherer zu spielen. Er profitiert zusätzlich von dem oben beschriebenen Trampolin-Effekt, der dem Ball wie bei einem Schlag mit dem Holz zusätzliche Energie verleiht.

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Christian Heuberger

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Kommentare

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1 Kommentar
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Wuppermann

Sehr gute Hinweise. Danke
Mit den Fairwayhölzern aus dem Semi gelingen tolle Schläge. Aber leider auch öfter schlechte.

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