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In fünf Schritten zum richtigen Golfschlag

Der Ball interessiert sich nicht dafür, was Du mit Deinem Schläger anstellst, bevor Du ihn triffst. Wenn Du das richtige Schlagen trainierst, muss das nicht zwangsläufig zu besseren Ergebnissen führen, denn oft gleichen sich mehrere Fehler miteinander aus. Wird nun in dieser Kombination von Fehlern ein Parameter korrigiert – in diesem Fall das Schlagen – kann das dazu führen, dass der Ball nicht mehr richtig getroffen wird. Doch woran liegt das?

Von außen an den Ball kommen und löffeln gleichen sich aus

Die meisten Schüler in meinen Kursen sind Slicer. Das bedeutet, dass sie mit einer offenen Schlagfläche an den Ball kommen. Eine häufige Ursache ist ein zu schwacher Griff. Wenn jetzt noch zusätzlich im höchsten Punkt des Schwungs das linke Handgelenk (dorsal) gebeugt wird, ist es nahezu unmöglich, richtig an den Ball zu kommen. Das Resultat: Bälle, die stark nach rechts fliegen.

Häufige Fehler im Golfschwung

Häufige Schwungfehler

Slicer bauen in ihren Schwung häufig weitere Fehler ein, die diese Rechtskurve wieder abschwächen. Der Schläger wird so geschwungen, dass er von außen an den Ball kommt: Das lässt den Ball weiter links starten. Durch diese Verschiebung der Schwungbahn „wandert“ der tiefste Punkt des Schwungs nach links (also Richtung Ziel). Solltest Du viele Bälle nach links toppen, könnte das ein Indikator für diesen Schwungfehler sein.

Doch unser Gehirn ist sehr anpassungsfähig und baut nun einen weiteren Fehler ein: das frühe Schlagen. Wenn wir früher schlagen (oder löffeln), dann verschiebt sich nicht nur der Treffpunkt wieder an die richtige Stelle, sondern man schließt damit auch die Schlagfläche.

Dieses Hintergrundwissen solltest Du vor Augen haben, bevor Du das richtige Schlagen trainierst! Kontrolliere also erst Griff und Schwungbahn und widme Dich dann dem Schlagen.

So trainierst Du das richtige Schlagen

Das richtige Schlagen ist koordinativ äußerst anspruchsvoll. Ich empfehle folgende fünf Schritte, mit denen Du Dich langsam steigern kannst.

Schritt 1: Schläger führen

Greife den Schläger mit Deinem normalen Griff und halte ihn parallel zum Boden. Bewege den Schläger nun 90 Grad nach links und rechts. Das dürfte nicht allzu schwierig für Dich sein.

Schläger führen

Schritt 2: Handgelenke winkeln

Im zweiten Schritt baust Du ein Winkeln Deiner Handgelenke ein. Am Ende des Ausholens (das immer noch parallel zum Boden ausgeführt wird) beugst Du Deine Handgelenke um 90 Grad. Diesen Winkel löst Du erst wieder am Ende des Abschwungs.

Handgelenke winkeln

Schritt 3: Lag trainieren

Wenn Du die zweite Übung gut beherrschst, beugst Du die Handgelenke nicht zum Ende des Aufschwungs, sondern führst einen kurzen Teil des Abschwungs mit gestreckten Handgelenken durch. Du verzögerst also das Winkeln.

Lass Dich nicht entmutigen, wenn das nicht sofort funktioniert. Mit ein wenig Übung wirst Du von Mal zu Mal besser.

Lag trainieren

Schritt 4: Auf der Schwungebene schlagen

Nun machst Du genau das Gleiche, nur mit dem Unterschied, dass Du den Schläger nicht mehr parallel zum Boden, sondern auf der Schwungebene bewegst.

Auf der Schwungebene schlagen

Schritt 5: Den Ball schlagen

Im letzten Schritt führst Du die Übung mit Ball durch. Fang ganz langsam, mit halben Schwüngen an und steigere Dich, wenn das gut funktioniert.

Den Ball schlagen

Kontrolliere Dich per Video

Ich empfehle, die Übung(en) auf Video aufzuzeichnen. Das hilft Dir, Deine Wahrnehmung mit der Realität abzugleichen und schnellere Lernerfolge zu erzielen.

Viel Spaß beim Trainieren!

Oliver Heuler

Oliver Heuler

Oliver ist seit über 30 Jahren Golflehrer, Autor von zahlreichen Büchern und ehemaliger Nationaltrainer.

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