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Ernährung für Golfer – So steigerst Du Deine mentale Leistungsfähigkeit

Versaust Du Dir Deinen Score oft auf den letzten Bahnen? Mit diesem Problem bist Du nicht alleine. Die Konzentration auf einer 18-Loch-Runde aufrecht zu erhalten, ist eine mentale Herausforderung. Mit der richtigen Ernährung kannst Du die Grundlagen für eine höhere mentale Leistungsfähigkeit schaffen.

Über die optimale Ernährung wird viel geschrieben: Es gibt eine immer größer werdende Auswahl an Ernährungsformen. High-Carb, Low-Carb, Steinzeit-Diät, vegan … ja was denn nun?

Wie sieht die optimale Ernährung für Golfer aus?

Ernährung ist individuell. Ich kann zum Beispiel nicht sagen, dass eine bestimmte Ernährungsform für alle passt. Als Ernährungsberater lege ich auch nicht einfach ein Ernährungsprogramm fest, das für alle gleich gilt.

Ich habe fast alle Ernährungsformen selbst ausprobiert und viel experimentiert. Im Prinzip ist der größte Unterschied verschiedener Ernährungsweisen, die Verteilung der Makronährstoffe: Protein, Kohlenhydrate und Fette.

Manche priorisieren die Aufnahme von Fetten, manche essen viel Protein, wieder andere sehen den Heilsbringer in Kohlenhydraten als Energieform. Jedoch ist die vermeintlich optimale Ernährungsweise abhängig von den genetischen Voraussetzungen, dem Aktivitätslevel, sowie auch der Psyche und Persönlichkeit der Person.

Verschiedene Lebensmittel haben aufgrund ihrer Inhaltsstoffe eine Wirkung auf die mentale Leistungsfähigkeit. Im Golf ist die mentale Leistungsfähigkeit die entscheidende Komponente.

Das Frühstück entscheidet über den Start in den Tag (oder der Runde) Food image created by Dashu83 – Freepik.com

So erreichst Du einen optimalen mentalen Zustand für die Golfrunde

Die Informationen im Gehirn werden durch sogenannte Neurotransmitter (Botenstoffe im Gehirn) übertragen. Hier unterscheiden wir in Serotonin, Dopamin, Acetylcholin und GABA. Zumindest Serotonin müsste einigen bekannt vorkommen.

Vereinfacht erklärt:

Serotonin:
Macht Dich glücklich und entspannt. Gefühlter Zustand: „Das Leben ist schön.“

Dopamin:
Sorgt für Motivation und Antrieb. Gefühlter Zustand: „Los geht´s. Ich bin bereit.“

Acetylcholin:
Macht Dich schneller, mehr Fokus. Gefühlter Zustand: „Ab geht’s. Vollgas.“

GABA:
Sorgt für innere Ruhe und Trägheit. Gefühlter Zustand: „Alles easy.“

Die Kunst ist es, für einen gesunden Mix zu sorgen – beziehungsweise auf bestimmte Situationen optimal zu reagieren. Morgens sollte Dopamin im Überschuss bereitstehen. Denn Du möchtest sicherlich energiegeladen und motiviert in den Tag starten. Dopamin wird bei hohem Proteinkonsum ausgeschüttet. Das heißt morgens geht’s direkt los mit Eiern, Quark oder auch Fleisch. Dazu kannst Du Gemüse, Beeren oder Nüsse essen.

  • Option 1: Rührei, Spiegelei oder gekochte Eier, mit Gemüse (Pilze, Tomaten, Paprika, etc.)
  • Option 2: Quark mit Nüssen (Paranüsse, Mandeln, Walnüsse oder Cashews) und Beeren.
  • Option 3: Lachs mit Avocado

Du gibst Deinem Körper genug Protein, der Neurotransmitter Dopamin wird vermehrt ausgeschüttet. Nun bist motiviert und bereit für die Runde. Du schlägst Dich warm und hast ein gutes Gefühl. Dann startest Du in die Runde.

Reagiere auf Deine Stimmung

Wenn Du auf der Runde merkst, dass Du Deine Konzentration nicht optimal ist, kannst Du mit darauf reagieren.

Zu aufgedreht? Zu nervös?

Zitrusfrüchte, Bananen und Müsliriegel sorgen für eine vermehrte Ausschüttung von Serotonin und GABA. Du wirst entspannter. Du kannst Dir auch ein Limetten- oder Zitronenwasser ansetzten und es über die komplette Runde trinken. Auch hier reicht eine kleine Menge: Eine Banane oder ein Müsliriegel (Optimalerweise ein Bioriegel aus dem Reformhaus). Übertreibe es nicht: Isst Du zu viel, geht mit der Entspannung auch die Konzentration flöten!

Du bist zu kraftlos und unkonzentriert?

Beerenobst und Paranüsse bringen Dich wieder in die Zone und füllen Deinen Krafttank schnell auf. Dabei reicht schon eine Handvoll Beeren und eine Handvoll Nüsse. Du hast spürbar mehr Kraft und die Ansteuerung Deiner Muskeln fällt Dir leichter.

Im Optimalfall ist das Aktivierungslevel durchgehend gut. Ist der Fokus und die Konzentration auf 100%, verspürst Du auch keinen Hunger. Eigentlich ist es nicht notwendig, während der Runde etwas zu essen. Dazu muss aber die Ernährung davor perfekt auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt sein. Da wird meist aber viel falsch gemacht.

Solltest Du trotz dieser Tipps weiterhin Probleme mit der Konzentration haben, ist eine genaue Analyse erforderlich: Dann kann der optimale Bedarf bestimmt werden.

Robin

Robin

Als Personal Trainer und Ernährungsberater betreut Robin Horvath Freizeitsportler und professionelle Golfer. Er ist Long Drive Professional auf der European Long Drive Tour.


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