Golf-Training

Abschläge von der Driving Range langweilen Dich? - Hier ist die Alternative dazu.

· 4 Min. Lesezeit · 10 Kommentare

ChristopheChristophe

"Auf der Range haben die Schläge alle geklappt!"

schlaeger driving range 700x350 - Abschläge von der Driving Range langweilen Dich? - Hier ist die Alternative dazu.

Diese Aussage hörst Du wahrscheinlich nach einem misslungenen Schlag allzu oft auf dem Golfplatz. Und wenn Du ehrlich zu Dir selbst bist, ertappst Du Dich selbst vielleicht sogar dabei, wie Dir zumindest dieser Gedanke durch den Kopf schießt.

Doch woran liegt es, dass die Schläge auf der Range alle super sind und es auf dem Platz nicht läuft?

Golf ist nicht monoton - Wieso also Dein Training auf der Driving Range?

Mal abgesehen davon, dass vermutlich nicht jeder Schlag auf der Range super ist, liegt es daran, dass das Training auf der Range einfach nicht dem entspricht, was letztendlich auf dem Golfplatz passiert.

Ich selbst beobachte immer wieder andere Golfer, die ausschließlich mit dem Driver einen Abschlag nach dem anderen machen. Doch wie viele Abschläge mit dem Driver macht man effektiv auf einer Runde? Selbst wenn man auf allen Par-4- und Par-5-Bahnen mit dem Driver abschlagen sollte, sind es in der Summe gerade mal 14 Abschläge mit dem Driver.

Es gibt auch viele, die mit dem Pitching Wedge anfangen und sich langsam bis zum Driver "hocharbeiten".

Doch auch hier wird in der Regel zig Male mit dem gleichen Schläger hintereinander abgeschlagen. Doch wie oft schlägt man auf dem Golfplatz 10 Mal hintereinander mit dem Eisen 8? Hoffentlich nie...

Hinzu kommt, dass oftmals ziellos abgeschlagen wird. Etwas, was uns auf dem Golfplatz nie in den Sinn käme.

Ein weiterer Effekt der unendlichen Schlagserien mit dem gleichen Schläger ist, dass kein Schlag eine Konsequenz hat. Kein Wunder, dass es super auf der Range läuft. Es gibt ja auch kaum einen Grund, sich an die schlechten Schläge zu erinnern ...

Konzentration, bitte!

Einen Ball nach dem anderen zu schlagen, ist kein sonderlich effektives Training.

5 Tipps für die Driving Range
  1. den Eimer nicht auskippen, jeden Ball einzeln rausholen
  2. vor jedem Schlag das Ziel ändern
  3. vor jedem Schlag die Entfernung wechseln
  4. vor jedem Schlag seine Routine durchlaufen
  5. spätestens alle 10 Schläge eine kurze Pause einlegen – auf dem Platz hat man nach (fast) jedem Schlag eine Pause

Wie lassen sich diese Tipps konkret umsetzen?

Simuliere einen Golfplatz auf der Driving Range

Auf dem Golfplatz hat jeder Schlag eine Konsequenz. Und bis auf den Abschlag weißt Du nie, wo ein Ball nach Deinem Schlag liegen wird - und somit auch nicht, welchen Schläger Du verwenden wirst.

Das kannst Du wie folgt (oder so ähnlich) in Dein Training einbauen.

Die Vorbereitung

Leg Dir 4 Schläger griffbereit neben Deinen Balleimer:

  • Driver
  • Hybrid, Fairway-Holz oder ein mittleres Eisen (5 oder 6)
  • Ein kurzes Eisen (z.B. Eisen 8)
  • Ein Wedge (zum Beispiel Pitching Wedge)
Driver, Hybrid, Eisen 8, Pitching Wedge und natürlich Bälle

Driver, Hybrid, Eisen 8, Pitching Wedge und natürlich Bälle

Ja, ich weiß ... Auf dem Foto ist der Eimer ausgekippt (siehe Tipp 1 weiter oben). Aber im Folgenden wird trotzdem jeder Ball einzeln gegriffen. 😉

Der Abschlag

Beim ersten Schlag legst Du den Ball auf das Tee und machst einen Abschlag mit dem Driver.

Erster Ball vom Tee

Erster Ball vom Tee

Dabei suchst Du Dir aber einen Ziel-Korridor auf der Driving Range. Versuche, den Ball in den Ziel-Korridor zu spielen.

Zielkorridor auf der Driving Range

Zielkorridor auf der Driving Range

Der zweite Schlag

Deine Aufgabe beim zweiten Schlag hängt vom Ergebnis des ersten Schlages ab.

Guter Schlag, gute Lage

Ist Dein Abschlag im Ziel-Korridor gelandet? Super, dann darfst Du vom "Fairway" weiterspielen. Nimm hierfür Dein Hybrid, Fairway-Holz bzw. langes Eisen und visiere wieder den Ziel-Korridor an.

Es geht vom Fairway weiter

Es geht vom Fairway weiter

Schlechter Schlag, schlechte Lage

Du hast den Korridor verfehlt? Das hat Folgen ...

Leg Deinen neuen Ball nun in ein Divot, eine Unebenheit oder bei einer Abschlagmatte dicht an das Gummi-Tee. Schließlich sollst Du Dich ja für einen misslungenen Schlag nicht mit einer TOP-Lage belohnen!

Schlechte Schläge werden "bestraft"

Schlechte Schläge werden "bestraft"

Zusätzlich kannst Du den Schwierigkeitsgrad erhöhen, indem Du ein etwas seitlich gelegeneres Ziel anvisierst. Zum Beispiel einen 100-Meter-Stein.

Seitliche Ziele erschweren die Ausrichtung

Seitliche Ziele erschweren die Ausrichtung

Versuche nun, Dein Ziel mit dem Eisen 8 anzuspielen. Ist Dein Schlag gelungen, geht es mit dem Annäherungsschlag weiter. Ist Dir auch der Schlag nicht geglückt, schnappst Du Dir das Pitching Wedge und versuchst ein näher gelegenes Ziel zu erreichen, zum Beispiel die 50-Meter-Markierung.

Der Annäherungsschlag

Jetzt wird es ernst: Du näherst Dich dem Grün.

Nimm Dein Pitching Wedge und versuche, zum Beispiel die 100-Meter-Fahne anzuspielen.

Das Ziel für den Annäherungsschlag

Das Ziel für den Annäherungsschlag

Wie lief's?

Nach dem Schlag kannst Du Bilanz ziehen. Wie viele Schläge hast Du gebraucht, um Dich der Fahne zu nähern? Wärst Du mit diesem Ergebnis auf einer Par-5-Bahn zufrieden?

Du wirst merken, dass Du viel platznäher trainierst:

  • Du hast ein Ziel bei jedem Schlag
  • Jeder Schlag hat Konsequenzen
  • Du spielst selten zwei Mal mit dem gleichen Schläger hintereinander

Wie trainierst Du (bisher) auf der Driving Range?