Wie viele Schwunggedanken Du wirklich brauchst

Frank Adamowicz
Über den Autor
Frank ist Golfer mit Leidenschaft, Buchautor, ehemaliger Nationaltrainer und der erfolgreichste Mannschaftstrainer Deutschlands.

Nach einer Runde oder im Unterricht höre ich oft von Golfern: »Ich habe so viele Gedanken im Kopf – ich weiß gar nicht mehr, worauf ich achten soll.« Vielleicht geht es Dir genauso. Aber ganz ehrlich: So viele Schwunggedanken kann es eigentlich nicht geben – zumindest nicht, wenn Du mit einem klaren Plan spielst.

Ein Gedanke reicht – wenn es der richtige ist

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Selbst die besten Spieler der Welt haben im Schwung nur einen Gedanken. Einen Fokuspunkt, auf den sie sich verlassen. Und genau den musst Du für Dich finden.

Beispiele für Schwunggedanken
  • „Ich lasse mir Zeit beim Ausholen.“
  • „Ich halte das Blatt gerade.“
  • „Ich schwinge über den rechten Fuß aus.“

Wichtig ist: Es ist Dein Gedanke. Nicht eine Sammlung aus Tipps von Mitspielern, Trainerfetzen oder YouTube-Videos. Du musst herausfinden, was bei Dir wirklich funktioniert – und dann konsequent dabei bleiben.

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Vermeide das Gedankenkarussell

Typisch ist dieses Muster: Du machst einen schlechten Schlag – und sofort kreisen fünf neue Ideen durch Deinen Kopf. „War’s der Griff? Der Stand? Die Ausrichtung?“ Dieses Chaos hilft Dir nicht. Im Gegenteil – es bringt Dich völlig raus. Wenn Du immer denselben Fehler machst, dann gibt es meist auch nur eine Ursache. Und genau die musst Du kennen. Fliegt Dein Ball etwa regelmäßig nach rechts, dann ist oft die Schlagfläche offen. Dann wäre Dein Schwunggedanke vielleicht: „Ich arbeite am Release.“

Natürlich darfst Du auf der Driving Range experimentieren. Genau dafür ist sie da. Probier aus, was Dir liegt, was sich gut anfühlt und was nicht. Aber sobald Du auf dem Platz stehst, benötigst Du Klarheit.

Frage Dich: Was ist der eine Gedanke, der mir auf der Runde hilft, meinen Schwung stabil zu halten? Und dann ziehst Du genau das durch – vom ersten bis zum letzten Loch.

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Finde Deinen Punkt – und bleib dabei

Kein Schwung ist perfekt. Jeder hat seine Ecken und Kanten. Auch Deiner. Und das ist völlig okay. Wichtig ist nur: Du musst Deinen Schwung kennen – und genau wissen, welcher Gedanke Dich stabil hält. Deshalb: Nutze das Training, um Deinen persönlichen Schwunggedanken zu finden – und nimm auf dem Platz nur diesen einen mit. Je klarer Du bist, desto konstanter wirst Du spielen.

Hast Du Deinen einen Schwunggedanken schon gefunden? Oder bist Du noch auf der Suche? Schreib mir in die Kommentare – ich bin gespannt auf Deine Erfahrungen!

Text: CSP

Frank Adamowicz

Frank Adamowicz

Frank ist Golfer mit Leidenschaft, Buchautor, ehemaliger Nationaltrainer und der erfolgreichste Mannschaftstrainer Deutschlands.

Kommentare

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6 Kommentare
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Detlef Stronk

Beim Driver: fühle den Schlägerkopf.
Bei den Eisen: schwinge den Schlägerkopf bis zu dem Punkt nach dem Ball, wo beide Arme gestreckt sind („PowerPoint“ genannt).

Frank Adamowicz

Das ist auch sehr gut erklärt. Du kennst dich aus! LG

Haegel Kirsten

….langsam ausholen - 3/4 Aufschwung

Frank Adamowicz

Das hilft in den meisten Fällen sehr gut, aber ist am Anfang schwierig.

Franz

Lieber Frank! Sie haben vollkommen recht: auf mehr als einen Gedanken beim Schlag kann man sich nicht konzentrieren. Dafür müsste man allerdings wissen, auf welchen Gedanken man sich konzentrieren soll. Mal trifft man den Ball zu dünn, mal schlägt man zu früh in den Boden, mal geht der Ball nach rechts, mal nach links. Während ich das hier schreibe, wird mir allerdings klar, dass ich zuerst einmal feststellen muss, welcher Fehler am häufigsten passiert und mich dann fragen, warum dieser Fehler passiert und dann genau an diesem Fehler arbeiten. Das ist dann mein Schwung-Gedanke.

Christophe

Das ist eine gute Vorgehensweise. Gleichzeitig ist die Analyse des Fehlers entscheidend – insbesondere, wenn sich mehrere Fehler gegenseitig neutralisieren.

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