Golfspiel und Golfregeln

Wasserhindernis

Nur wenige Ereignisse sind im Golf so ärgerlich wie das Hineinschlagen in ein Wasserhindernis. Diese besondere Form des Hindernisses nimmt in der Regel sehr viel Fläche ein, das Hineinschlagen ist fast immer mit einem Strafschlag verbunden. Kompliziert sind zudem die Regel für das Droppen beziehungsweise das Wiederholen des Schlags.

Wasserhindernisse sind durch rote oder gelbe Pfähle gekennzeichnet

Wasserhindernisse sind durch rote oder gelbe Pfähle gekennzeichnet

Das wird im Golf unter einem Wasserhindernis verstanden

Im Golf treten zwei Sorten von Wasserflächen auf, die als Hindernis bezeichnet werden: Das frontale und das seitliche Wasserhindernis. Diese Hindernisse sind dabei nicht mit zeitweiligem Wasser zu verwechseln, das sich zum Beispiel durch Regen oder Überschwemmung ergibt und kein Hindernis darstellt, sondern ein Hemmnis.

Handelt es sich bei Wasser um ein frontales Wasserhindernis, wird dieses in der Regel mit Begrenzungspfosten mit einer gelben Farbe markiert. Handelt es sich um ein seitliches Wasserhindernis, weisen die Pfosten die Farbe Rot auf. Während sich bei vielen anderen Lagen die Frage stellt, ob der Ball noch sinnvoll gespielt werden kann oder nicht, erübrigt sich diese Frage im Wasserhindernis in den meisten Fällen: Der Ball muss hier von vornherein als unspielbar deklariert werden. Letzteres ist der Grund dafür, weshalb gerade professionelle Spieler das Wasserhindernis unbedingt zu meiden versuchen: Da sie sonst auch aus sehr schlechten Lagen noch immer einen Schlag anbringen können, ist ein „nasser“ und daher definitiv unspielbarer Ball besonders ärgerlich.

Ein Ball gilt auch dann als im Wasserhindernis befindlich, wenn er die Begrenzungspfosten passiert und damit auch dann, wenn er nicht eigentlich im Wasser selbst liegt.

Ein Ball im Wasser kann gedroppt oder wiederholt werden

Wenn der Ball in einem Wasserhindernis zum Liegen kommt, kann der Spieler seinen Schlag entweder von der ursprünglichen Position wiederholen oder aber einen Drop vornehmen. Der Drop muss dabei an jener Stelle erfolgen, an welcher der Ball die Grenze des Wasserhindernisses zuletzt gekreuzt hat. Diese Stelle kann von der Lage des Balles im Wasserhindernis und dem Flug des Balles dorthin abgeschätzt werden. In der Regel wird der Schlag beim Spiel ins Wasser nicht wiederholt, sondern gedroppt, da hiermit die Strecke über das Wasser verkürzt werden kann.

Frontales Wasserhindernis

Frontales Wasserhindernis

Seitliches Wasserhindernis

Seitliches Wasserhindernis

Der Ball darf direkt aus dem Wasserhindernis gespielt werden

Eine Besonderheit ergibt sich bei einem Wasserhindernis dann, wenn der Ball zwar hinter der Begrenzung des Hindernisses liegt, nicht jedoch tief im Wasser und damit spielbar ist. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Wasser einen kleinen Uferbereich besitzt, so dass der Ball im flachen Wasser auf einer Sandbank oder ähnlichem aufliegt. Der Spieler kann sich in einem solchen Fall entscheiden, den Ball einfach zu spielen, ohne dass ein Strafschlag hingenommen oder ein Drop durchgeführt werden müsste. Bei einem solchen Schlag ergibt sich aber häufig das Problem einer extrem schlechten Lage beziehungsweise der Schwierigkeit, im Wasserhindernis überhaupt einen Stand finden zu können. Gerade professionelle Spieler versuchen jedoch in der Regel alles, um einen Ball aus dem Wasserhindernis heraus spielen zu können.


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