Rory McIlroy

Rory McIlroy gilt als einer der besten Driver der Golfgeschichte. Seine Schlagweite, seine Konstanz und seine Athletik machen ihn zum perfekten Studienobjekt – nicht nur für Profis, sondern auch für Amateure. Golflehrer Marcus Bruns hat Rorys Schwung analysiert und zeigt, was Du konkret aus seiner Technik mitnehmen kannst.

  1. Die Schwunganalyse im Video
  2. Punkt 1: Das perfekte Setup
  3. Punkt 2: One Piece Take Away
  4. Punkt 3: Der höchste Punkt
  5. Punkt 4: Abschwung und Lag
  6. Punkt 5: Das stabile Finish
  7. Bonus: Die Pre-Shot-Routine
  8. Rory McIlroy – Stationen einer Karriere
Mehr zur Schwunganalyse
Den ausführlichen Blog-Artikel zur Videoanalyse findest Du hier: Golfschwung Rory McIlroy – die Analyse

Die Schwunganalyse im Video

Marcus Bruns zeigt Rorys Schwung in Echtzeit und zweifacher Zeitlupe – und erklärt dabei Schritt für Schritt, was hinter der Technik steckt und was Amateure direkt in ihr eigenes Spiel übernehmen können.

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Punkt 1: Das perfekte Setup

Rory McIlroys Ansprechposition ist eine der stabilsten auf der Tour – und gleichzeitig eine der lehrreichsten für Amateure. Marcus Bruns hebt folgende Punkte hervor:

  • Gerader Rücken, kein Hohlkreuz – schafft Spannung und ermöglicht eine saubere Rotation
  • Gewicht auf den Mittelfüßen – dadurch kann er später Druck über den Boden in den Schwung fließen lassen
  • Arme hängen locker und lang – keine Verkrampfung, maximale Bewegungsfreiheit
  • Rechte Schulter etwas tiefer als die linke – fördert die Aufwärtsbewegung beim Driver und einen saubereren Eintreffwinkel
Was Du mitnehmen kannst
Nicht alle haben Rorys Trainingsstand – aber einen geraden Rücken und locker hängende Arme kann jeder üben. Diese beiden Punkte allein verbessern die Ausgangslage für jeden Schwung deutlich.

Punkt 2: One Piece Take Away

Das »Take Away« – also das Wegnehmen des Schlägers – ist bei Rory vorbildlich. Marcus Bruns beschreibt es als das beste Ausholen, das er kennt: Arme, Schultern und Hüfte bewegen sich als eine Einheit gleichzeitig zur Seite. Die Handgelenke bleiben in dieser frühen Phase passiv.

Zwei Dinge sind dabei besonders auffällig:

  • Die Schlagfläche zeigt Richtung Ball – nichts wurde auf- oder zugedreht, die neutrale Position bleibt erhalten
  • Großer Radius – der Körper bringt den Schläger weit weg, ohne das Gewicht über eine seitliche Körperverlagerung nach rechts zu verschieben
Häufiger Fehler beim Take Away
Viele Amateure verlagern beim Ausholen das Gewicht aktiv nach rechts, um mehr Länge zu erzeugen. Das bewirkt das Gegenteil: Der Weg des Schlägers zum Ball wird zu lang und unkontrollierbar. Die Rotation des Körpers – nicht die Verlagerung – erzeugt den großen Radius.

Punkt 3: Der höchste Punkt

Am höchsten Punkt zeigt Rorys Schwung mehrere Checkpunkte, an denen sich Amateure orientieren können:

  • Linker Arm gestreckt – hält den Radius und baut Energie auf
  • Rechter Ellbogen zeigt hinter die Körperlinie in Richtung der rechten Ferse – ein klassischer Checkpunkt für einen sauberen Innenschwung
  • Hüfte nicht überdreht – die Gürtelschnalle zeigt in Verlängerung des rechten Fußes, nicht weiter. Dadurch bleibt die Spannung im Körper erhalten
Was bei Amateuren häufig schiefgeht
Wer versucht, mit dem Driver mehr Länge zu holen, dreht die Hüfte oft zu weit nach hinten und hebt die linke Ferse. Das Ergebnis: Das Gewicht landet zu 80 % auf dem rechten Fuß – und die Spannung, die für Länge sorgt, ist weg.

Punkt 4: Abschwung und Lag

Der Abschwung ist der Moment, in dem Rorys Athletik am deutlichsten wird. Die Einleitung ist klar: zuerst das Gewicht nach links, dann die Rotation der linken Hüfte – der Schläger folgt dem Körper, er leitet ihn nicht.

Besonders bemerkenswert ist sein »Lag«: Der Schlägerkopf bleibt weit hinter den Händen, der Winkel zwischen Schaft und Unterarmen löst sich erst im Treffmoment auf. Das ist einer der wichtigsten Kraftspeicher im Golfschwung.

Außerdem geht Rory auf dem Weg zum Ball leicht in die Knie – er »lädt« sich über den Bodendruck auf und streckt sich dann durch den Ball nach oben heraus. In der Fachsprache nennt sich das »parametrisches Schlagen«.

Mehr zum Abschwung
Wie der Abschwung richtig eingeleitet wird und warum der Schlägerkopf hinter den Händen bleiben sollte, erklärt dieser Artikel: Golfschwung – Phasen und Technik

Punkt 5: Das stabile Finish

Das Finish sagt viel darüber aus, wie jemand geschwungen hat. Bei Rory ist es ausbalanciert, stabil und vollständig – er steht auf der linken Ferse, der Unterkörper ist weiter gedreht als der Oberkörper.

Marcus Bruns betont: Ein stabiles Finish ist kein Zufall. Es zeigt, dass der Spieler mit kontrollierter Kraft und sauberer Koordination durch den Ball geschwungen ist – nicht mit blindem Vollgas.

Was Du mitnehmen kannst
Wer im Finish aus dem Gleichgewicht gerät, hat meist schon vorher zu viel Tempo gegeben. Übe bewusst, im Finish eine Sekunde lang stabil zu stehen. Das verändert automatisch, wie Du den Schwung angehst.

Bonus: Die Pre-Shot-Routine

Bevor Marcus Bruns auf die Technik eingeht, fällt ihm eines sofort auf: Rory macht vor jedem Schlag exakt dieselbe Routine – egal in welcher Situation, egal unter welchem Druck. Diese Wiederholbarkeit ist kein Zufall, sondern gezielt trainiert.

Eine feste Pre-Shot-Routine hilft, den Kopf frei zu machen und antrainierte Bewegungsabläufe abrufen zu können – auch wenn es drauf ankommt. Das gilt für Profis genauso wie für Amateure.

Mehr zur Pre-Shot-Routine
Wie Du Deine eigene Routine entwickelst und warum das »Boxensystem« dabei helfen kann, liest Du hier.

Rory McIlroy – Stationen einer Karriere

Rory McIlroy wurde am 4. Mai 1989 in Holywood, Nordirland geboren. Mit 9 Jahren schlug er in einer TV-Show live Bälle in eine Waschmaschinen-Trommel – und machte sich damit früh einen Namen. Mit 15 Jahren gewann er den Junior Ryder Cup, mit 22 stand er erstmals auf Rang 1 der Weltrangliste.

Seine Major-Titel: US Open 2011, PGA Championship 2012, Open Championship 2014, PGA Championship 2014 – und dann eine jahrelange Durststrecke. 21 Top-10-Platzierungen bei Majors zwischen 2014 und 2025, ohne einen weiteren Sieg. Das Masters fehlte – und damit der Karriere-Grand-Slam.

2025: Das Jahr des Grand Slams
Im April 2025 gewann McIlroy im Alter von 35 Jahren das Masters Tournament in Augusta – nach einem dramatischen Playoff gegen Justin Rose. Er wurde damit der sechste Golfer der Geschichte, der alle vier Majors gewonnen hat. Auf dem 18. Loch im Playoff versank der Ball im Loch, McIlroy brach auf dem Grün in Tränen zusammen. Tiger Woods schrieb ihm unmittelbar danach: »Proud of you.«

2025 war darüber hinaus seine erfolgreichste Saison überhaupt: Sieg beim AT&T Pebble Beach Pro-Am, Sieg bei der Players Championship, Sieg mit Europa beim Ryder Cup – und zum siebten Mal der Gewinn des Race to Dubai. Rory McIlroy gilt bis heute als einer der konstantesten und weitesten Driver der Tour.

Text: CSP
Christophe

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Christophe hat GOLFSTUN.DE ins Leben gerufen, um anderen Golfern den Einstieg in den Golfsport zu erleichtern.
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