Golf gilt noch immer als kostenintensiver Sport. Hohe Aufnahmegebühren, jährliche Mitgliedsbeiträge und zusätzliche Kosten für Platznutzung schrecken viele Interessierte ab. In den letzten Jahren hat sich jedoch eine Alternative etabliert, die deutlich günstigere Konditionen ermöglicht: die Fernmitgliedschaft im Golfclub.
Sie bietet Golferinnen und Golfern die Möglichkeit, offiziell organisiert zu spielen, ohne an einen festen Heimatclub gebunden zu sein. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Vorteile eine solche Fernmitgliedschaft bietet und worauf man achten sollte.
Was versteht man unter einer Fernmitgliedschaft im Golf?
Eine Fernmitgliedschaft ist eine Form der Golfclub-Mitgliedschaft ohne regelmäßige Nutzung eines festen Golfplatzes. Die entsprechenden Möglichkeiten richten sich an alle, die günstig Golf spielen möchten. Mitglieder sind bei einem anerkannten Golfclub registriert, nutzen dessen Infrastruktur jedoch in der Regel nicht oder nur eingeschränkt. Stattdessen spielen sie als sogenannte Greenfee-Spieler auf verschiedenen Golfanlagen.
Die Mitgliedschaft erfüllt alle formalen Voraussetzungen, um offiziell Golf zu spielen. Dazu gehören:
- die Verwaltung des Handicap-Index
- die Ausstellung eines DGV-Ausweises (oder vergleichbarer Verbandsausweise)
- die Möglichkeit, an handicaprelevanten Turnieren teilzunehmen.
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Für wen eignet sich eine Fernmitgliedschaft?
Fernmitgliedschaften richten sich vor allem an Golferinnen und Golfer, die flexibel bleiben möchten. Dazu zählen Personen, die häufig auf unterschiedlichen Plätzen spielen, wenig Zeit für regelmäßige Clubaktivitäten haben oder keinen festen Heimatclub in Wohnortnähe nutzen können.

Fernmitgliedschaften ermöglichen das Spiel gegen Greenfee
Auch Einsteiger profitieren häufig von diesem Modell. Nach der Platzreife ermöglicht eine Fernmitgliedschaft den offiziellen Einstieg in den Golfsport, ohne sich langfristig und kostenintensiv an einen Club zu binden. Ebenso ist sie für erfahrene Spieler interessant, die Golf eher als Freizeit- oder Reisesport betreiben und ihren Lieblingssport zum Beispiel mit einem Städtetrip nach Dresden z.B. für den wunderschönen Golfclub Dresden Elbflorenz verbinden möchten (oder in andere Regionen).
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Fernmitgliedschaften sind meist günstiger als klassische Mitgliedschaften
Ein wesentlicher Vorteil der Fernmitgliedschaft liegt in den niedrigeren Kosten. Während klassische Vollmitgliedschaften in vielen Golfclubs mehrere hundert bis über tausend Euro pro Jahr kosten können, bewegen sich Fernmitgliedschaften häufig im Bereich von etwa 100 bis 300 Euro für denselben Zeitraum.
In diesen Beiträgen sind in der Regel die Verbandsabgaben, die Handicap-Verwaltung und der Mitgliedsausweis enthalten. Kosten für die Platznutzung fallen separat an und werden über Greenfees abgerechnet. Dadurch entstehen Ausgaben nur dann, wenn tatsächlich gespielt wird.
Greenfees und Spielmöglichkeiten: Worauf sollte man achten?
Mit einer Fernmitgliedschaft wird auf Golfanlagen in der Regel gegen Zahlung eines Greenfees gespielt. Die Höhe dieser Gebühr variiert je nach Platz, Tageszeit und Region. Viele Anlagen bieten ermäßigte Konditionen für Mitglieder bestimmter Verbände oder Kooperationen an.
Einige Fernmitgliedschaftsmodelle beinhalten zudem Greenfee-Rabatte oder Kontingente auf Partnerplätzen.
Dadurch lassen sich die Gesamtkosten weiter reduzieren, insbesondere bei regelmäßigem Spiel auf ausgewählten Anlagen.
Auch wichtig: Infos zu Handicap-Verwaltung und Turnierteilnahme
Auch mit einer Fernmitgliedschaft wird ein offizieller Handicap-Index geführt. Ergebnisse aus Privatrunden oder Turnieren können handicapwirksam eingereicht werden, sofern sie den geltenden Regularien entsprechen. Die Verwaltung erfolgt über den jeweiligen Heimatclub der Fernmitgliedschaft.
Die Teilnahme an offenen Turnieren ist in der Regel problemlos möglich. Voraussetzung ist eine anerkannte Mitgliedschaft in einem Golfclub sowie ein gültiger Handicap-Index. Einschränkungen können lediglich bei clubinternen Wettbewerben bestehen, die häufig Vollmitgliedern vorbehalten sind.
Ein Blick auf die Unterschiede zu klassischen Clubmitgliedschaften
Im Vergleich zur klassischen Vollmitgliedschaft verzichtet die Fernmitgliedschaft auf bestimmte Leistungen. Dazu zählen meist der unbegrenzte Zugang zu einem festen Platz, Trainingsanlagen, Clubhausangebote oder ein aktives Clubleben mit Veranstaltungen und Ligaspielbetrieb.
Für viele Golferinnen und Golfer stellt dies jedoch keinen Nachteil dar. Wer Golf primär als individuelle Freizeitaktivität versteht und weniger Wert auf Vereinsleben legt, findet in der Fernmitgliedschaft eine pragmatische Lösung.
Worauf sollte man in Bezug auf die Auswahl einer Fernmitgliedschaft achten?
Bei der Wahl einer Fernmitgliedschaft sollten einige Punkte geprüft werden. Wichtig ist die Anerkennung durch den nationalen Golfverband, um sicherzustellen, dass Handicap-Verwaltung und Spielberechtigung offiziell gültig sind. Ebenso sollten die enthaltenen Leistungen transparent dargestellt sein.
Ein Blick auf mögliche Zusatzangebote lohnt sich ebenfalls. Dazu zählen Partnerclubs, Greenfee-Rabatte, Turniermöglichkeiten oder digitale Services zur Ergebnisverwaltung. Auch Vertragslaufzeiten und Kündigungsfristen unterscheiden sich je nach Anbieter.
Die Fernmitgliedschaft ist eine flexible und kostengünstige Alternative
Die Fernmitgliedschaft bietet eine attraktive Möglichkeit, Golf offiziell und vergleichsweise günstig zu spielen.
Sie verbindet formale Spielberechtigung mit hoher Flexibilität und überschaubaren Kosten. Besonders für Gelegenheitsspieler, Vielreisende oder Golfer ohne festen Heimatplatz stellt sie eine sinnvolle Alternative zur klassischen Clubmitgliedschaft dar.
Wer auf ein ausgeprägtes Clubleben verzichten kann und stattdessen Wert auf Unabhängigkeit legt, findet in der Fernmitgliedschaft ein zeitgemäßes Modell, das den Zugang zum Golfsport deutlich erleichtert.
Text: CSP

