Fade oder Draw? So gelingen Dir die Flugkurven mit dem Driver (Teil 4 von 4)

Stefan Quirmbach
Über den Autor
Stefan Quirmbach spielt seit über 50 Jahren Golf, ist PGA Masterprofessional und PGA Health Pro. Er leitet die Golfschule im GolfResort Hardenberg.

Der Driver ist nicht nur für weite Schläge da – er kann auch präzise sein, wenn Du weißt, wie Du ihn einsetzt. Denn nicht jeder Ball muss kerzengerade fliegen. Oft ist es sogar sinnvoller, ihn bewusst mit einer leichten Kurve zu spielen – entweder als Fade (kontrollierter Slice) oder als Draw (kontrollierte Rechts-Links-Kurve).

Ich zeige Dir heute, wie Du die Flugkurve Deines Drivers gezielt beeinflussen kannst – und wie Du allein durch die Position in der Tee-Box Dein Ergebnis verbessern kannst.

Profis stehen selten in der Mitte der Tee-Box

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Gute Spieler teen nicht einfach mittig auf. Sie nutzen die ganze Breite der Tee-Box taktisch aus. Je nach persönlicher Schlagform oder Spielsituation entscheiden sie, ob sie sich links oder rechts hinstellen.

Clever aufteen
  • Tendenz zum Slice? Stell Dich auf die rechte Seite der Tee-Box. So kannst Du Richtung Mitte zielen – und der Ball kommt durch die Kurve zurück.
  • Tendenz zum Hook? Stell Dich auf die linke Seite. So landet der Ball trotz Rechtskurve in der Bahn.

Aber auch gezielte Schlagvariationen – wie sie z. B. Rory McIlroy mit dem Draw oder Jon Rahm mit dem Fade spielen – profitieren von dieser strategischen Aufstellung.

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So spielst Du einen Draw mit dem Driver

Ein Draw ist ideal, um z. B. Wasser links aus dem Spiel zu nehmen oder mit Wind von rechts zu arbeiten. So funktioniert’s:

Der Draw
  1. Stell Dich auf die linke Seite der Tee-Box.
  2. Richte Dich nach rechts aus, also in die Richtung, in die Du starten willst.
  3. Tee den Ball etwas höher auf, mit der Ballposition links im Stand.
  4. Erzeuge im Schwung eine Schleife: Der Schläger fällt leicht hinter den Körper, kommt von innen und schwingt hoch über die linke Schulter aus.
  5. Finish hoch und offen – das unterstützt die Linkskurve.

So fliegt der Ball rechts raus und dreht sich kontrolliert zurück – sicher weg vom Wasser und tief in die Bahn.

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So spielst Du einen Fade mit dem Driver

Ein Fade ist nützlich, wenn Du Wind von links hast oder die Fahne rechts auf dem Grün steht. Du willst also den Ball nach links starten und nach rechts zurückbringen.

Der Fade
  1. Stell Dich auf die rechte Seite der Tee-Box.
  2. Richte Dich leicht nach links aus, z. B. auf einen Turm oder markanten Punkt.
  3. Tee den Ball etwas niedriger auf und wähle eine mittige Ballposition.
  4. Schwing von etwas weiter oben nach unten, mit einem Finish unterhalb der Schulter.
  5. Der Schlägerpfad geht leicht von außen nach innen – dadurch entsteht die gewünschte Rechtskurve.

Das Ergebnis: Ein kontrollierter Fade, der gezielt in die Bahn zurückkommt. So nutzt Du sogar den Wind zu Deinem Vorteil.

Wann lohnt sich welche Kurve?

Auf dem Fairway:

  • Draw: Mehr Länge durch weniger Spin, gute Kontrolle bei Wind von rechts.
  • Fade: Höherer Ballflug, mehr Kontrolle bei Wind von links oder bei rechts liegender Fahne.

Auch auf Par-3s kann diese Technik sinnvoll sein: Fahne rechts? Spiel den Fade. Fahne links? Nimm den Draw. So bringst Du mehr Strategie in Dein Spiel.

Schon durch geschicktes Aufteen kannst Du Deine Schlagrichtung beeinflussen. Kombiniert mit gezielter Schwungtechnik wird der Driver zu Deinem taktischen Werkzeug – nicht nur zur reinen Distanzmaschine.

Hast Du schon mal bewusst mit Draw oder Fade abgeschlagen – oder bist Du froh, wenn er "irgendwie geradeaus“ fliegt? Erzähl mir davon in den Kommentaren!

Text: CSP

Stefan Quirmbach

Stefan Quirmbach

Stefan Quirmbach spielt seit über 50 Jahren Golf, ist PGA Masterprofessional und PGA Health Pro. Er leitet die Golfschule im GolfResort Hardenberg.

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2 Kommentare
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Thomas Rieger

Hallo, ich finde die Serie prima, nur würde ich gerne die Flugkurve der geschlagenen Bälle sehen können. Technisch ist das ja möglich. Danke und GrüßeTR

Alfred

Nette Serie aber leider sieht man den Ball und die Flugkurve überhaupt nicht beim Abschlag. Die Technik erfordert aber doch einiges an Übung.

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