Golfschwung und Golftechnik

Sweet Spot

Als Sweet Spot wird im Golfsport derjenige Punkt am Schlägerkopf bezeichnet, mit dem ein Ball perfekt getroffen wird bzw. die maximale Energieübertragung stattfindet. Der Sweet Spot hat ungefähr die Dimension eines Stecknadelkopfes, genau so wie das Massenzentrum eines Schlägerkopfes, das dieselbe Größe besitzt. Dieser spezielle Punkt ist bei allen Golfschlägern gleich groß. Einen Unterschied zwischen verschiedenen Schlägerköpfen gibt es nur bei der Höhe des Trägheitsmoments.

Der Sweet-Spot

Der Sweet-Spot

Wird ein Golfball exakt mit dem Sweet Spot eines Schlägers getroffen, so wird die höchstmögliche Energie, welche dieser Schlägerkopf imstande ist aufzubringen, in den Ball weitergeleitet. Man holt also das Maximum aus seinem Schlag heraus. Wird der Sweet Spot jedoch verfehlt, dann dreht sich der Kopf des Schlägers und es entsteht ein Energieverlust – ein Teil der Energie verpufft sozusagen, anstatt den Golfball anzutreiben. Dies wirkt sich natürlich negativ auf die Flugbahn als auch auf die Weite des Schlages aus. Dieser Effekt wird unter Golfspielern „twisten“ genannt. Um dem entgegenzuwirken bzw. diesen Effekt zu verringern, benötigt man ein höheres Trägheitsmoment. Dies bewerkstelligt man am besten durch Massenverlagerung von der Mitte in den äußeren Bereich. Dadurch sind die Auswirkungen auf Länge und Richtung beim Schlag nicht so gravierend, falls der Sweet Spot verfehlt bzw. nicht genau getroffen wird. Das Trägheitsmoment ist bei Golfschlägern und deren Köpfen somit der entscheidende Faktor, wenn es darum geht, aus unexakten Treffern passable Schläge zu produzieren. Die beste Methode ist aber immer noch die, den Sweet Spot einfach zu treffen. Dabei sind die Länge des Golfschlägers sowie die Gewichtsverteilung die entscheidenden Faktoren.

Wie man den Sweet Spot trifft

Ausschlaggebend für die Flugbahn eines jeden Schlages ist der Punkt, wo Schlägerkopf und Golfball aufeinandertreffen. Der Treffpunkt des Balles macht 75% der Richtung eines Schlages aus, die restlichen 25% sind abhängig vom Schwungpfad. Idealerweise sollte sich der Schlägerkopf dem Ball innerhalb der geplanten Flugbahn nähern und ihn auf der Rückseite treffen. Um dies zu bewerkstelligen, sollte man sein Gewicht beim Abschwingen auf den linken Fuß verlagern. Man kann diese Verlagerung initiieren, indem man die Innenseite des rechten Fußes abdrückt. Dadurch bewegen sich die Hände beim Schlag leicht vor den Ball und der Schlägerkopf wird von der Innenseite kommend hinten an den Ball bewegt.

Wenn man diese Verlagerung beim Abschwung nicht durchführt, werden sich die Hüften während des Treffpunkts vom Ziel wegbewegen. Der einzige Weg für den Schlägerkopf, um zum Ball zurückzukehren, ist, über die Spitze zu kommen und sich ihm von außen zu nähern. Dabei wird man über den Golfball schneiden, der Schlägerkopf wird sich vor den Händen befinden und der Schlag wird zu weit links vom eigentlichen Ziel ausfallen.

Das Wichtigste ist, dass wenn man einmal die perfekte Technik gefunden hat, um den Sweet Spot zu treffen, man sich diese so verinnerlicht, dass man sie jederzeit abrufen kann. Zielgerichtete Schläge mit konstanter und vor allem guter Länge sind im Golfsport essenziell. Manche Profigolfer treffen den Sweet Spot am laufenden Band – fast wie eine Maschine. Sie beherrschen den perfekten Bewegungsablauf und haben diesen auch so verinnerlicht, so automatisiert, dass sie ihn jederzeit abrufen können. Sie treffen einen Sweet Spot nach dem anderen und dementsprechend sehen auch ihre Schläge aus. Dies Bedarf natürlich Unmengen von Trainingseinheiten, um diese Technik perfekt zu beherrschen, aber das ist es wert. Einen Ball immer solide zu treffen ist keine Frage des Talents, es ist eine Frage des Skills. Und Skills können mit viel Ehrgeiz und beharrlichem Training angeeignet werden.


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